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Wismar Viele Gäste und wenig Wind beim Drachenfest im Bürgerpark
Mecklenburg Wismar Viele Gäste und wenig Wind beim Drachenfest im Bürgerpark
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00:00 04.10.2014
Heiß begehrt bei den Kindern war die Hüpfburg der OSTSEE-ZEITUNG im Wismarer Bürgerpark. Über 3000 Kinder, Eltern und Großeltern waren gestern zum Drachenfest gekommen. Fotos (7): Nicole Hollatz
Wismar

Über 3000 Kinder, Eltern und Großeltern pilgerten gestern zum Bürgerpark, um beim traditionellen Drachenfest, das von der OSTSEE-ZEITUNG und Hansestadt Wismar zum Tag der Deutschen Einheit organisiert wurde, dabei zu sein. Aber den Wind hatte jemand vergessen einzuladen. Bei optimistisch geschätzten zwei Windstärken gehörte schon ziemlich viel Geschick dazu, den Drachen in die Luft zu bekommen.

Keine Chance für die große Krake von Roland Welti. Der 58-Jährige von der Hamburger Drachengruppe kämpfte lange mit ihr. „Ich gebe auf“, meinte er schließlich. Drei Windstärken bräuchte er. Das bisschen Wind von gestern hob den Großdrachen zwar immer mal wieder an und ließ ihn mit seinen langen Krakenarmen über den Rasen tanzen, aber so richtig in die Luft wollte er nicht. „Ich bin durch meinen Sohn wieder auf das Drachen steigen gekommen“, erzählt Roland Welti beim Vorbereiten der vielen Schnüre, die an solch einem riesigen Drachen hängen. Das ist schon 25 Jahre her. Vater und Sohn und der ganze Rest der Familie sind dem Hobby, das längst zur Leidenschaft wurde, treu geblieben. Egal, wie schlecht der Wind gerade ist.

Dabei ist alles eine Frage der richtigen Technik, wissen alte Drachenfans. Mit dem Wind im Rücken und dem richtigen Spiel aus Schnur geben und wieder anziehen geht es ganz leicht, vorausgesetzt, man erwischt eine kleine Böe. „Jetzt lauf, schnell, schneller, gib Schnur“, rief Kristin Wittkowski (32) aus Schwerin ihrer Tochter Pia (7) immer wieder zu. Einige Anläufe mussten die beiden so unternehmen, bis der Drache sich in die Lüfte erhob. Um kurze Zeit später wieder die Erde zu knutschen. So wurde das Drachensteigen für viele Kinder zur Laufherausforderung.

Genauso für manch einen Erwachsenen — meist Väter oder Großväter. Denen sah man den Spaß und die Erinnerung an die eigene Kindheit oft an. „Wir sind jedes Jahr hier, Drachen steigen lassen macht einfach Spaß“, so Karl-Heinz Lemke (61). Enkelin Frieda Roser (9) aus Wismar war mit dabei und hatte fast genauso viel Spaß wie der Opa. Ob ihr Drache mal fliegen würde oder nicht, war Celina Neubauer noch recht egal. Hauptsache bunt und mit viel Liebe und Mamas Hilfe gebastelt. Am Stand von Familie Zabel konnten die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen, die Fachleute vom Wismarer Bastelladen und selbst Drachenfans gaben wertvolle Hinweise, wie solch ein Drache entstehen könnte. Dazu verkauften sie natürlich fertige.

Die Profis aus den verschiedenen Vereinen wie den „Rostocker Drachenstrolchen“ oder den „Fleigend Fischköpp“ aus Nordwestmecklenburg oder eben den Hamburgern hatten natürlich verschiedene Drachen für verschiedene Windsituationen im Gepäck, so dass doch erstaunlich viel los war im Himmel über dem Bürgerpark.

Mit Hüpfburgen, Schminkstand, Puppentheater, Kleinkinderkarussell und vor allen Dingen zwei Feuerwehren vor Ort wurden aber auch Alternativen zum Windfrust geboten. Beim Puppentheater spielte natürlich ein Drache die Hauptrolle — Kasimir. Der erschrak mit seinen spitzen Zähnen Kinder und Kasperle, nur die Oma hatte keine Angst, sondern ihre Brille vergessen.



Nicole Hollatz

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