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Literatur in Gärten lockt Besucher in die Altstadt

Wismar Literatur in Gärten lockt Besucher in die Altstadt

Die achten Wismarer „Lesegärten“ boten Märchen, Krimis und allerlei andere Anekdoten

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Großer Andrang im Biergarten im „Casa Lissi“. Detlef Kristeleit und Volker Stein lasen Geschichten aus der und über die DDR. Fotos (3): N. Buchmann

Wismar. In 13 Gärten haben Literaturfreunde gestern in der Hansestadt Gedichten, Geschichten, Krimis oder Märchen gelauscht. „Einfach mal zuhören, statt selbst zu lesen, das ist wunderbar“, schwärmt Birgit Zahlmann. Die Wismarerin war zum ersten Mal bei den „Lesegärten“ unterwegs. Erste Station: das Welt-Erbe-Haus in der Lübschen Straße.

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Die achten Wismarer „Lesegärten“ boten Märchen, Krimis und allerlei andere Anekdoten

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Weltkulturerbe war auch das, was den Zuhörern dort geboten wurde. Eine Geschichte, die jeder kennt – aufgeschrieben von den Gebrüdern Grimm. Gelesen hat den „Fischer und seine Frau“ der Schauspieler Benjamin Nolze. Das Größenwahnsinnige und Habgierige der Frau, das Sanftmütige und Bescheidene des Fischers – beides hatte der Schauspieler in der Stimme. Der Butt aus der Tiefe des Meeres hallte durch den Garten, in dem leise das Wasser des Brunnens plätscherte. Ein Ein-Mann-Stück unter freiem Himmel. „Diese Geschichte hat man schon so oft gehört, aber das war besonders. Er hat eine tolle Stimme“, sagt Birgit Zahlmann.

Im Biergarten von „Casa Lissi“ warten Detlef Kristeleit und Volker Stein auf Zuhörer. 70 saßen im ersten Durchgang vor ihnen. Sie lasen Geschichten aus der DDR. Das Thema zieht. Warum? „Je länger die Zeiten zurückliegen, desto schöner werden sie“, glaubt Volker Stein. Die aktuelle Lage in der Welt trage dazu bei.

Im Hof der „Engelsküche“ führen Erdgas und Fracking zu mörderischen Verwicklungen, im indischen Restaurant „Mirchi“ bereitet sich Erik Schoof auf die Lesung vor. „Das ist mein vierter Auftritt vor Publikum, aber das erste Mal, dass ich hier lese“, sagt der Zwölfjährige. Eigene Geschichten schreibt er. Sie fallen ihm auf dem Schulhof ein oder im Kinderzimmer. „Der Blauwal und der Wasserfloh“

animiert die Zuhörer zum Lachen. Eriks Sorge, das Publikum könnte den Witz der Geschichte nicht begreifen – sie war unbegründet.

Zum achten Mal hatte der Förderverein der Stadtbibliothek die „Lesegärten“ in der Altstadt organisiert. Für den Liebhaber der Grimmschen Märchen, Benjamin Nolze, war das die erste Gelegenheit, bei dieser Veranstaltung zu lesen. „In der heutigen multimedialen Zeit ist das mündliche Übertragen von Geschichten schon wieder etwas Besonderes“, sagt er.

Nicole Buchmann

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