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Rathauskeller ist zum Auslaufmodell geworden

Wismar Rathauskeller ist zum Auslaufmodell geworden

Die Stadtverwaltung will den Rathauskeller mit der Dauerausstellung „Wismar — Bilder einer Stadt“ schließen.

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Im Rathauskeller befindet sich die ständige Ausstellung „Wismar — Bilder einer Stadt“.

Quelle: Fotos: Jana Franke, Annett Meinke, Haike Werfel

Wismar. Die Stadtverwaltung will den Rathauskeller mit der Dauerausstellung „Wismar — Bilder einer Stadt“ schließen. Sie ist in die Jahre gekommen und wird von Besuchern immer weniger angenommen — so der Tenor der Begründung. Eigentlich sollte der Keller schon zum 1. April zugeschlossen werden. Doch im Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft regte sich Widerstand, Fragen blieben offen.

OZ-Bild

Die Stadtverwaltung will den Rathauskeller mit der Dauerausstellung „Wismar — Bilder einer Stadt“ schließen.

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Besucherstatistik von touristischen Höhepunkten in der Altstadt          
  St. Marien St. Georgen Rathauskeller Tourist-Info Welterbehaus
2014 131000 158 000 26000 99 000 * 28 000
2015 146000 209 000 5000 138 000 65 000
* 7 Monate          

Daher wurde die Schließung vertagt und sogar die Einführung der „WismarPlus“-Bonuskarte für touristische Highlights in Wismar von April auf Mai verschoben (siehe Beitrag unten).

Beim Rathauskeller fällt beim Blick auf die Besucherzahlen auf, dass sich diese im steilen Sinkflug befinden. Gab es im Jahr 2014 noch 26 000 Besucher, so waren es im letzten Jahr nur noch 5000.

Bei St. Marien und St. Georgen, beide mit zum Teil kostenpflichtigen Angeboten, sowie der Tourist-Information und dem Welt-Erbe-Haus gab es Zuwächse, teilweise sehr erhebliche.

Das Besucherinteresse am Rathauskeller ist seit Einführung der Entgeltordnung für touristische Einrichtungen Ende 2014 stark rückläufig. Erwachsene zahlen drei Euro Eintritt, Ermäßigte zwei Euro.

Diese Konditionen gelten auch für die Plattform der St.-Georgen-Kirche sowie die Turmbesteigung und die Filmvorführung bei St. Marien.

Die Gründe der Verwaltung für den Besucherrückgang erscheinen nachvollziehbar. So sei die „Tatsache nicht von der Hand zu weisen, dass die 1996 konzipierte Ausstellung in weiten Teilen verschlissen und nicht mehr zeitgemäß ist. Eine Modifizierung hat in all den Jahren nicht stattgefunden, die Ausstellungsinhalte müssten in allen Bereichen überarbeitet werden“. Dies erscheine nicht als sinnvoll, da das Welt-Erbe-Haus und die künftige Ausstellung im Museum an der Schweinsbrücke in ihren Ausstellungen bereits die stadtgeschichtlichen Themen in Gänze abdecken. Erschwerend komme hinzu, dass die für die historische Raumfassung erforderlichen Feuchtigkeitswerte zu hoch sind, sodass Kulturgut aus konservatorischen Gründen nicht museal präsentiert werden kann, führt die Verwaltung einen weiteren Grund ins Feld.

Wegen der Kosten für eine überalterte Präsentation und der inzwischen attraktiveren Angebote für Gäste der Stadt meiden auch die meisten Stadtführer die Dauerausstellung im Rathauskeller.

Seitens der Verwaltung gibt es erste Ideen, wie der Keller in Zukunft genutzt werden könnte. Drei Vorschläge werden diskutiert.

Denkbar ist eine zeitweilige Nutzung für Veranstaltungen, zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals, zum Ostermarkt, anlässlich des Weihnachts- und des Handwerkermarktes, für Kunstversteigerungen, Konzerte und Lesungen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Einbeziehung des Kellers bei Stadtführungen zu bestimmten Themen, zum Beispiel „Wismar unterirdisch“ oder „aktuelles Wismar“.

Denkbar ist auch ein neues Ausstellungskonzept zur Thematik „Genuss zur Hansezeit“. Allerdings wird auch auf die Kosten verwiesen — zum einen für die musealen Teile (Gestaltung, Herstellung von Repliken, Ausstellungsmobiliar, Beleuchtung). Hinzu kämen Kosten für Aufsicht, Reinigung, Wartung der Technik, Werbung und Kassenbetrieb.

Kurzfristig werden keine großen Sprünge möglich sein, denn der städtische Haushalt ist für 2016 und 2017 beschlossen. Unabhängig davon sollen die Vorschläge weiter diskutiert werden.

Von Heiko Hoffmann

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