Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Kunden der Sparkasse sparen mehr

Wismar Kunden der Sparkasse sparen mehr

Sparen oder bauen und modernisieren. So beschrieb der Vorstand der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest gestern das Verhalten der Kunden im Geschäftsjahr 2012, dem sechsten Jahr der krisenhaften Situation an den Finanzmärkten.

Voriger Artikel
Erpressungsversuch gescheitert: Mann sollte Geld überweisen
Nächster Artikel
Solarpark für 12 Millionen Euro entsteht

Die Sparkasse ist stabil aufgestellt, auch vor der Risiko- situation.“Horst-Dieter Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-NW

Wismar. Horst-Dieter Hoffmann (60) und Manuel Krastel (49) zogen eine erfolgreiche Bilanz für ihr Geldinstitut.

Es verzeichnete besondere Zuwächse der Spareinlagen. Sie nahmen um 20 Millionen Euro zu. Allein neun Millionen entfielen auf das Zuwachssparen, das den Kunden während der Laufzeit ansteigende Zinssätze garantiert. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase, die laut Horst-Dieter Hoffmann noch ein bis drei Jahre dauern kann, nahmen auch die Einlagen auf den Girokonten zu. Sie stiegen im Vergleich zu 2011 um 24 Millionen Euro. „Die Kunden parken hier ihr Geld“, sagte Manuel Krastel.

Die Unsicherheit an den Märkten führe aber auch dazu, dass das Interesse an Wertpapiergeschäften weiter verhalten ist. Verkäufe bzw. Fälligkeiten von Wertpapieren überstiegen die Zukäufe um sechs Millionen Euro. „Unsere Kunden haben die frei werdenden Mittel teilweise wieder in sparkasseneigenen Produkten angelegt, was zeigt, dass unsere Konditionen wettbewerbsfähig sind“, meinte Krastel. Große Sorge bereite dem Vorstand die deutliche Zurückhaltung der Kunden bei der Altersvorsorge. Sie sei laut Hoffmann auch darauf zurückzuführen, dass das Vertrauen in die Finanzmärkte in den letzten Jahren deutlich gelitten hat.

Sehr gefreut habe sich der Vorstand über 800 neue Privatgirokonten, die vor allem von jungen Kunden eröffnet wurden. Ein weiterer Grund für den Zuwachs auf aktuell rund 65 000 Privatgirokonten könnte auch sein, dass die Sparkasse keinen Mindestgeldeingang verlangt.

Überaus zufrieden war der Vorstand wieder mit dem Kreditgeschäft im Wohnungsbau. Es hat sich zum Vorjahr um sechs Millionen auf 38,5 Millionen Euro erhöht. Der Trend zur sicheren Immobilie hält laut Krastel an. Die Kunden würden aber nicht nur in den Neubau investieren, sondern auch in Modernisierung oder in einen Wintergarten. Die Neuzusagen im Kreditgeschäft betrugen 2012 insgesamt 64 Millionen Euro.

Aber auch das Bauspargeschäft konnte die Sparkasse weiter forcieren, das vermittelte Bausparvolumen stieg um vier Millionen auf 33 Millionen Euro an. Das sei ein Zuwachs von über zehn Prozent.

Trotz des historisch niedrigen Zinsniveaus, das auch das Ergebnis belastet, zeigte sich der Sparkassenvorstand zufrieden mit der Ertragslage im Jahr 2012. Sie ermöglichte dem Geldinstitut, sein gesellschaftliches Engagement für Vereine und gemeinnützige Einrichtungen mit rund 390 000 Euro fortzuführen. „Wir müssen es in diesem Jahr wohl noch erhöhen, weil die Nachfrage nach Unterstützungsleistung ganz massiv ist. Das haben wir bislang so nicht gekannt“, sagte Horst-Dieter Hoffmann. „Die Vereine und Verbände bekommen sehr deutlich zu spüren, dass der öffentlichen Hand deutlich weniger Mittel zur Verfügung stehen.“ Der Sparkasse gelang es 2012 auch, das Kapital ihrer Stiftung um weitere 250 000 Euro auf 1,75 Millionen Euro aufzustocken.

Ärger über verzerrten Wettbewerb

1039 Millionen Euro beträgt die Bilanzsumme der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest. Sie konnte sie im vergangenen Jahr um rund 34 Millionen Euro steigern. Das ist ein Zuwachs um 3,4 Prozent.

Ohne staatliche Hilfe leistet die Sparkasse ihr Geschäft, hob der Vorstand hervor. Daher ist es für ihn „ein großes Ärgernis, dass staatlich, zu Lasten der Steuerzahler gestützte Banken uns mit marktfernen Konditionen Konkurrenz machen. Wenn unter Ausnutzung dieser Mittel verzerrte Konditionen am Markt finanziert werden, widerspricht das unserem Verständnis für einen fairen und gerechten Wettbewerb.“


Die Geschäftspolitik der Sparkasse sei geprägt durch sehr gute Beratungsqualität, Nachhaltigkeit und Fairness gegenüber dem Kunden.

Haike Werfel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wismar

Die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest verzeichnete 2012 einen Zuwachs bei den Spareinlagen um 20 Millionen Euro. Die Kunden nahmen auch mehr Kredite für den privaten Wohnungsbau auf

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wismar
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist