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Kunsthalle Klützer Winkel öffnet im beschaulichen Dorf Gutow

Dorf Gutow Kunsthalle Klützer Winkel öffnet im beschaulichen Dorf Gutow

Reinhard Conny Konzack will seine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zeigen

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Reinhard Conny Konzack inmitten der Rahmen für die künftigen Stellwände der Kunsthalle.

Quelle: Fotos: Cornelia Roxin

Dorf Gutow. Da kommt die Küche hin. Auch ein kleines Bad wird eingebaut. Liegesofa und Kaminofen sind schon da. Dort ist der Platz für ein temporäres Atelier. Vier bis zwölf Wochen soll jeweils ein Künstler dort ab Frühjahr 2018 immer bis zum Herbst des Jahres arbeiten können, danach das Geschaffene auch zeigen. Neben den anderen Werken, die dann dort schon längst auf 200 Quadratmetern Fläche ausgestellt sind. Wo? In der Kunsthalle Klützer Winkel!

OZ-Bild

Reinhard Conny Konzack will seine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zeigen

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Wenn Reinhard Conny Konzack erzählt, was werden soll, hat der Zuhörer schnell vergessen, dass er eigentlich in dem Bereich eines altgedienten Gebäudes an der Dorf Gutower Hauptstraße steht, in dem zu Zeiten des Gemeindeeigentums zuletzt die Feuerwehr untergebracht war. Reinhard Conny Konzack weiß zu begeistern mit seiner lebhaften Erzählweise.

Spätestens am 28. April soll für den Mann, der vor 67 Jahren im Berliner Stadtteil Neukölln geboren wurde, seine Vision von einer eigenen Kunsthalle Realität sein. Am Abend eröffnet er das Haus unter dem Motto „Eine erste Begegnung mit ausgewählten Werken aus der Sammlung Konzack“. Werke zeitgenössischer Künstler aus dem Raum Berlin und Brandenburg werden in erster Linie zu sehen sein.

Und schon bewegt sich Reinhard Conny Konzack schnellen Schrittes auf noch verpackte Leinwände und Skulpturen zu. Was noch wie ein großer eingerollter Teppich aussieht, ist eine Papierarbeit, die er selbst noch nicht aufgehängt gesehen hat. „Da“, er zeigt auf ein in Folie verpacktes und von einer Holzkonstruktion geschütztes Objekt, „das ist das Geflecht, das auf der Einladungskarte zur Halleneröffnung zu sehen ist“.

„Die Werke finden mich, und nicht ich die Werke“, erzählt Reinhard Conny Konzack, wie er seine inzwischen 270 Kunstobjekte zählende Sammlung, die zu über 60 Prozent in die R.C.K. Kunststiftung eingebracht wurde, schon seit Mitte der 1980er Jahre zusammengetragen hat. Gekauft wurde intuitiv, was gefiel. „Ohne Vorbildung habe ich das gemacht, bin dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kinde.“

Dabei sei es für ihn immer nur um den ideellen Wert gegangen. Bestimmt 70 Prozent der Künstler kennt und kannte er persönlich. Die Kunstwerke einlagern, auf Wertsteigerung warten und dann wieder verkaufen, das kam und kommt für ihn nicht infrage. „Ich zeige meine Kunst einfach gern, ich finde sie toll.“ Und so träumt der heutige Privatier, der sein Geld unter anderem als Programm-Kinomacher, Konzertveranstalter, Künstlermanager und Eventveranstalter verdient hat, davon, einmal in der Wismarer Sankt-Georgen-Kirche auszustellen. „Da würde ich die komplette Sammlung unterbekommen“, schwärmt der Mann, der auch seine private Wohnung gegenüber der Halle mit Kunstobjekten versehen hat. Zum Teil Bild an Bild. Im Treppenhaus geht es schon los. Da gerät unter anderem die „Las Parcas“ genannte Fotoarbeit, C-Print Nr.1/3, der kroatischen Künstlerin Jovana Popic aus 2006 zum Blickfang. Sie zeigt die Umrisse verbrannter Thonet-Stühle an einer Wand.

So wie die Werke Reinhard Conny Konzack finden, so fand ihn auch die Halle in Dorf Gutow. Die Wohnungssuche anderer Familienmitglieder in der Gemeinde Boltenhagen hat ihn in die Region geführt.

Seit 2015 nun hat er selbst seinen Lebensmittelpunkt in Dorf Gutow, und da ist ihm die Halle angeboten worden. „Sie ist mir in den Schoß gefallen.“ Aus dem Großraum Berlin nach Dorf Gutow, wo nach dem Ortseingangsschild erst einmal gar nichts mehr kommt? „Berlin und andere Großstädte dieser Welt habe ich zum Erbrechen genossen“, sagt er. Und: „Hier ist an jeder Ecke was los, wie zum Beispiel zu Kunst offen“.

Die Ruhe, die sich in dieser Ecke des Klützer Winkels sonst ausbreitet, könnte eines für ihn allerdings noch idyllischer machen. Er hofft auf die Rückgabe von Diebesgut: Von der mobilen Skulptur „fahrnurzu, aufundab, huhu“, die vor der Halle in Dorf Gutow steht, wurde eine Kugel und ein wie ein Alphorn anmutendes Teil gestohlen. Wer meint, er habe Schrott mitgehen lassen, dem sei gesagt, er ist jetzt im Besitz von Teilen eines Kunstwerkes. Es wurde vom Potsdamer Künstler Rainer Fürstenberg (†) extra für das ehemalige Hausgrundstück von Reinhard Conny Konzack geschaffen. Der Dieb könnte die Teile einfach zurücklegen, auch einen angemessenen Finderlohn würde der ursprüngliche Besitzer zahlen.

Mehr zu den Objekten der Sammlung

unter www.rck-kunststiftung.de;

der Sammler ist per E-Mail unter

RCK@RCK-berlin.de zu erreichen.

Erste Schauen in der Region

Die Kunsthalle Klützer Winkel wird am Freitag, 28. April, um 19 Uhr

in Dorf Gutow, Hauptstraße 8,

während eines Pre-Openings

eröffnet. Am 30. April und am 1. Mai ist die Halle jeweils von 10 bis 13

und von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Besichtigungstermine auch

nach Absprache. Frühschoppen

mit Kunstgenuss dann jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 13 Uhr, die privaten Räume können von

15 bis 18 Uhr besichtigt werden,

Start am 4. Juni.

Die Ausstellung Papier + Stahl,

Bilderleben II., Hommage an

Herrmann Wiesler, wird am 29. April um 16 Uhr im Baumhaus in Wismar eröffnet und läuft bis zum 21. Mai.

Cornelia Roxin

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