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Galeristin Kristine Hamann ist international tätig – Fassade des gotischen Baus an der Schweinsbrücke saniert

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Galeristin Kristine Hamann im Schaufenster ihrer Galerie in Wismar.

Quelle: Fotos: T. Langemann (1), K. Hamann (2), Tanja Maria Ernst (1)

Wismar. Präsent sein, ein Gespür für die Strömungen des zeitgenössischen Kunstmarkts entwickeln und Netzwerken mit Fingerspitzengefühl – das zählt zum unabdingbaren Rüstzeug von Kristine Hamann. Die 37-jährige Galeristin aus Wismar ist mittlerweile auf dem internationalen Kunstmarkt tätig, hat ihre Basis jedoch in der Hansestadt. Ihre 2011 eröffnete Galerie an der Schweinsbrücke reiht sich ein in das denkmalgeschützte Stadtensemble. Die Fassade des 600 Jahre alten gotischen Baus – mit der Galerie im Erdgeschoss – wurde kürzlich saniert.

OZ-Bild

Galeristin Kristine Hamann ist international tätig – Fassade des gotischen Baus an der Schweinsbrücke saniert

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Wer die Galerie besuchen

möchte, ruft am besten vorher an,

☎ 01 76/34 96 83 36. Weitere

Infos: www.kristine-hamann.de

Der rote Fa- den bei Kristine Hamann ist die Schnittstelle zwischen Realismus und Abstraktion.“Kirk Sora, Künstler

Auch in den Innenräumen der Galerie spürt man Aktivität: Es laufen die Vorbereitungen für die nächste große Einzelausstellung, die am Sonnabend, dem 20. August, ihre Pforten öffnet. Die farbgewaltigen Werke der aus Stuttgart stammenden Künstlerin Tanja Maria Ernst – verwandt mit Maler Max Ernst – entführen den Betrachter in eine Welt aus verschüttet geglaubten Erinnerungen und imaginierten Geschichten, die von der Ursprünglichkeit allen Lebens und der Einmaligkeit des menschlichen Seins erzählen. Die Schwäbin hat eine Ausbildung zur Goldschmiedin, Formgeberin und Schmuckdesignerin absolviert und bereits mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen realisiert.

Doch nicht nur Kunstbegeisterte kommen in der Galerie auf ihre Kosten: Ab den Herbstmonaten können sich Musikfans wieder auf stimmungsvolle und hochkarätige Konzerte freuen.

Bürgermeister Thomas Beyer ist angetan von dem Wirken und sagt: „Die Galerie Kristine Hamann ist ein Zugewinn für die Stadt Wismar mit überregionaler Ausstrahlung.“

Sie arbeitet mit 17 Künstlern zusammen – regionale wie internationale, mit langjähriger Erfahrung oder Nachwuchstalente. „Wichtig ist, dass der Künstler in das Profil der Galerie passt“, erklärt Kirk Sora. Der Künstler aus Bobitz kennt Kristine Hamann seit etwa zehn Jahren. „Wir sind über die Jahre zusammengewachsen.“ Der gebürtige Niedersachse erklärt: „In erster Linie muss die Arbeit eines Künstlers in die rote Linie einer Galerie passen, es muss Sinn ergeben.“ Ist dieses Kriterium erfüllt, ist es für eine längere Zusammenarbeit wichtig, dass auch die persönliche Ebene passt und die Werke des Künstlers Abnehmer finden. „Das Vertrauen muss einfach stimmen“, sagt Sora, der mit seiner abstrakten Fotografie einen Bauteil zum Gesamtkonzept der Galerie beiträgt. „Der rote Faden bei Kristine Hamann ist die Schnittstelle zwischen Realismus und Abstraktion.“

Anfang Juli präsentierte sich Hamann auf der renommierten „Art Bodensee“. Neben Sebastian Menzke, dem diesjährigen Preisträger des Kunstpreises der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe, Sven Ochsenreither, Stefan Kratz, Heinke Both und Kirk Sora, die ihrer Galerie teils seit Jahren die Treue halten, fand auch Newcomer Pablo Benzo im österreichischen Dornbirn große Beachtung. Die „Art Bodensee“ ist eine exklusive Salonmesse für moderne und zeitgenössische Kunst mit rund 60 handverlesenen internationalen Galerien. Und Exklusivität meint in diesem Fall nicht das Preisgefüge, sondern die unmittelbare Nähe zur Kunst, den direkten Kontakt zwischen Galeristen und Sammlern. Mit Erfolg: Kristine Hamann konnte auf dem Event etliche Kunstinteressierte für die Arbeiten „ihrer“ Künstler begeistern und diese als neue Kunden gewinnen. Die meisten Käufer werden von der Galeristin übrigens persönlich mit dem erstandenen Werk beliefert – ein Ausdruck von Wertschätzung sowie Kontaktpflege auf Augenhöhe.

Die 17 Künstler der Galerie Kristine Hamann

Pablo Benzo: 1982 in Santiago de Chile geboren, arbeitet seit 2013 in Berlin.

Heinke Both: 1964 in Bad Oldesloe geboren, 2015 Preisträgerin Heise Kunstpreis 2015 (Dessau-Roßlau).

Tanja Maria Ernst: 1972 in Stuttgart geboren, war von 1997 bis 2003 an Akademie der Künste in Stuttgart.

Jens Hausmann: 1964 in Meiningen (Thüringen) geboren, studierte Bildhauerei und Malerei in Dresden.

Christian Henkel: 1976 in Rudolstadt (Thüringen) geboren, Meisterschülerstudium bei Monika Brandmeier.

Christofer Kochs: 1969 geboren in Osnabrück, verschiedene Lehraufträge z.B. an der Universität Dortmund der Alanus Hochschule Bonn.

Stefan Kratz: 1990 geboren in Wurzen (Sachsen), studiert seit 2010 an der Hochschule in Wismar Kommunikationsdesign und Medien.

Svenja Maaß: 1977 geboren in Bielefeld, arbeitet seit 2010 in Hamburg.

Knut Wolfgang Maron: geboren 1954 in Bonn, 1993 Berufung als Professor an der Hochschule Wismar.

Sebastian Menzke: 1979 in Neubrandenburg geboren, 2001 Übergang vom Sprayen zur Ölmalerei.

Chris Nau: 1973 geboren in Elgin (US-Bundesstaat Illinois), arbeitet in NY.

Aya Nishinoiri: 1981 geboren in Saitama (Japan), studierte an der Tama Art University in Tokio.

Sven Ochsenreither: 1973 in Landau (Pfalz) geboren, seit 2014 Arbeitsstipendium.

Lars Plessentin: 1985 in Rostock geboren, hat Produktdesign in Wismar studiert.

Thomas Riess: 1970 geboren in Tirol, lebt in Wien, 1995 Studium an der Universität Mozarteum Salzburg.

Kirk Sora: 1976 geboren in Celle, lebt und arbeitet in MV.

Reiko Tsunashima: geboren in in Tokio, Abschluss am Musashino Junior College of Art.

Vanessa Kopp

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