Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
St.-Georgen-Kirche soll neue Orgel erhalten

Wismar St.-Georgen-Kirche soll neue Orgel erhalten

Stadt und Stiftung erarbeiten die Ausschreibung für Projektideen. Experten favorisieren ein Instrument auf der Grundlage von Teilen einer Sauer-Orgel aus Leipzig.

Voriger Artikel
Schräges Programm mit Ilja Richter
Nächster Artikel
St.-Georgen-Kirche soll neue Orgel erhalten

Die Orgel der Nikolaikirche in Leipzig. Die wichtigsten Teile, die nach deren Erneuerung eingelagert wurden, könnten auf Empfehlung von Orgelexperten in der Wismarer Georgenkirche zu einem neuen Instrument zusammengeführt werden.

Quelle: Florian Leitner

Wismar. Nachdem die Arbeiten am Turm von St. Georgen beendet sind, rückt nun das Vorhaben einer neuen Orgel wieder stärker in den Blick. Vor fast vier Jahren hatte die Bürgerschaft beschlossen, die Möglichkeit eines Orgelneubaus in der Georgenkirche zu berücksichtigen. Ihre Orgel aus dem Jahr 1925 war zum Ende des Zweiten Weltkriegs bei einem Bombenangriff zerstört worden.

Die Stadtverwaltung soll jetzt gemeinsam mit der Orgelstiftung St. Georgen, einer kirchlichen Stiftung bürgerlichen Rechts, die Ausschreibung für Projektideen für die zu beschaffende Orgel und deren Aufstellung erarbeiten. In die Ausschreibung sollen die baulichen und denkmalpflegerischen Besonderheiten der Georgenkirche einbezogen werden.

Das Vorgehen ist zwischen Stadt und Orgelstiftung abzustimmen, letztere möchte nach ihrem Stiftungszweck die Kosten für die Beschaffung und Unterhaltung der Orgel tragen. Das Kuratorium der Stadtkirchenstiftung der Hansestadt Wismar ist an dem Prozess ebenfalls zu beteiligen.

Zu diesem weiteren Vorgehen hat die Bürgerschaft in ihrer letzten Sitzung des vergangenen Jahres einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Fraktion FDP/Grüne hatte das Thema auf die Tagesordnung gebracht. Im Laufe der Debatte schlossen sich die Christdemokraten dem Antrag an.

Die Orgel für die Georgenkirche wird von Experten aus Rostock, Malchow, Schwerin und Dresden unter der Leitung von Wismars Kirchenmusikdirektor Eberhard Kienast geplant. Das neue Instrument könnte beispielsweise bei großen Konzerten wie derzeit mit dem Sinfonieorchester des NDR zum Einsatz kommen.

Die Fachleute favorisieren laut Orgelstiftung einen Entwurf auf der Grundlage von Teilen des ehemaligen Orgelwerks aus der Nikolaikirche in Leipzig. Es wurde 1903 von Wilhelm Sauer erbaut und vor einigen Jahren durch ein neues ersetzt. Die wichtigsten und wertvollsten Teile der Sauer-Orgel wurden eingelagert. Sie stehen laut Stiftung zur Verfügung, um in der Wismarer Georgenkirche zu „einem neuen großartigen Instrument“ zusammengeführt zu werden. Die neue Orgel werde einen romantischen Klang haben und nach Auffassung der Fachleute die größte Orgel entlang der Ostseeküste zwischen Kiel und dem polnischen Szczecin sein.

Als Standort schlagen die Experten die Westwand von St. Georgen vor. Es ist der typische Orgelstandort in Kirchen. Hier sei deshalb ein optimales Klangergebnis der neuen Orgel zu erwarten. Der Entwurf sieht ferner vor, dass sowohl oben an der Orgel als auch unten im Kirchenschiff ein Spieltisch entstehen soll. So kann der Organist auch von unten die Orgel beispielsweise zusammen mit einem Orchester oder mit einem Chor spielen.

Da das ursprüngliche Gehäuse der Sauer-Orgel in Leipzig blieb, haben die favorisierten Orgelbauwerkstätten bereits eine neue, extra für die Georgenkirche in Wismar konzipierte Orgelfassade entworfen.

Laut Eberhard Kienast gibt es die berechtigte Hoffnung, dass in St. Georgen in zehn Jahren eine neue Orgel erklingen könnte.

Zustifter und Spender für Orgel gesucht
Am 10. November 2010 haben Mitglieder und Freunde des Förderkreises St. Georgen zu Wismar e. V. sowie der Verein selbst die Orgelstiftung St. Georgen zu Wismar gegründet und mit einem Startkapital von 100000 Euro ausgestattet.



Zweck der Stiftung sind Planung, Finanzierung und Ausführung des Orgelneubaus sowie die Erhaltung des Instruments. Dafür sucht die Stiftung weitere Zustifter und Spender.

• Mehr Infos im Internet: www.georgenkirche.de/Orgelstiftung



Am 31. März 2011 fasste die Bürgerschaft den Grundsatzbeschluss, „bei allen weiteren Baumaßnahmen und Einrichtungsmaßnahmen in der St.-Georgen-Kirche die Aufstellung einer neuen Orgel möglichst nah an ihrem ursprünglichen Ort zu berücksichtigen.“

 



Haike Werfel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wismar
Die Orgel der Nikolaikirche in Leipzig. Die wichtigsten Teile, die nach deren Erneuerung eingelagert wurden, könnten in der Wismarer Georgenkirche zu einem neuen Instrument zusammengeführt werden.

Die Wismarer Stadtverwaltung und die Stiftung erarbeiten die Ausschreibung für Projektideen. Pläne von Experten liegen bereits vor.

mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.