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Wismar Kirch Mummendorfer ziehen mit Bollerwagen zum Dorffest
Mecklenburg Wismar Kirch Mummendorfer ziehen mit Bollerwagen zum Dorffest
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00:00 17.07.2013
Der Bürgermeister hat seine eigenen Figuren bekommen.
Kirch Mummendorf

Ein Bollerwagen voller Wasser reicht zwar nicht für einen Wettkampf der Feuerwehren aus Kirch Mummendorf, Börzow, Mallentin und vielen anderen Wehren aus der Umgebung, um den 7. Stepenitzpokal zu gewinnen. Doch der symbolisiert seit Jahren das Kirch Mummendorfer Dorffest und den damit verbundenen Wettkampf der Wehren auf dem Sportplatz. Genau deshalb ziehen die Einwohner des Dorfes am kommenden Sonnabend um 12.30 Uhr los zum kleinen Fluss, schöpfen das Wasser in eine Badewanne und ziehen diese mit dem Wagen zum Sportplatz. Die Feuerwehren und Einwohner des Dorfes schließen sich an und so entsteht ein kleiner, aber doch abwechslungsreicher Festumzug. „Das machen wir seit Jahren so. Das Wasser aus der Stepenitz holen, ist für uns der eigentliche Höhepunkt dieses Dorffestes“, erklärt Petra Kowal aus Kirch Mummendorf, eine von vier Frauen, die sich ebenfalls seit Monaten Gedanken über das Fest machen.

Seit April sind sie dabei, Puppen aus Stroh zu fertigen. Diese sollen in diesem Jahr die harte Arbeit der Getreideernte vor Einzug der Technik symbolisieren. 13 menschengroße Puppen haben die Kirch Mummendorferinnen gebastelt und diese jetzt aufgestellt. „Es macht schon etwas Arbeit, aber uns macht es Spaß“, erklärte die älteste von ihnen, Inge Kolz. Die 72-Jährige hat dabei auch auf Utensilien aus den vergangenen Jahren zurückgegriffen. Gummi- und Lederstiefel, Hemden, Schürzen oder Kopftücher werden immer gebraucht. „Wir haben ein reichhaltiges Angebot, um unsere Puppen anzuziehen“, erklärt Inge Kolz. Zu sehen sind die Puppen zum einen an der Dorfstraße neben dem Sportplatz oder auch an Hecken im Ort, wie sie Gaben aus Ähren binden oder das Getreide mit dem Dreschflegel bearbeiten. „Wir lehnen die Strohpuppen von innen so an die Hecken, dass sie ‘rüber schauen können und die Leute so aufmerksam werden“, so Petra Kowal.

In diesem Jahr wollten die Frauen etwas ganz Besonderes schaffen und Bürgermeister Karl-Heinz Roxin überraschen. Auch wenn das nicht ganz klappte, hatte der Bürgermeister am Montagmorgen auf jeden Fall etwas zum Staunen vor dem eigenen Haus. „Da es möglich ist, dass nach dem Zusammenlegen der Gemeinden Börzow, Mallentin und Papenhusen 2014 Karl-Heinz Roxin nicht mehr Bürgermeister ist, wollten wir ihn überraschen und haben zwei Puppen gebastelt, die ihn und seinen Sohn darstellen sollen. Die wollten wir heimlich vor das Haus stellen“, so Petra Kowal. Doch daraus wurde nichts, denn der Bürgermeister war zu Hause, freute sich aber trotzdem über die Überraschung.

Jetzt kann das Dorffest am Freitagabend mit einer humorvollen Einlage in der Kirche um 19 Uhr eröffnet werden. Doch die meisten Besucher freuen sich auf den Sonnabend, wenn nach dem Festumzug die Feuerwehren in einem Wettkampf einen ungewohnten Parcours absolvieren müssen und die Fußballer des Mallentiner SV zu einem Turnier zahlreiche Mannschaften der umliegenden Dörfer eingeladen haben.

Ablaufplan
Freitag, 19. Juli:

Um 19 Uhr findet in der Kirche eine

besinnliche und humorvolle Darbietung mit Christian Glockzin statt.

Im Anschluss gibt es ein Treffen

bei Grillfleisch und Getränken.


Sonnabend, 20. Juli:

Das Dorffest beginnt um 11 Uhr mit

einem Fußball-Dörferturnier des

Mallentiner SV auf dem Sportplatz. Um 12.30 Uhr startet der Festumzug. Ab 13 Uhr beteiligen sich die Feuerwehr Papenhusen und andere Wehren am 7. Stepenitzpokal. Im Festzelt

ist ein Kuchenbasar aufgebaut. Mit Kutschfahrten, Hüpfburg und Bastelstraße sollte auch bei den Kindern keine Langeweile aufkommen. Ab 20 Uhr wird im Festzelt zum Tanz geladen.


Sonntag, 21. Juli:

10 Uhr: Gottesdienst mit Bläsern

der Stephanus-Stiftung Weißensee

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