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Wismar Rekorderlös bei der 20. Wismarer Kunstauktion
Mecklenburg Wismar Rekorderlös bei der 20. Wismarer Kunstauktion
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09:28 03.12.2018
Auktionator Christoph Wohlleben in Aktion mit dem Bild "Sieben links, sieben rechts" von Gerd Frick, das für 200 Euro den Besitzer wechselte. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

Ein Raunen ging durch die Menge, als Bürgermeister Thomas Beyer das Ergebnis der 20. Kunstauktion verkündete. 18 370 Euro –das ist ein neuer Rekord für die Gemeinschaft Wismarer Künstler und Kunstfreunde e.V. Und es kamen noch mal 850 Euro durch die amerikanische Versteigerung dazu.

Der Verein als Träger der Galerie Hinter dem Rathaus lud zur jährlichen Versteigerung in die Gerichtslaube im Rathaus. Über 70 Gäste kamen, genossen das liebe- und kunstvoll von den Künstlern und Vereinsmitgliedern gestaltete Büfett und den Abend. Der hatte zahlreiche unterhaltsame und vor allen Dingen spannende Momente. Auktionator Christoph Wohlleben machte sein fehlendes Kunstfachwissen mit viel Charme wett.

„Gestern war die Dame noch flüssig“, kommentierte er so Rainer Kessels „Zögerliche“, die frisch aus dem Guss kam. Die Bronze ging für 2200 Euro weg. Das erste Bieterduell gab es bei Rainer Kessels Bronze „Jojo“, eine filigrane Figur, die hoch auf einem Konstrukt sitzt und Jojo spielt. Die Bronze wurde bei einem Startgebot von 2500 Euro für 2650 Euro versteigert.

So ging es fast allen Skulpturen und Bronzen trotz der vergleichsweise höheren Einstiegspreise, während manche Bilder sich zum Ladenhüter entwickelten. Die Bronze von Jan Witte-Kropius „On the Beach (Sansibar)“ erzielte 2400 Euro, der Radfahrer von Anne Rätzke 2450 Euro, eine große Schale mit 57 Zentimetern Durchmesser von Bernadette Roolf wurde für 600 Euro versteigert, eine Kugel der Künstlerin für 960 Euro. Die „Herrographien“ als Langzeitbelichtungen von Volkmar Herre, die Marienkirche mit 233 Tagen Belichtungszeit und St. Nikolai mit 234 Tagen, wurden deutlich über dem Einstiegsgebot verkauft.

Ein Höhepunkt war die amerikanische Versteigerung, die traditionell Bürgermeister Thomas Beyer als Schirmherr der Veranstaltung mit viel Witz durchführte. „Es war sehr ruhig in der ersten Runde, ich hoffe, Sie haben nun in der Pause fleißig Wein getrunken und wir können jetzt mehr Leidenschaft in die Versteigerung bringen“, kommentierte er lachend. Und erklärte das Prinzip einer amerikanischen Versteigerung: „Wir steigern in Fünf-Euro-Schritten, aber die kommen sofort in den Hut!“ Das Geld ist traditionell für den guten Zweck, in diesem Jahr ging es um die Decollage „Es blickt ein einsam Segel“ von Thomas Wageringel.

Thomas Beyer: „Die Gemeinschaft der Künstler fragt mich sonst immer, für welchen Zweck die amerikanische Versteigerung sein solle. In diesem Jahr habe ich den Verein selber vorgeschlagen.“ Der Verein als Träger der Galerie Hinter dem Rathaus war in finanzielle Probleme geraten (die OZ berichtete). Beyer: „Der Verein ist dabei, sich zu stabilisieren, das unterstützen und begleiten wir als Stadt sehr gerne!“

Als gutes Zeichen lagen schon die ersten 100 Euro im Hut für die amerikanische Versteigerung als anonyme Spende. Und dann ging es im Sekundentakt –jeder hatte die Hoffnung, der letzte mit einem Fünf-Euro-Schein zu sein. Kluge Besucher der Kunstauktion sind vorbereitet mit vielen Scheinen in der Tasche! „120 Euro, dabei bleiben wir nicht stehen, ich habe Zeit“, ließ Beyer die Gäste lachen.

Sobald das „Zum ersten, zum zweiten . . . und zum . . .“ kam, gingen zeitgleich vier, fünf, sechs Hände hoch. Beyer: „Die Reihenfolge ist egal, gehen Sie zu allen und es geht sowieso noch weiter“, kommentierte er, als 495 Euro in den Hüten waren. Bei 585 sagte er: „Die 15 schaffen wir noch!“ 850 Euro war das Endergebnis nach dem Zählen. „Das ist ein klares Statement für die Künstlergemeinschaft und für die Galerie“, freute sich Thomas Beyer.

Mit vielen Gästen, einem tollen Büfett und großartiger Kunst war die 20. Kunstauktion ein großer Erfolg.

 

Nicole Hollatz

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