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Sascha Gluth altert als Faust um 30 Jahre

Sascha Gluth altert als Faust um 30 Jahre

Der Schauspieler steht heute Abend in der Georgenkirche wieder auf der Bühne / Die OZ sprach mit ihm

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Mal eben um 30 Jahre gealtert ist Sascha Gluth dank Maske. Der bekannte Schauspieler verkörpert in Wismar in der St.- Georgen-Kirche den Faust.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar Der Schauspieler Sascha Gluth schlüpft heute Abend in der St.-Georgen-Kirche wieder in die Rolle des „Faust“. Er spielt in dem Klassiker von Johann Wolfgang von Goethe die Hauptrolle. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit dem Schauspieler, der auch bei den sich anschließenden Wismarer „Jedermann“-Festspielen die Hauptrolle verkörpern wird.

Ja, Faust macht Spaß.“Sascha Gluth, Schauspieler und Hauptdarsteller

Sie beherrschen den Text perfekt. Wie lange haben haben Sie dafür gebraucht?

Sascha Gluth: Ich habe vor einem Jahr begonnen, den Originaltext zu lesen. Hab das Buch immer wieder weggelegt, wieder gelesen, wieder weggelegt. Das Verständnis für die Geschichte wurde immer größer. Es war ein mühsames Vortasten.

Was fasziniert Sie am Faust?

Gluth: Es geht in dem Stück gleich ums Eingemachte. Der manische Faust, der am Mensch sein Verzweifelte, der alles wissen will und doch begreift, dass seine Zeit zu kurz ist. Ein Mann, der sich gleich am Anfang umbringen will. Faust ist eine Achterbahnfahrt. Man trifft einen Mann, vielleicht 60 Jahre alt, der sehr verzweifelt ist, weil er merkt, er hat keine Kinder, keine Familie, kein Geld. Er ist ein anerkannter Wissenschaftler, aber er hat begriffen, dass er nie alles wird erfahren können.

Sie spielen den alten und den jungen Faust. Welche Herausforderung ist das?

Gluth: Wir haben den alten Faust so Mitte/Ende 60 angelegt. Das heißt, ich bin 20 Minuten in der Maske. Wenn er dann 30 Jahre jünger wird, liege ich mit meinem eigenen Alter etwas drüber. (Sascha Gluth lacht). Aber es ist wirklich eine Herausforderung. Der alte Faust klingt zum Beispiel anders als der junge Faust.

Wie war in Ihrer Schulzeit die Begegnung mit Faust?

Gluth: Genauso wie bei heutigen Schülern. Ich habe mich gefragt: Hä?, auch wenn es deutsches Kulturgut ist. Nun habe ich ihn mit der Lebenserfahrung eines 45-Jährigen wieder gelesen und weiß, wieso es Kulturgut ist. Man braucht die entsprechende Lebenserfahrung, um ihn zu verstehen. Um so wichtiger ist es, dass man den Menschen das Stück mit solch einer Theatererfahrung näherbringen kann. Theater macht es möglich, dass man sich dem nicht einfachen Stoff nähert.

Das Ensemble hatte ein enges Zeitfenster für die Proben in Wismar. . .

Gluth: Ja, wir hatten effektiv nur vier Tage Zeit, in denen wir das, was wir seit Wochen in Berlin probten, in Wismar auf die Georgen-Bühne bringen konnten. Davon waren zwei Tage lang die Kleindarsteller von den Wismarer Werkstätten und die Musiker dabei. Das waren sehr lange und intensive Tage. Es hat alles sehr gut geklappt. Das Publikum dankt es uns mit ausverkauften Vorstellungen und viel Beifall am Ende unserer Aufführungen.

Interview von Nicole Hollatz

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