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Land unter in Martensdorf: Vorflutleitung wird saniert

Metelsdorf Land unter in Martensdorf: Vorflutleitung wird saniert

Gemeinde Metelsdorf will nächstes Jahr altes Betonrohr erneuern und Rückhaltebecken bauen / Damit ist auch die Löschwasserversorgung garantiert

Metelsdorf. Die Vorflutleitung von Metelsdorf nach Martensdorf entlang der Straße Dammweg muss dringend saniert werden. Anwohner wie Familie Littke haben bei Starkregen mit Überschwemmungen ihres Grundstücks zu kämpfen. Und das immer öfter. Frank Littke machte seinem Ärger darüber jüngst in der Metelsdorfer Gemeindevertretung gehörig Luft.

Die Fachleute sprechen von einem verrohrten Gewässer. Das heißt, in Abschnitten des Vorfluters befindet sich ein Betonrohr. Es wurde in den 1950er-Jahren verlegt und liegt tief in der Erde.

Der Wasser- und Bodenverband „Wallensteingraben-Küste“ hat im Frühjahr eine Kamerabefahrung veranlasst. Sie ergab, dass die Betonleitung in einem sehr desolaten Zustand ist. „Es gibt starke Deformationen und zum Teil Rohreinbrüche“, schildert Steffen Krauß vom Ingenieurbüro Häcker & Krauß GmbH in Wismar. Eine Reparatur ist nicht möglich, eine Erneuerung – ein Gewässerausbau, wie es Experten nennen – daher nötig.

Die alte Betonleitung ist obendrein auch zu klein. Im Schnitt mit einem Rohrdurchmesser von 200 bis 400 Millimetern, kann das Rohr die anfallende Menge an Oberflächenwasser nicht aufnehmen. Daher soll es durch eine 500er- beziehungsweise 600er-Leitung ersetzt werden.

Die Gemeinde Metelsdorf ist laut Landeswassergesetz zum Gewässerausbau verpflichtet. Mit dem Wasser- und Bodenverband und dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (Stalu) wurde das Bauvorhaben beraten. Das Wismarer Ingenieurbüro hat einen Vorentwurf erarbeitet, dem die Gemeindevertreter zustimmten. Die reinen Baukosten werden nach einer ersten Kalkulation 612000 Euro netto betragen. Die Gemeinde hat einen Zuschuss beim Stalu beantragt. „Die Fördermittel wurden uns in Aussicht gestellt. Wenn sie fließen, dann werden wir nächstes Jahr bauen“, informiert Bürgermeister Ulrich Gilde (SPD).

Die Vorflutleitung von der B 208 in Metelsdorf bis zum Faulen See in Martensdorf ist 1200 Meter lang. Davon müssen 650 Meter ausgebaut werden. Die geplante Rohrleitung beginnt im Oberflurschacht auf der Ackerfläche von Landwirt und Gemeindevertreter Reinhard Stieglitz und verläuft innerhalb von Martensdorf größtenteils in der bestehenden Trasse. Unmittelbar hinter der Wohnbebauung soll sie den Dammweg queren und verläuft weiterführend an der Ackerkante in Richtung B 208. In Höhe der Autobahnpolizeistation wird die alte Leitung auf die neue Leitung umgeschlossen und auch das benachbarte Reifenhotel erhält eine Anschlussmöglichkeit. Dazu muss der Dammweg ebenfalls zweimal gequert werden. Die insgesamt vier erforderlichen Straßenquerungen sollen möglichst kostensparend in offener Grabenbauweise erfolgen. Die Fahrbahn wird anschließend wiederhergestellt.

Gegenüber vom Reifenhotel, auf der anderen Straßenseite des Dammweges, ist ein Regenwasserrückhaltebecken mit einer Grundfläche von 1750 Quadratmetern geplant. Das Becken wird in einen Rückhalte- und einen Klärbereich geteilt sein, um sowohl 850 Kubikmeter Regenwasser als auch 100 Kubikmeter Löschwasser speichern zu können. Letzteres ist ein notwendiger Synergieeffekt, damit die Gemeinde in diesem Ortsbereich die Löschwasserversorgung gewährleisten kann.

Am Ende des Rückhaltebeckens befindet sich ein Schacht mit einem Regenwassermengenbegrenzer, einer sogenannten Drossel. Sie wird dafür sorgen, dass maximal 40 Liter Wasser pro Sekunde in die Entwässerungsleitung der Bundesstraße 208 abgeleitet werden. Diese Leitung führt zum Metelsdorfer Bach.

Haike Werfel

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