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Möwenschwärme als Kunst am Polizeigebäude

Wismar Möwenschwärme als Kunst am Polizeigebäude

Künstlerin aus Wismar gewann den Wettbewerb zur Gestaltung des Sicherheitszauns zwischen dem Alt- und dem Neubau

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Was aus der Nähe einfach wie bunte Flecke aussieht, bildet aus der Ferne gesehen oder beim Passieren Möwenschwärme in den gemilderten Landesfarben Blau, Gelb und Rot.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Wismar. Die Polizeiinspektion in Wismar bekommt zwischen dem Alt- und dem Neubau einen Sicherheitszaun. Und über die Stahlpfosten des Zauns fliegen drei Möwenschwärme, in Blau, in Rot und in Gelb. Die Idee stammt von Susanne Gabler, einer Künstlerin aus Wismar. Sie hat den Wettbewerb gewonnen, den der Bauherr, der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) für die Zaungestaltung ausgelobt hatte. Der Herausforderung hatten sich fünf Künstler gestellt: Udo Radtke, Miro Zahra, Annette Stüsser-Simpson, Ruzica Zajek und eben Susanne Gabler.

OZ-Bild

Künstlerin aus Wismar gewann den Wettbewerb zur Gestaltung des Sicherheitszauns zwischen dem Alt- und dem Neubau

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Das Urteil der Jury, die mit Mitgliedern des Künstlerbundes MV, BBL-Mitarbeitern sowie Vertretern der Polizei und des Architekturbüros Stadt+Haus besetzt war, viel einstimmig auf Susanne Gabler. „Uns hat die Leichtigkeit ihrer Idee gefallen. Jetzt sind wir gespannt auf die Umsetzung“, sagte Juryleiterin Renate U. Schürmeyer gestern bei der Präsentation.

Susanne Gabler (38) hatte nach einem Motiv gesucht, das die Dynamik in der Dr.-Leber-Straße widerspiegelt, in der sich Fußgänger, Radfahrer und Autos einen Verkehrsraum teilen, der wenig Lust zum Aufenthalt macht. Andererseits sollte es etwas sein, das zu Wismar passt. „So kam ich letztlich auf die Möwe, den charakteristischen Heimatvogel von Hafenstädten“, erklärte die Künstlerin.

In drei großen Wellenbewegungen sollen die Schwärme in gemilderten Landesfarben über den Edelstahlzaun fliegen. Dabei spielt die Wismarerin mit der Bewegung, der Bewegung der Passanten. Denn im Stillstand aus der Nähe betrachtet werden nur farbige Flecken erkennbar sein, die scheinbar keinen Zusammenhang haben. Erst durch beim Gehen erschließt sich dem Betrachter das Motiv. „Es ist ein Spiel, ein Spiel mit Farben und Bewegung“, sagt Susanne Gabler.

Doch wie gefällt den künftigen Mietern der Immobilie dieses Projekt im Rahmen Kunst am Bau? Kurz gesagt: gut. „Ich freue mich über den Entwurf, der sehr lebendig ist, und ich freue mich über die doch sehr passende Farbgebung“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion (PI), Dr. Michael Peters, voller Vorfreude. Bis der Zaun mit Kunstwerk steht, wird er aber vermutlich bis nächstes Jahr warten müssen. „Die Außenanlagen kommen immer als letztes“, sagte Michael Bleyder, BBL-Leiter des Geschäftsbereichs Schwerin. Er erklärte zudem, dass Kunst am Bau eine Verpflichtung sei, insbesondere wenn der Staat Bauherr ist. Durch die Verwendung eines Teils der Baukosten für Kunstwerke, dokumentiere der Staat auch einen baukulturellen Anspruch.

Der BBL wird Hausherr der Immobilie bleiben, die Polizei sein Mieter. „Wir werden uns um die Bewirtschaftung kümmern, um die Pflege der Außenanlagen und darum, dass alles in Ordnung ist, damit die Polizei ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen kann“, erklärte Christian Hoffmann von der BBL-Stabsstelle. „Wenn ein Fenster eingeworfen wird, sorgen wir für den Austausch. Die Polizei soll lieber ermitteln, um den Täter zu fassen.“

Sylvia Kartheuser

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