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Schüler spielen Goethes Faust

Wismar Schüler spielen Goethes Faust

Wismar Den Osterspaziergang aus Goethes Klassiker „Faust I“ zeigen die Abiturienten der Großen Stadtschule „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ auf der Showbühne der Hanseschau.

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Die Gymnasiasten der Großen Stadtschule Wismar malen als Teil der Szene in ihren weißen Staubschutzanzügen das Bühnenbild live, davor sitzt Frieda Morgner und liest in der Schulausgabe.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. Den Osterspaziergang aus Goethes Klassiker „Faust I“ zeigen die Abiturienten der Großen Stadtschule „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ auf der Showbühne der Hanseschau. Eine kleine Szene, frech mit Musik, Gesang, Tanz und dem Originaltext inszeniert, die Lust auf „Faust“ machen soll. Und vielleicht darauf, die große Inszenierung in der St.-Georgen-Kirche im Rahmen der Wismarer Festspiele zu besuchen. Auch deswegen wurde das Projekt jugendsprachlich mit „Who the Fuck is Faust?“ — umgangssprachlich übersetzt „Wer zum Teufel ist Faust?“ — ins Leben gerufen mit der Stadtschule als Kooperationspartner.

Die Hoffnung von Festspiel-Regisseur Holger Mahlich ging auf — die Schüler beschäftigten sich mit dem Unterrichtsstoff. Innerhalb von 14 Tagen haben sie nun den Osterspaziergang auf die Bühne gebracht. Svenja Kochems als Musik- und Deutschlehrerin, Juliane Umbreit als Kunstlehrerin und Schulsekretärin Kriemhild Gilles als Fachfrau für die Tanzchoreografien arbeiten mit den Schülern und „entstauben“ das Stück so gemeinsam.

Die kleine Szene wird am heutigen Donnerstag zur Eröffnung der Hanseschau vor vielen prominenten Gästen gezeigt. Holger Mahlich war zur Generalprobe in der Stadtschule dabei. „Ich werde mit den Schülern am Donnerstag und Freitag bei der Hanseschau weiter am Stück arbeiten“, so der Regisseur.

Er staunte nicht schlecht über das, was ihm bei der Generalprobe geboten wurde. Während Jona Farnow und Julius Lingstaedt als Faust und Wagner spazieren, über den Pudel philosophieren — „Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“ —, malen die Mitschüler in ihren weißen Staubschutzanzügen das Bühnenbild live. Davor sitzt Frieda Morgner und liest in der Schulausgabe des „Faust“, so wie viele Schüler es vor ihr gemacht haben und nach ihr machen müssen. „Da habt ihr euch was vorgenommen“, kommentierte Holger Mahlich das bisherige Textskript. Denn die Schüler werden nach dem Osterspaziergang auf der Hanseschau weiterarbeiten am Stück. Im Mai wollen sie es in der Schule zeigen, im Sommer dürfen sie damit auf der großen Festspielbühne in St. Georgen einmal auftreten.

Holger Mahlich hat seine eigene Affinität zum Schultheater: „Ich wollte eigentlich Mathe und Physik studieren, hab aber beim Schultheater mal mitgemacht.“ Da wurde er zum kleinen Star.

Das naturwissenschaftliche Studium war vergessen, Mahlich studierte an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg Schauspiel und ist seitdem eine bekannte Größe bei Theater, Film und Fernsehen. Die Wismarer Stadtschüler lud er spontan ein, einem Tag den Proben der Profis in Berlin beizuwohnen. Aber vorher haben sie die Chance, vom Profi auf der Hanseschau zu lernen und sich mit seiner Hilfe weiterzuentwickeln. Auch immer live vor Publikum.

Am Donnerstag und Freitag kommen viele Klassen zur Hanseschau, die Schüler können bei den Proben der Stadtschüler zuschauen und zuhören und so ein bisschen „Faust“ für die nächste Deutschklausur mitnehmen.

Festspiele

Faust und Jedermann — beide Stücke werden im dritten Jahr der Festspiele in St. Georgen aufgeführt. „Faust“ hat am 7. Juli Premiere, Sascha Gluth wird den Faust spielen, Mario Ramos den Mephisto, Elinor Eidt das Gretchen. Vom 28. Juli bis zum 7. August folgt dann der „Jedermann“ mit Gluth in der Hauptrolle und Reinhard von Hacht als Tod. Karten und Infos unter

festspiele-wismar.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen.

OZ

Von Nicole Hollatz

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