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Rostocker arbeitet am Faust-Bühnenbild

Wismar Rostocker arbeitet am Faust-Bühnenbild

Fridjof „Fiete“ Busse ist Theatermaler und stammt aus Wismar / Premiere ist am 7. Juli

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Ich werde den Teufel tun und Details verraten.“Fridjof Busse, Bühnenbildner

Wismar. Fridjof „Fiete“ Busse ist kein Unbekannter in Wismar. Auch weil sein Vater Dr. Burkhard Busse langjähriger Direktor der Wismarer Musikschule war. 1966 wurde er berufen, 1983 wurde Lita Brezmann sein Nachfolger. Nun kommt der Rostocker Fridjof Busse zurück nach Wismar und wird hier das Bühnenbild für die „Faust“-Aufführungen in St. Georgen gestalten. „Es ist ein schönes Gefühl, in der Heimatstadt etwas machen zu können“, sagt er. Er ist der erste Theatermaler im Volkstheater Rostock, setzt als solcher die Entwürfe der Bühnenbilder technisch und handwerklich um. Ein kreativer, fordernder Beruf.

 

OZ-Bild

Mit diesem Plakat werben die Organisatoren für „Faust“ und „Jedermann“ in Wismar. Die Festspiele beginnen am 7. Juli mit der „Faust“-Premiere in St. Georgen.

Quelle: oz

Angefangen hatte alles in Wismar im Kunstunterricht von Hans Mühlemann. „Bei dem habe ich zeichnen und malen gelernt“, erzählt Fridjof „Fiete“ Busse über den bekannten Kunstlehrer. Seit 1961 gab es die Abteilung „Bildende und Angewandte Kunst“ unter der Leitung von Mühlemann an der Wismarer Musikschule, manch einer seiner damaligen Schüler ist der Kunst treu geblieben. Auch Busse. Nach der klassischen Malerlehre bei der „PGH Wismar“ am Torney ging er 1987 als Theatermaler nach Rostock, lernte dort weiter, was einen guten Theatermaler ausmacht. Beispielsweise Material wie Marmor imitieren zu können — leicht und damit bühnenbildtauglich und gleichzeitig täuschend echt. Viel handwerkliches Wissen und Können, etwas Kunst und eine Prise Theatermagie.

Nach dem Arbeitsalltag im Volkstheater beschäftigt ihn seit Wochen der Wismarer „Faust“. „Man ist Monate im Voraus in der Planung für solch eine Theaterkulisse“, erklärt er. Bühnenbildner Falk von Wangelin und Regisseur Holger Mahlich erstellen mit Blick auf die Dramaturgie die Pläne, Skizzen und Modelle. Alles braucht Zeit zum „Wachsen“, oft auch einfach, um technisch trocknen oder abbinden zu können. „Wir nutzen Spezialfarben und besondere Theatermaterialien, aber auch normale Baustoffe aus dem Bauhandwerk“, erklärt Busse. „Die Farben verbrauchen wir eimerweise“, fügt er lachend hinzu.

Mit Falk von Wangelin als Bühnenbildner arbeitet er seit Jahren zusammen, die Störtebeker-Bühne in Ralswiek entstand gemeinsam. Als Modell ist das „Faust“-Bühnenbild längst fertig, in den Werkstätten entstehen erste plastische Zuarbeiten. Fridjof Busse erklärt: „Ich mache die ganze farbliche und plastische Gestaltung der Kulissen.“ Vieles entsteht dann in Wismar direkt in St. Georgen in Zusammenarbeit mit den Kollegen, aber auch den anderen Gewerken.

„Ich werde den Teufel tun und Details verraten“, so Fridjof Busse augenzwinkernd. „Die Überraschung und die Magie des Theaters muss erhalten bleiben.“ Und außerdem können die Wismarer selbst in St.

Georgen — die Kirche bleibt offen — den Bühnenaufbau verfolgen.

Faust und Jedermann

Faust und Jedermann — beide Stücke werden im dritten Jahr der Wismarer Festspiele in St. Georgen aufgeführt.

Faust hat am 7. Juli Premiere, Sascha Gluth wird den Faust spielen, Mario Ramos den Mephisto, Elinor Eidt das Gretchen.

Vom 28. Juli bis zum 7. August folgt dann der „Jedermann“ mit Gluth in der Hauptrolle und Reinhard von Hacht als Tod.

Karten und Infos unter festspiele-wismar.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Von Nicole Hollatz

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