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Weihnachtsoratorium in St. Georgen

Wismar Weihnachtsoratorium in St. Georgen

700 Zuhörer waren begeistert / Neuer Kantor stellte sich vor

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Gut 150 Menschen - Chor, Instrumentalisten und Solisten - standen am Sonntag zusammen in St. Georgen auf der Bühne und präsentierten das Weihnachtsoratorium von Bach. FOTOS (2): NICOLE HOLLATZ

Wismar. Sonntagabend St. Georgen: Über 700 Menschen strömten in die Kirche. Neben dem großen, leuchtenden Weihnachtsbaum standen und saßen die 120 Sängerinnen und Sänger der Kantoreien Wismar und Warnemünde, die 25 Musiker der Mecklenburger Kammersolisten und die vier Solisten unter der Leitung von Christian Thadewald-Friedrich. 150 Musiker, die zusammen das Weihnachtsoratorium mit den Kantaten I bis III von Johann Sebastian Bach erklingen ließen.

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700 Zuhörer waren begeistert / Neuer Kantor stellte sich vor

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Die Menschen erlebten festlich erhebende zwei Stunden in der geheizten Kirche. Viele Gäste hatten die Augen geschlossen, um sich so ganz den Klängen und der frohen Botschaft von der Geburt Christi hingeben zu können. Eine Auszeit im Alltags- und Vorweihnachtsstress und die Chance, sich auf das zurück zu besinnen, was Weihnachten ausmacht oder ausmachen sollte – Glaube, Hoffnung und Liebe beispielsweise.

Als Solisten sangen und rezitierten Annika Steinbach (Leipzig, Sopran), Dorothea Zimmermann (Erfurt, Alt), Severin Böhm (Leipzig, Tenor) und Philipp Goldmann (Leipzig, Bass). Im vergangenen Jahr wurde die Bach'sche Adaption der biblischen Weihnachtsgeschichte erstmals in St. Georgen aufgeführt. Kirchenmusikdirektor Eberhard Kienast studierte damals das anspruchsvolle Werk mit der Kantorei ein. Marianne Trampe, damals wie am vergangenen Sonntag Gast in der Kirche, bat nach der Premiere im letzten Jahr: „Ich wünschte mir, dass das Oratorium jedes Jahr in St. Georgen erklingen wird! Das gehört zur Weihnachtszeit einfach dazu.“

Mittlerweile ist Eberhard Kienast im wohlverdienten Ruhestand, seine Arbeit führt Wismars neuer Kantor Christian Thadewald-Friedrich fort. Er bekam von Konzertbesuchern wie Musikern nach „seiner“

großen Wismarpremiere viel Lob, auch in Form von lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Die Musiker dankten mit einer Zugabe a capella.

„Ich habe das Weihnachtsoratorium erstmals so in der Kirche gehört“, erzählte Corinna Langebrake (23) nach dem Konzert und lobte die Solisten. Sie gehörte zu den jüngeren Gästen. Genau wie Georg Manthey (17) aus Greifswald: „Ich singe selbst im Chor und habe das Werk schon einmal gesungen, in Wismar war es etwas kurz.“ Und aufgrund der Akustik der Kirche auch vergleichsweise leise, zumindest dort, wo er saß. Dafür mit der „Akustikinstallation“ besser als im Vorjahr. Christian Thadewald-Friedrich zeigte sich beeindruckt: „Das Aufregende, das Spannende für mich war es, die verschiedenen Menschen mit der Musik zusammen zu bringen.“ Die Wismarer Kantorei hatte durch das Oratorium großen Zuwachs an Menschen, die mitsingen wollten. Selbst der noch recht kleine, frisch gegründete Kinderchor der Kantorei hatte seine Premiere und begeisterte. Genau im Kinderchor des Weihnachtsoratorium begann die musikalische Karriere des jungen Wismarer Kantors. „Mit dem Weihnachtsoratorium bin ich groß geworden“, so Christian Thadewald-Friedrich. Auch im nächsten Jahr mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums am dritten Advent. Mitsängerinnen und Sänger, auch für den Kinderchor, sind gerne gesehen und können sich direkt bei den Proben melden.

Die Kantorei

Die Proben der Kantorei finden jeweils dienstags von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Koch'schen Stiftung (Mecklenburger Straße 48) statt. Die nächsten Projekte sind die Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach und die Kantaten 1, 3 und 6 des Weihnachtsoratoriums.

Die bürgerlichen Kantoreien des 16. bis 18. Jahrhunderts gehen auf die vorreformatorischen Kalandbruderschaften sowie die Stabulisten und Konstablervereine zurück. Hauptaufgabe dieser Kantoreien war das Singen im Gottesdienst. Daneben wurde bei den Hochzeiten und Beerdigungen der Mitglieder musiziert. In kleineren Städten wurde im 16. Jahrhundert durch die Gründung einer Kantorei die Aufführung von mehrstimmiger Kirchenmusik möglich.

Nicole Hollatz

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