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Wismar Land gibt klein bei im Streit um Peugeot an Tankstelle
Mecklenburg Wismar Land gibt klein bei im Streit um Peugeot an Tankstelle
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07:36 21.09.2016
April 2014: Hans-Jürgen Berg wartet bereits ein halbes Jahr darauf, dass irgendjemand den fremden Wagen von seinem Grundstück holt. Quelle: Archiv
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Wismar

Mit einem Vergleich ist ein fast drei Jahre währender Streit um einen Kleinwagen in Wismar beendet worden. Dabei hatte alles ganz harmlos angefangen.

Polizisten ziehen im Oktober 2013 einen roten Peugeot aus dem Verkehr - in Steffin unweit der Hansestadt. Der Wagen war ohne Kennzeichen unterwegs. Ohne Zulassung und ohne Versicherung. Auf Bitten des Fahrers eskortieren ihn die Beamten bis zur Tankstelle von Hans-Jürgen Berg in der Schweriner Straße. Dort stellt er das Fahrzeug ab. Jedoch ohne in der Tankstelle Bescheid zu geben oder gar erst einmal zu fragen.

Der Wagen bleibt stehen. Niemand holt ihn ab. Anrufe und Briefe bei der Polizei in Wismar bleiben erfolglos. Berg braucht den Platz für Umbauarbeiten, lässt den Wagen abschleppen. Doch dort kostet der Wagen jeden Tag Standgebühr. Die Rechnung wird teurer und teurer. Um den Wagen will sich niemand kümmern.

Am Landgericht in Schwerin trafen die Parteien im Juli dann aufeinander. Mittlerweile hat das Land Hans-Jürgen Berg die aufgelaufenen 1500 Euro bereits erstattet. Rechtlich habe aus Sicht des Landes zwar kein Anspruch auf einen Vergleich bestanden, weil die polizeiliche Maßnahme selbst schon abgeschlossen gewesen sei. „Wir sehen aber eine moralische Verpflichtung“, sagte Rechtsanwalt Marko Grunert auf OZ-Nachfrage.

Nicole Buchmann

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