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Ländliches Wohnen: Stadt plant Baugrundstücke in Neu Degtow

Neu Degtow/Grevesmühlen Ländliches Wohnen: Stadt plant Baugrundstücke in Neu Degtow

Entstehen werden neun Häuser auf einer Gesamtfläche von 1,6 Hektar / Und: Planungen für den neuen Spielplatz auf der Bürgerwiese in Grevesmühlen vorangeschritten

Neu Degtow/Grevesmühlen. Grevesmühlen – eine Stadt für Familien. Mit ihren Ja-Stimmen für Planungen neuer Baugebiete – „Mühlenblick“ und „Alte Gärtnerei“ an der Klützer Straße, „West I“ am Börzower Weg, das Gelände des ehemaligen Sägewerks – tun die Politiker Grevesmühlens vieles dafür. Jetzt schauen sie auch über die Stadtgrenze hinaus und befürworten ein neues Wohngebiet in Neu Degtow – für Familien, die sich Grevesmühlen verbunden fühlen, aber das ländliche Wohnen bevorzugen.

Auf einer Gesamtfläche von 1,6 Hektar sollen parallel zur Dorfstraße in Richtung Wiese neun Einfamilienhäuser entstehen, die nicht im Bungalowstil vorgesehen sind. Die Grundstücke sind in der Regel etwa 1000 Quadratmeter groß. Stadtplaner Martin Hufmann, der das Vorhaben nun Mitgliedern des Bauausschusses vorstellte, sprach von tiefen Grundstücken, die hinter einer gepflanzten Hecke, die sich über die gesamte Länge des Baugebiets erstreckt, Platz für Hausgärten bieten. Zu den Grundstückspreisen wollte sich Grevesmühlens Bauamtsleiter Lars Prahler noch nicht äußern. Nur so viel: „Ich gehe davon aus, dass wir nicht die 100 Euro verlangen können wie in anderen Baugebieten.“

Auch für die Neu Degtower und insbesondere für die direkten Anwohner hat das Vorhaben Vorteile: Parallel zur engen Dorfstraße ist ein Fußweg geplant. Klärungsbedarf gibt es noch, was mit dem Containerstellplatz hinter der Bushaltestelle passieren soll. „Überlegungen sind, die Container ins Dorf oder in Richtung Gewerbegebiet Langer Steinschlag zu verlagern“, informiert Lars Prahler. Um die Geräusche von der Bundesstraße 105 vom neuen Wohngebiet fernzuhalten, soll ein drei Meter hoher und zehn Meter breiter Schutzwall hinter der Bushaltestelle geschaffen werden.

Spielplatz: Pläne fortgeschritten

Auch in Sachen Freizeitgestaltung scheut die Stadt kaum Kosten und Mühe, Veränderungen herbeizurufen. Die Planungen für den neuen Spielplatz an der Bürgerwiese in Grevesmühlen sind vorangeschritten, nachdem das Wirtschaftsministerium Schwerin das 330000 Euro teure Projekt mit insgesamt 235000 Euro förderte. Baubeginn könnte noch im Herbst sein, Fertigstellung im Frühjahr. „Wir gehen Ende September in die Ausschreibung“, erklärt Lars Prahler. Die jetzt vorhandenen Spielgeräte werden an andere Stelle platziert. „Wo, das ist noch zu diskutieren“, so Lars Prahler.

Entstehen wird ein Spielparadies für jedermann – für Groß und Klein, für Jung und Alt, für Menschen mit und ohne Behinderung. So haben beispielsweise auch Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren Zugang zu den Spielgeräten, Sehbehinderte werden mit entsprechenden Farben geleitet. Entstehen werden Spielelemente aus Eiche mit Edelstahlfüßen, Highlight wird eine vier Meter hohe Tunnelrutsche sein. Auch an Mamas und Papas oder Omas und Opas, die den Kleinen beim Toben von der Bank aus zuschauen, ist gedacht – mit Beintrainern vor den Sitzgelegenheiten.

Kinder lieben Wasser. Das soll auch an der Bürgerwiese berücksichtigt werden. So gebe es beste Erfahrungen mit dem Wasserlehrpfad in Wotenitz, hieß es im Bauausschuss. Ähnliche Elemente könnten auch dort aufgestellt werden. Die Frage nach einer öffentlichen Toilette aus dem Kreis der Bauausschussmitglieder konnte schnell beantwortet werden. „Wir würden die Toiletten im Vereinshaus zur Verfügung stellen“, so Prahler.

Verbotsschild zeigt Wirkung

Auch die Straße Am Bleicherberg wurde im Bauausschuss wieder zum Thema gemacht. Mit der Ansiedlung von Ceravis, so befürchtet Volkmar Schulz (Die Linke), würde das Problem des Lkw-Verkehrs verschärft. Bisher habe der Landkreis noch keine Entscheidung getroffen, wie die weitere Vorgehensweise ist, verdeutlicht Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz (ptl.). Eine Idee sei eine Einbahnstraßenregelung. Trotz allem Ärger vieler Anwohner betont er: Das Durchfahrtsverbotschild für Lkw an der Kreuzung B 105/Am Bleicherberg zeige Wirkung. „Momentan ist dort kaum Lkw-Verkehr.“

Jana Franke

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