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Mit Krabat und Magie auf die Bühne

Wismar Mit Krabat und Magie auf die Bühne

„Ich verwandle mich in einen Bären“, erzählt Paul Frank (9) und schnappt sich den riesigen Bärenkopf.

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Die Kinder um Lars Maué haben sichtlich Spaß am Theaterprojekt: Paul Frank (9), Leonie Schmidt (10), Jonathan Maué (8), Nina Malow (10) und Kira Elaine Walzel (10, v. l.).

Quelle: Fotos: Nicole Hollatz (2), Privat

Wismar. „Ich verwandle mich in einen Bären“, erzählt Paul Frank (9) und schnappt sich den riesigen Bärenkopf. Langsam tapst er nun mit der Plüschfigur in den Armen durch die Aula der Rudolf-Tarnow-Grundschule am Wismarer Kagenmarkt. Der Bär will Leonie Schmidt (10) fressen. Die ist clever. „Ich verwandle mich in eine Bremse“, summt sie auf einmal nervtötend dem Bären um die Nase. „Ist der Bär genervt von der Bremse? Dann spiel das!“, kommentiert Lars Maué das „Zauberduell“ seiner Schützlinge. Seit September arbeitet er mit den derzeit sechs Kindern aus der dritten und vierten Klasse von verschiedenen Wismarer Grundschulen. Gemeinsam wollen sie das alte Märchen von „Krabat“ auf die Bühne bringen. „Das ist die Geschichte des Aberglaubens, dass die Müller immer irgendwie mit dem Teufel im Bunde waren. Krabat ist ein Müllerlehrling, der herausfinden will, was auf seiner Mühle jedes Jahr zu Silvester passiert“, erklärt Regisseur und Maskenbauer Lars Maué.

OZ-Bild

„Ich verwandle mich in einen Bären“, erzählt Paul Frank (9) und schnappt sich den riesigen Bärenkopf.

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Die Premiere soll im Sommer an der Schule stattfinden, weitere Auftritte sind geplant. Kontakt für die Eltern potenzieller junger Darsteller: Telefon 03841/328727 oder 01

79/7309719; E-Mail:

kontakt@kulturmuehle-wismar.de. Das Kindertheaterprojekt richtet sich besonders an Kinder der Klassenstufe 3 und 4. Der Unkostenbeitrag liegt bei 10 Euro im Monat.

Das Thema Verwandlung spielt eine große Rolle, dazu die Zauberduelle, die die Kinder nun spielerisch üben. Der Müllerbursche und sein Meister verwandeln sich in Tiere! Lars Maué: „Im Stück geht es um Freundschaft und Zusammenhalt. Damit können sich auch Kinder aus anderen Nationen und verschiedenen Einkommensschichten identifizieren.“

Ein Stück, in dem die Liebe und die Freundschaft über eine Welt der Macht und der Verführung zum Reichtum triumphiert. Etwas, das die Kinder neben dem praktischen Theaterspiel für ihr Leben mitnehmen sollen und können. Auch deswegen hat die Polizeigewerkschaft das groß angelegte Projekt gerne gefördert.

„Die Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei veranstaltet jährlich ein Bürger- und Polizeifest mit einer Tombola, bei der für benachteiligte Kinder unserer Region gesammelt wird“, berichtet Maik Schröder von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). In diesem Jahr wurde so unter anderem der Verein Kulturmühle Wismar als Träger des Theaterprojekts gefördert. Teil des Projekts ist es auch, unter der fachkundigen Anleitung von Johanna Kanka-Maué die Kostüme entstehen zu lassen. Der zwölfjährige Raphael Hallmann sowie die Studentinnen Nora Mazurek und Elisa Schneider lernen bei der Wismarer Schnittdirektrice die Grundlagen der Kostümschneiderei, um für die Kinder die Tierfiguren zu entwerfen und zu nähen. Die Kinder proben jeden Montagnachmittag. „Es können jetzt noch Kinder einsteigen, die Lust haben, Theater zu spielen“, erklärt Lars Maué. Das Spielen steht im Vordergrund. Die Mädchen und Jungen sollen keine langen Texte lernen, sondern sich selbstbewusst und spielerisch auf der Bühne bewegen.

Von Nicole Hollatz

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