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Kunst aus Münster trifft auf Ostsee

Wismar Kunst aus Münster trifft auf Ostsee

Wolfgang Riedemann eröffnet Sonntag Atelier. Gäste willkommen auf Vernissage in Stadtvilla.

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Wolfgang Riedemann (r.) eröffnet Sonntag in der Schweriner Straße ein Atelier. Sven Becker aus Rerik zeigt dort eine Fotoarbeit.

Quelle: Ina Schwarz

Wismar. Zur Eröffnung seines Ateliers lädt Wolfgang Riedemann am kommenden Sonntag um 15 Uhr zur Vernissage mit Malerei und Fotografie ein. „münstlandART trifft Ostsee“ ist dabei Motto der Ausstellung, weiterführendes Projekt und Prozess zugleich.

In der Altstadtvilla in der Schweriner Straße 10 schafft Riedemann auf 60 Quadratmetern einen Raum für Kunst, Kultur, Kommunikation und „verrückte“ Ideen zwischen Münster und Wismar. Der Nordrhein-Westfale folgt dabei einer inneren Spur, die selbst auch ein bisschen verrückt anmutet. Noch nämlich wohnt der 64-Jährige in seiner Geburtsstadt Münster, hat sich jedoch im Laufe vieler Jahre so unwiderruflich in die Küste verliebt, dass er im Dezember letzten Jahres in der Hansestadt ein Atelier mietet. Seitdem pendelt er.

Zu seiner ersten Ausstellungseröffnung in der „zweiten Heimat“ hat Wolfgang Riedemann ihm vertraute Maler-Kollegen eingeladen, die zur Gruppe „münsterlandART“ gehören. Er selbst ist dort seit vielen Jahren Mitglied. Wolfgang Riedemann, Christa Austermann, Ingrid Coenen, Sandra Detzner und Gerd Pleger zeigen „Abstraktionen“ in Öl und Acryl.

Als Vertreter norddeutscher Kreativität sprang Sven Becker mit ins Atelier-Boot. Der 39-jährige Grafiker und Maler macht sich nicht nur als freischaffender Pantomime in MV einen Namen, sondern zeigt sich nun erstmals auch als Fotograf einer breiten Öffentlichkeit. Im Atelier zeigt er Sonntag eine fotografische Arbeit in der Größe von 2,80 mal 1,36 Meter. „Ich habe mich bewusst entschieden, nur eine Arbeit, dafür in dieser Größe zu zeigen“, so der Reriker. Auf dem Foto ist die Kühlungsborner Schwimmhalle zu sehen. Dieses fast schon „historische“ Motiv wird in seiner Offenheit, Aktualität und Banalität durch die unverschönte Sicht des Fotografen zum Ort der Beklemmung und Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Riedemann und Becker wollen mit ihrem kreativen Schaffen zum Gespräch anregen. Die beiden sind sich in Rerik begegnet, nach einem Ausstellungsbesuch in der Kneipe. Ein Miteinander ist entstanden.

Eine Künstlerfreundschaft.

Für Wolf Schmidt, Stiftungsberater und Kulturexperte, ist Riedemanns Atelier-Idee ein tolles Beispiel für attraktive Zuwanderung. Ein Thema, dem er sich seit Jahren widmet. „Wir brauchen Leute mit kulturellen Fantasien“, so der Autor des Buches „Die Kunst des Bleibens. Wie Mecklenburg-Vorpommern mit Kultur gewinnt“. Schmidt wird Sonntag die Ausstellung in Wismar eröffnen.

„Dass ein Maler aus Münster sich hier wohlfühlt, wird sich rumsprechen“, ist der „AnStifter“ sicher. „Das zieht wiederum andere Menschen ins Land und fördert eine gesellschaftliche Umstimmungstherapie, die das Land dringend braucht.“

Das Atelier hat dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Kontakt ☎ 01 51/56 36 19 52.

Ina Schwarz

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