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Tanz und Theater im Welt-Erbe-Haus

Wismar Tanz und Theater im Welt-Erbe-Haus

Die Geschichte von Wismar wird am Sonnabend interessant in Szene gesetzt / Kostenlose Führungen am Sonntag

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Theater im Welt-Erbe-Haus: Steffen Czech, Sara Marie Engelhard, Max Dannenberg und Luisa Dallmeyer (v. l.) bei den Proben. Fotos (2): Nicole Hollatz

Wismar. Am 4. und 5. Juni lädt die Stadtverwaltung mit interessanten Aktionen ins Welt-Erbe-Haus in der Lübschen Straße ein. Zum Unesco-Welterbetag soll Welterbe erlebbar(er) werden. Dafür werden die Darsteller um Regisseur Lars Maué und Choreografin Johanna Kanka-Maué sorgen. Sie führen mit Musik, Theater und Tanz durch das Haus mit seiner wechselvollen Geschichte.

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Die Geschichte von Wismar wird am Sonnabend interessant in Szene gesetzt / Kostenlose Führungen am Sonntag

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Angefangen von der Entstehungszeit des Hauses. Schauspieler Steffen Czech verwandelt sich in den Kaufmann im Jahre 1370, der sehnsüchtig auf das Schiff mit Waren wartet. Auch Max Dannenberg wartet auf das Schiff, als Mann der Kirche mit aufgehaltener Hand.

„Wir erzählen aus der Hochzeit der Hanse, von den sehr reichen Kaufleuten und der Piraterie“, erklärt Regisseur Lars Maué. Luisa Dallmeyer verwandelt sich in den „Hausgeist“. Tanzend nach der Choreografie von Johanna Kanka-Maué bewegt sie sich durch die Räume des Welt-Erbe-Hauses und zieht die Besucher mit sich. „Die Gäste werden zu Zeitreisenden“, verspricht Lars Maué.

Der nächste Halt ist Ende des 17. Jahrhunderts. Max Dannenberg, Sara Marie Engelhard und Steffen Czech tragen nun Rüschen und sprechen über die Umgestaltung des Hauses.

Beeindruckend, wie die 17-jährige Sara einen Zeitzeugenbericht der Pulverturm-Explosion vorträgt, so als wäre sie selbst dabei gewesen. „Der Bericht kommt aus Mainz“, erklärt Lars Maué, aber ähnlich wird es in Wismar 1699 gewesen sein, als 700 Tonnen Pulver explodierten und viele Häuser beschädigt oder gar zerstört wurden. Beim Welt-Erbe-Haus fehlte die Fassade.

Ein großer Schritt in die Zeit der DDR, als sich im Hause der Kulturbund befand. „Der 15. Juni 1953, Johannes R. Becher sollte nach Wismar kommen, kam nicht, wir wissen nicht genau, wieso. Das ist schon in der Geschichte versunken“, erzählt Lars Maué von den schwierigen Recherchen. Becher war als Autor ins Haus geladen, 50 Gäste warteten. Mit künstlerischer Freiheit entspannen die Darsteller ihre eigene Version der kleinen Anekdote.

Der Dichter und erste Präsident des Kulturbundes der DDR hatte eine Reifenpanne, der 17-jährige Max Dannenberg wird mit angeklebtem Spitzbart zum Leiter des Kulturbundes in Wismar und hat nun die Aufgabe, für „Ersatz“ zu sorgen.

Wunderbar unterhaltsam mit Augenzwinkern und gut pointierter Situationskomik. „Mir passieren keine Fehler“, sagt der Wismarer Genosse. Ein russischer Offizier, der ihn auf die Probleme aufmerksam macht, kontert: „Ich habe immer Recht!“

Lars Maué: „Die Grundidee war, dass wir zu den Ereignissen um das Haus Szenen entwickeln.“ Dazu Live-Musik, Geräusche, Klangcollagen und Textaufnahmen von Duncan Ó Ceallaigh und immer wieder Luisa als guter Hausgeist, als Tänzerin, die in jeder Epoche ein Kleidungsstück mehr bekommt und sich so weiterentwickelt. Wie das Haus.

Veranstaltungen am 4. und 5. Juni

Am Sonnabend gibt es erstmals eine Welterbe-Nacht von 18 bis 22 Uhr im Welt-Erbe-Haus in der Lübschen Straße und auf dem malerischen Hof.

Um 18.50 Uhr wird eine Ausstellung zum Welterbe in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet, die nur an dem Wochenende zu sehen ist.

19.30 Uhr hat das Theaterstück „Aufdeckungen“ seine Premiere. Ein weiteres Highlight wird die musikalische Begleitung sein, zu Gast ist das Trio „The Marching Saints“. Die Jazzband aus Rostock spielt Dixieland und Swing.

Am Sonntag , dem Welterbetag, gibt es weitere Aktionen. Beispielsweise die Möglichkeit, mit dem Bus nach Stralsund zu fahren – die Tagestour kostet 15 Euro, Buchungen in der Tourist-Information. Diese ist auch Treffpunkt für kostenlose Stadtführungen um 10 Uhr, 10.30 Uhr und 14 Uhr. Um 11 Uhr wird am St.-Marien-Kirchhof das Bronzemodell „Marienkirchhof um 1880“ übergeben. Um 11 und um 14.30 Uhr wird es dazu weitere Vorstellungen der „Aufdeckungen“ geben.

Nicole Hollatz

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