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Nürnbergerin zeigt ihre Arbeiten im Baumhaus

Wismar Nürnbergerin zeigt ihre Arbeiten im Baumhaus

Alles, was organisch ist, naturhaft, netzartig, Gewebe und Geflecht, beschäftigt die Nürnberger Künstlerin Katja Wunderling.

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Aus Silberblättern hat Katja Wunderling (r.) dieses Werk geschaffen. Die Blätter sammelte die Künstlerin im Wald.

Quelle: Nicole Buchmann

Wismar. Alles, was organisch ist, naturhaft, netzartig, Gewebe und Geflecht, beschäftigt die Nürnberger Künstlerin Katja Wunderling. Sie stellt in diesem Monat unter dem Titel „Organisches – Papierarbeiten und Naturmaterialien“ im Baumhaus am Alten Hafen in Wismar aus.

Ein wesentlicher Aspekt ihrer Tätigkeit ist das Sammeln und Auswählen der Naturmaterialien. Feinste Samenfäden der wilden Waldrebe oder Senfkörner, rote Linsen, Mistelzweige, das Silberblatt samt Samen sind die Gestaltungsmittel, denen Katja Wunderling eine serielle Ordnung und strenge Form gibt. Es sind stets klare Formen und Linien, an denen sie interessiert ist.

Ausgangspunkt einer ihrer individuellen Techniken ist die jahrzehntelange Beschäftigung mit der Radierung und den dafür gebräuchlichen Werkzeugen. Diese setzt sie nun bei der filigranen Bearbeitung von Papieren ein. Es entstehen auf dem über Filz liegenden Papier mit der Radiernadel ausgeführte Perforierungen, Ausschnitte und Wölbungen, in denen die serielle Ordnung durch Variablen gestaltet ist. Durch Unterlegung erwächst eine Dreidimensionalität, die wiederum mit zarten Waldreben-Samenfädchen aufgefüllt und verlebendigt wird. Orangerote Linsen werden nahtlos zum Mittelpunkt hin zu Zellen mit Froschlaichcharakter aneinandergereiht. In feinster Weise verwendet Katja Wunderling auch die Technik des Wegkratzens von Schwarz über strukturiertem Grund. Sie beherrscht die Fähigkeit, ein einmal gefundenes System, ein Prinzip, eine Gestaltungsweise durchzuhalten und zu variieren, ohne sie zu durchbrechen. So entwickeln sich in den Werken lockere oder verdichtete Passagen in nahtlosen Übergängen. Es sind Ausschnitte, Momentaufnahmen der uns umgebenden Realität, aus dem Makrobereich, real, aber auch aus dem Geistigen, im Rhythmus des ewigen Kreislaufs: Geburt – Leben – Tod.

Die Ausstellung ist bis 28. August zu sehen, täglich 9 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

OZ

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