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Talentierte Künstlerfamilie stellt Schmuck und Grafiken aus

Wismar Talentierte Künstlerfamilie stellt Schmuck und Grafiken aus

Unter dem Namen „Wippermann und Söhne“ stellt eine Künstlerfamilie in der Galerie Hinter dem Rathaus ihre Werke aus.

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Das kreative Trio: Oscar (links) und Moritz mit Andrea Wippermann in ihrer Ausstellung „Wippermann und Söhne“ in der Galerie Hinter dem Rathaus in Wismar. FOTOS (3): NICOLE HOLLATZ

Wismar. Talent scheint doch erblich zu sein. Oder warum ist die Wahrscheinlichkeit, als Sohn oder Tochter einer Künstlerin selbst in die Kunst zu gehen, so hoch? Andrea Wippermann ist der Beweis. Ihre beiden Söhne Moritz und Oscar machen Kunst. Jeder für sich, ohne die Mutter nachahmen zu wollen oder sich in ihrem Schatten zu verstecken. Das wunderbare Wagnis einer dreifachen Wippermannschen Ausstellung, einer Familienausstellung, ist gelungen.

OZ-Bild

Unter dem Namen „Wippermann und Söhne“ stellt eine Künstlerfamilie in der Galerie Hinter dem Rathaus ihre Werke aus.

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Auch wenn der Ausstellungstitel „Wippermann und Söhne“ an alte Fabrikantengenerationen erinnert – an Fließbandarbeit erinnern die Arbeiten der drei nicht. Andrea Wippermann, Jahrgang 1963, hat eine Ausbildung zur Edelmetallfacharbeiterin im VEB Ostsee-Schmuck, Ribnitz-Damgarten, gemacht und danach auf der renommierten Burg Giebichenstein studiert, wo sie auch erste Lehrerfahrung sammelte. Seit dem Jahr 2000 ist sie freischaffend als Künstlerin, seit 2007 Professorin für Schmuckgestaltung an der Hochschule Wismar.

„Metall muss zum Schwingen kommen, muss lebendig werden“, beschreibt sie ihren derzeitigen künstlerischen Ansatz in den Arbeiten. Sie hat Fantasieinsekten geschaffen. Den „rotäugigen Lupus Aviator“

aus Edelstahl mit Korallenperlen und Textil beispielsweise. Das Metall ist dünn geschlagen, so dass es bei der kleinsten Berührung vibriert. „Als würden die Beinchen krabbeln oder die Flügel gleich losfliegen“, beschreibt die Künstlerin. Wie mag es wirken, wenn die großen Kettenanhänger wirklich auf einer weiblichen, atmenden Brust platziert werden? „Die Ketten sind zum Tragen gedacht. Man kann sie sich natürlich auch hinhängen im Zimmer und dann, wenn man Lust hat, mit ihnen spazieren gehen.“

Ganz anders die farbigen Halskreationen aus leuchtend emailliertem Stahl. Die Werksnamen passen: „7 Kugeln Eis“, „9 Kugeln Eis“. „Eine Hommage an den Sommer und die Eisesser!“, lacht die Künstlerin.

Schmuck wie die Mutter und doch ganz anders zeigt Oscar Wippermann, Schmuckdesignstudent aus Düsseldorf. Ein bisschen Punk, ein bisschen Totenkopf, ein Stein im Ring gehalten von Krallen, dazu die fast braven „Häuser-„ und „Kirchenringe“, inspiriert von der hiesigen Backsteingotik und den Prachtgiebeln.

„Ich mag klassische Materialien und verziere gerne Oberflächen“, erzählt er selbst über seine Ringe und Abzeichen. Beeindruckend seine Schachfiguren, die im Schaufenster der Galerie stehen.

Beeindruckend auch das, was Moritz Wippermann malt – Aquarelle mit comicartiger Leichtigkeit und der aufsaugenden Dichte guter Straßenfotografie. Szenen aus Havanna und aus England hängen neben bekannten Touristenmotiven aus Wismar. Seine Linoldrucke sind der gelungene Beweis dafür, dass zur guten Schwarz-Weiß-Abbildung mehr als nur das Weglassen von Farbe gehört. Der junge Mann studiert Kommunikations-Design und Medien an der Hochschule Wismar.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. November in der Galerie Hinter dem Rathaus in Wismar zu sehen, dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Nicole Hollatz

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