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Rocket Bike als Überraschungsexponat

Dorf Mecklenburg Rocket Bike als Überraschungsexponat

Die 25. Auflage des Oldtimer- & PS-Raritäten-Treffens erfüllte mit mehr als 2000 Besuchern alle Erwartungen

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Tolle Stimmung, wie immer unter Gleichgesinnten. Deshalb feiern wir hier auch unseren Geburtstag bei Musik, guter Laune und Feuerwerk.“ Ernst und Rolf Stephan (73), Barleben, Freunde der „Jawa Wings“

Dorf Mecklenburg. Da stand es nun, das futuristisch anmutende Gefährt in knallgelber Kompaktform, das stärkste und schnellste Motorrad der Welt und zum ersten Mal anlässlich der 25. PS-Raritätenschau im Kreisagrarmuseum Dorf Mecklenburg zu erleben. Es soll eine Schubkraft entwickeln, die 7000 PS entspricht und eine Geschwindigkeit von bis zu 640 km/h erreicht.

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Die 25. Auflage des Oldtimer- & PS-Raritäten-Treffens erfüllte mit mehr als 2000 Besuchern alle Erwartungen

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Die Fakten hören sich atemberaubend an und scheinen abseits normaler Vorstellungskraft für ein Zweirad zu liegen. „Damit fahren ist viel zu gefährlich, vielleicht auf einem Salzsee und dazu nur bei Windstille, da bleiben wir lieber bei unseren Gefährten aus den 1920er- und 1930er-Jahren“, fanden die beiden gestandenen Motorrad-Traditionspfleger Klaus Wandschneider und Willi Krieschbach aus Wismar. Bedenken wurden zudem laut, ob die Reifen die enormen Belastungen aushalten.

Letztendlich dürfte der nicht ungefährliche „Raketentreibstoff“ noch eine sicherheitsrelevante Rolle spielen. Immerhin wird das „Maschinchen“ dazu mit 98-prozentigem Hydrogen Peroxide, sprich Wasserstoffperoxid. betankt. Um diese Wahnsinnsbeschleunigung zu erreichen, werden zudem 14 Kilo davon verbraucht, pro Sekunde wohlgemerkt. Mit der Treibstoffbeschaffung dürfte der Besitzer und Geschwindigkeitsrekordhalter Gerd Habermann, genannt auch „King of Fire“, in Deutschland allerdings Probleme bekommen. Denn die zu beschaffende und zu benutzende Chemikalie unterliegt dem Kriegswaffenkontrollgesetz.

„Das besondere Exponat wird noch bis weit in den Herbst hinein zu sehen sein“, verspricht Museumsdirektor Falko Hohensee. Der hatte sich knapp ein Dreivierteljahr lang um das besondere Ausstellungsstück aus dem Jahre 2013 bemüht. Es wurde in den USA gebaut.

„Tolle Stimmung, wie immer unter Gleichgesinnten. Deshalb feiern wir hier auch unseren Geburtstag bei Musik, guter Laune und Feuerwerk“, zeigten sich Ernst und Rolf Stephan aus Barleben bei Magdeburg in Partylaune. Als Zwillingsbrüder sind sie mit 73 Jahren als Mitglieder der Motorradvereinigung „Jawa Wings“ aus Sachsen-Anhalt immer noch voller Enthusiasmus auf Achse unterwegs.

Erst vor 14 Tagen kehrten sie von einer Norwegentour mit Jawa-Treffen am Fjord zurück. Mehr als zehnmal sind sie inzwischen in Dorf Mecklenburg dabei. So wundert es nicht, dass die 16-köpfige Motorrad-Abordnung inklusive Soziusbegleitung einen der zehn Erinnerungspokale aus den Händen von Landrätin Kerstin Weiss (SPD) entgegennahmen. Weitere Ehrungen erhielten Willi Krieschbach und Klaus Wandschneider sowie Dieter Pollow aus Lübow für eine 25-jährige Teilnahmetreue.

Auch Manfred Krenz, der selbst den Verein Oldtimer Mecklenburg in Rostock gründete, nahm einen dieser zum Erinnerungsstück „veredelten“ Zylinderkolben als Trophäe mit nach Hause. Eine Würdigung erfuhren zudem für ständiges Engagement der Landmaschinenvertrieb Dorf Mecklenburg der dort ortsansässige Schrauber und Tüftler Christian Krause, Fleischermeister Georg Dargel sowie die Werbegemeinschaft MEZ Gägelow als langjähriger Sponsor. Am Schluss durfte die Landrätin den letzten Kolben-Pokal entgegennehmen.

Denn verschiedene Bereiche und Dienste des Landkreises Nordwestmecklenburg unterstützen seit Jahren diese Veranstaltung. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns wieder tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung der Oldtimerschau geholfen haben“, so Falko Hohensee, Direktor des Kreisagrarmuseums.

Hans-Joachim Zeigert

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