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Wismar Viel Enthusiasmus und etwas Chaos

Rund 100 Jugendliche bringen im Wismarer Theater „Hairspray“ auf die Bühne

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Hut ab, was Jugendliche da auf die Beine stellen. Rund 100 Schüler machen vor, auf und hinter der Bühne beim großen Musical „Hairspray“ mit und zeigen ihre eigene Version.

Quelle: Foto: Nicole Hollatz

Wismar. Die rund 100 Jugendlichen um den Wismarer Gymnasiasten Anh Khoa Tran machen Mut – beachtlich, was sie von sich aus und ohne „erwachsenen Richtungsweiser“

auf die Beine gestellt haben in den letzten Monaten. Anh Khoa Tran (14) ist Regisseur, Produzent und Darsteller. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. „Und ja, ich schlafe auch noch“, sagt er lachend.

Die Endphase der Proben zum Wismarer „Hairspray“-Musical waren spannend. Werden die Texte sitzen? Werden die Tänzerinnen und Tänzer, die Sängerinnen und Sänger wissen, wann sie dran sind, wann und wie ihr „Abgang“ ist? Wird es ansteckende Lachanfälle bei der Liebesszene geben? „Es ist noch sehr chaotisch“, meint Hauptdarstellerin Anna Konertz bei einer der letzten Proben. Die 18-Jährige spielt die Hauptrolle im bekannten Musical – die übergewichtige Schülerin Tracy Turnblad will in der Show des Lokalfernsehens mittanzen. Aber dort tanzen nur die Dünnen. Und zu denen gehören weder Tracy noch Anna.

Paul Schulz (14, Goetheschule) spielt Link Larkin, den jungen Star der Show. „Ich habe durch das Projekt viele neue Menschen kennengelernt“, erzählt er und fügt hinzu, dass er die Musik privat nicht hören würde. „Aber so isses cool.“ Und wichtig. Zwischen den fetzig gesungenen und getanzten Musikstücken werden Themen wie Vorurteile, Toleranz, Rassismus oder Zivilcourage behandelt. Im Jahr 2017 in Wismar genauso wichtig wie 2002 in New York, wo das Stück seine Premiere feierte, und 1962 in Baltimore, wo das Musical zeitlich und örtlich angesiedelt ist. „Hairspray“ war bereits mehr als 2500-mal am Broadway in New York zu sehen und 1000-mal in London. Ein Jahr lang wurde es auch in Köln gezeigt. Nun folgt Wismar – am 15 und 16. Juni werden die Jugendlichen das Stück aufführen.

„Es gab schon Zeiten, wo ich mich mehr auf die Proben konzentriert habe als auf die Schule“, erzählt Anna Konertz, die gerade ihre schriftlichen Abiturprüfungen hinter sich hat. Die großen Proben fielen genau in ihre Prüfungszeit. „Man muss einfach den Tag entsprechend koordinieren, dann bekommt man das hin“, sagt sie. Tanzen und Singen sind ihr Ding. Sie hat schon Musicalworkshops an der „Stage-School“ in Hamburg absolviert. Ihr Traum: Musical-Darstellerin oder Schauspielerin werden. Von dem, was die Wismarer Schüler gemeinsam auf die Bühne bringen, ist sie begeistert, trotz der mitunter chaotischen Proben. „Es machen so viele verschiedene Jugendliche mit, unterschiedlich alt und mit verschiedenen Charakteren. Dadurch sind wir sehr kreativ. Es ist eine ganz eigene Version des Musicals entstanden.“ Sieben Monate Arbeiten und Proben – wie schaffen Jugendliche wie Anh Khoa Tran das? „Mit Motivation und Spaß an der Sache. Es ist total toll zu sehen, wie so viele sich engagieren.“

Und es werden immer mehr: Chor, Tänzer, Musiker der Wismarer Big Band. Regie führt Isabel Kühl. Die Sänger hat Anh Khoa Tran gecoacht, Anna Konertz die Choreografien entwickelt. Die Kostüme entstanden unter der Federführung von Uy Nguyen Thao. Die Bühnenbilder waren ein großes Gemeinschaftsprojekt.

Und zwar für den guten Zweck: „Alle Einnahmen werden an soziale Projekte in Entwicklungsländern gespendet. In Vietnam zum Beispiel haben wir vor, für Waisenhäuser zu spenden“, erzählt Anh Khoa Tran.

Karten für die beiden Vorstellungen im Wismarer Theater am 15. und 16. Juni, jeweils um 18.30 Uhr, gibt es im Service-Center der OSTSEE-ZEITUNG (Mecklenburger Straße 28), in der Tourist-Information und im Internet unter www.eventim.de.

Nicole Hollatz

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