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Wismar Weißes Autoleder und Stehlampen im Zelt für Nena
Mecklenburg Wismar Weißes Autoleder und Stehlampen im Zelt für Nena
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03:49 27.08.2013
Nena (53), die am vergangenen Sonnabend in Rhena ein Konzert gab, hatte 40 Seiten Extrawünsche für den Auftritt. Quelle: Maik Freitag
Rehna

Fast 5000 Menschen feierten am Sonnabend den Auftritt von Nena auf dem Reitplatz in Rehna. Ein Erlebnis für den 3000-Seelen-Ort mit Superlativcharakter. Das nicht nur für die Gäste, sondern vor allem für die Veranstalter Michael (32) und Matthias (44) Maack. Die legten eine perfekte Organisation hin, Nena fühlte sich wohl, auch wenn sie die Klosterstadt sicherlich so schnell nicht wieder sehen wird.

Denn von Rehna ging es nicht wie geplant und gebucht in die Suite des Radisson-Hotels nach Lübeck, sondern direkt nach Berlin. Pünktlich um 7 Uhr musste die 53-Jährige in der Maske für ihren nächsten Auftritt bei „The Voice of Germany“ sitzen. „Es war egal, ob Nena das nutzt oder nicht. Es musste gebucht werden und fertig“, erklärte Veranstalter Matthias Maack, der trotz zahlreicher Erfahrung mit Stars wie Jürgen Drews, Mathias Reim oder den Puhdys einen derart hohen Anspruch in Sachen Backstagebereich noch nie hatte.

„In ganz Deutschland gibt es keinen Sänger und Sängerin, die eine derart hohe Anforderung an den Backstagebereich stellt wie Nena. Die Bühne und der Backstagebereich haben 25 Prozent der gesamten Festfläche eingenommen. Selbst Angela Merkel kann eigentlich keine höheren Ansprüche haben“, erzählt der 44-Jährige. Gerne organisiert Maack das Drumherum, doch der eigene Bereich für Nena, inclusive Wasser von der Mond-, der Licht- und der Sonnenquelle, sei das Limit gewesen, was die beiden Maack-Brüder leisten könnten.

„Es ging am Konzerttag los mit einem Treffen an einem geheimen Ort in Rehna. Von dort ging es ohne anzuhalten auf den Reitplatz. Mir leuchteten die Xenon-Scheinwerfer des Limousinenkonvois entgegen und ich startete vorweg. Niemand durfte und hat etwas bemerkt. Dann durfte Nenas Mercedes auch nicht schwarz sein. Weißes Leder war Voraussetzung. Insgesamt hatte ich 30 oder 40 Seiten an Bedingungen zu erfüllen“, sagt Maack. Und das Beste: Es gibt kein „eigentlich“ und kein „vielleicht“, wurde dem Organisator vom Management suggeriert.

So fehlte an dem warmen Konzertabend auch die Gasheizung in zwei der fünf Zelte nicht. Natürlich da, wo Nena sich aufhielt. „Als Isabell Schmidt auftrat und Nena in ihr Zelt wollte, ist sie nicht in ihr etwa zehn Meter weiter stehendes Zelt gegangen, sondern in ihr „Quick Change“-Zelt mit Standspiegel, Bio-Getränken und weißen Stofftischdecken. Dieses Zelt hatte direkten Anschluss an die Bühne“, erzählt Matthias Maack weiter.

Der brachte sogar seine Stehlampen, Regale, vier Couchen, sämtliche Grünpflanzen und jede Menge Deko aus seinem eigenen Wohnzimmer mit, um die Bedingungen der Diva zu erfüllen. „Zum Glück mag meine Frau auch so ein Dekozeug. Aber sie war froh, dass am Ende alles heil zu Hause ankam. Allerdings hatten wir nur eine Stehlampe. Eine musste ich mir borgen“, berichte der Rehnaer.

Auch nach dem Auftritt gingen die Extratouren weiter, denn während die 22-köpfige Bandcrew im beheizten „Late Night Dinner“-Zelt Bio-Rotwein, Bio-Weißwein, Obst und Gemüse, alles glutamat- und laktosefrei sowie biologisch angebaut, verzerrte, durften die zwölf Techniker sowie der eigens angestellte Koch nicht mit ins Zelt. Die Techniker hatten ihr eigenes Zelt mit Buffet.

„Da war kein Fleisch und kein Fisch zu sehen. Wie man sich davon ernähren kann, weiß ich nicht. Doch das ist egal. Am Ende hat alles toll geklappt und war gerade für uns ein einmaliges Erlebnis“, so der Konzertveranstalter Matthias Maack gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG.

Maik Freitag

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