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Stehende Ovationen bei Premiere der dritten Jedermann-Saison

Wismar Stehende Ovationen bei Premiere der dritten Jedermann-Saison

380 Gäste in St. Georgen / Fünf Vorstellungen stehen noch auf dem Programm

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Jedermann (Sascha Gluth, r.) erschrickt, als aus seinem Tresor als Mammon (Andreas Conrad) sein personifizierter Reichtum kommt. Ein schönes Symbol – Jedermann als Marionette des Mammons. Fotos (5): Nicole Hollatz

Wismar. Es dreht sich wieder: das riesige Jedermann-Rad in St. Georgen. Zusammen mit dem auslaufenden Sand das Symbol für Jedermanns ablaufende Lebenszeit. In seiner dritten Saison lockt das große zeitlose Spektakel der Wismarer Festspiele vom „Sterben des reichen Mannes“ die Menschen in die Kirche.

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380 Gäste in St. Georgen / Fünf Vorstellungen stehen noch auf dem Programm

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Heute Abend, am kommenden Donnerstag, Freitag und Sonnabend, jeweils um 19.30 Uhr, sowie am 7. August um 16 Uhr wird der „Jedermann“ aufgeführt. Karten gibt es in allen Service-Centern der OSTSEE-ZEITUNG, über die Ticket-Hotline 01805/700733 und unter www.reservix.de.

Zur Premiere am Donnerstagabend waren es mehr als 380, die mit stehenden Ovationen und minutenlangem Applaus dem Ensemble dankten. „Es war wie mit einer heißen Nadel mit nur einer sehr intensiven Probe zwischen Faust und Jedermann, aber es war sofort alles wieder da“, dankte Andreas Conrad (Mammon, Spielleiter) dem Regisseur Holger Mahlich.

Die Befürchtung des Festspielteams, dass die Besucherzahlen im dritten Jedermann-Jahr nach unten gehen könnten, scheinen sich nicht zu bestätigen. „Wir hatten uns das jedes Jahr vorgenommen. Im ersten Jahr hatten wir keine Karten mehr bekommen, im zweiten Jahr auf Freunde gewartet, die mitkommen wollten. Und nun hat mein Mann uns die Karten zum Hochzeitstag geschenkt, damit wir das nicht wieder verpassen“, erzählte Margot Hänzel (67) aus Wismar in der Pause und schwärmte von dem, was sie bis dahin zu sehen bekommen hatte: „Der Eintrittspreis ist absolut gerechtfertigt!“ Dabei kamen die intensiven Bilder noch.

Angefangen mit Robert Glatzeder als Teufel, der für viele Lacher sorgte. „Ich wusste gar nicht, wohin ich gucken sollte“, kicherte eine Frau aus dem Publikum nach seinem Abgang. Der Grund ist sein Ganzkörperkostüm, bei dem der teuflische Klumpfuß nicht das auffälligste körperliche Merkmal ist. Die Unterschiede der diesjährigen Aufführung zur Inszenierung der beiden Vorjahre sind minimal.

Ein neues Gesicht auf der Bühne ist Frank Markwardt vom Hansekontor. Er gehört eigentlich zu den emsig Engagierten hinter der Bühne. Und es scheint, als wenn die Hauptdarsteller nach den intensiven „Faust“-Vorstellungen nun den „Jedermann“ wesentlich befreiter spielen. Ob es 2017 den „Jedermann“ wieder geben wird, ist noch offen. „Das müssen die folgenden Vorstellungen zeigen“, so Andreas Conrad. Bis zum 7. August wird das Stück noch in St. Georgen aufgeführt, Karten gibt es noch (siehe Infokasten).

Fest steht, dass die Wismarer Festspiele nach drei Jahren weiter wachsen werden und wollen. Conrad: „Es gibt eine neue Inszenierung, aber mehr verraten wir noch nicht.“ Alles sei wie immer eine Frage der Finanzierung. „Wir haben als Team alle unglaublich viel Enthusiasmus und Engagement, aber ohne die Sponsoren und hoffentlich auch endlich mal Hilfe aus der Landespolitik klappt das nicht“, sagt er. Denn das, was die Wismarer Festspiele als Verein bisher gerade zum Thema kulturelle Bildung, Inklusion und Barrierefreiheit geschaffen haben, strahle von Wismar aus deutschlandweit.

Nicole Hollatz

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