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Wismar Landkreis: Ein Krippenplatz für jedes Kind ist sicher
Mecklenburg Wismar Landkreis: Ein Krippenplatz für jedes Kind ist sicher
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03:30 17.07.2013
Mia (2), Pepe (1) und Kalle (1, v. l.) beim Kuchenbacken mit Förmchen und Sand. Die drei Knirpse fühlen sich in der Kindertagesstätte „Poeler Kükennest“ wohl. Ab 1. August hat jedes ein- bis dreijährige Kind das gesetzlich verbürgte Recht auf einen Krippenplatz. Fotos (3): Ina Schwarz
Wismar

Der Countdown läuft: Ab dem 1. August 2013 haben alle Ein- bis Dreijährigen einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. So das Ziel des Bundes. „Wir sind diejenigen, die es auf kommunaler Ebene umsetzen müssen“, sagte Landrätin Birgit Hesse (SPD) gestern. Es wird geplant, finanziert und gebaut. Im Volkshaus am Wismarer Kino entstehen 60 neue Krippenplätze, die Arbeiterwohlfahrt (Awo) legt in Dammhusen den Grundstein für 24 Krippen- und 36 Kindergartenplätze. Und auch die Koch‘sche Stiftung in der Mecklenburger Straße erweitert. Es ist geplant, dass diese Plätze ab Frühjahr 2014 zur Verfügung stehen. Über eine Million Euro wurden vom Bund noch mal ausgeschüttet, um die Kinderbetreuungsfinanzierung 2013/2014 in Nordwestmecklenburg zu fördern. Knapp drei Millionen für den damaligen Altkreis gab es bereits 2008. Zusätzlich 948 000 Euro für die Hansestadt. Geld, das für den Ausbau der Betreuung dringend notwendig und zukunftsweisend investiert ist.

Im Landkreis werden per Stichtag 2657 Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr einen Rechtsanspruch haben. Davon werden bereits über 1800 Knirpse in dieser Altersgruppe in einer Kita oder Tagespflege betreut. „Engpässe gibt es nicht“, so Beate Dellin, Fachdienstleiterin Jugend beim Landkreis. „Es gibt zwar keine Garantie, dass Eltern genau jenen Platz bekommen, den sie sich für ihr Kind wünschen.

Dennoch ist ein Platz für jedes Kind sicher.“

„Wir haben erst wieder im März 2015 freie Krippenplätze“, sagte Kerstin Köpnick von der Kita „Poeler Kükennest“. „Bei uns melden Muttis ihre Kinder schon an, wenn sie noch einen dicken Bauch haben“, erzählte die Leiterin der Einrichtung. „Wir bevorzugen natürlich einheimische Kinder von der Insel, betreuen aber auch auch Jungen und Mädchen, die von außerhalb kommen. Ist eine Frage der Kapazitäten.“ Auch Karin Rath hat in ihrer Einrichtung „Kraksel“ in Dammhusen die Grenzen der Kapazität erreicht. „Das liegt aber an meiner Struktur. Ich habe nur neun Plätze und arbeite sehr vorfristig mit den Eltern zusammen.“

Rechtzeitiges Kümmern sichert die besten Plätze. „Wir wollen Eltern durchaus ermutigen, auch nach Bildungsinhalten in den jeweiligen Einrichtungen zu schauen“, so Birgit Hesse. Als Mutter kennt die Verwaltungschefin die Herausforderungen, ist mit vielen Menschen im Gespräch. „Wir sind in Nordwestmecklenburg auf hohem Niveau unterwegs“, sagte die Landrätin. „Kein Vergleich zu anderen Bundesländern, wo Kitas noch mittags schließen und die Beiträge enorm hoch sind.“ Dennoch gibt es Brennpunkte und Herausforderungen, vor allem in Wismar, Dassow, Schönberg und in Lüdersdorf. Wo sich viele junge Familien neu angesiedelt haben, braucht es Betreuungskonzepte und Plätze. Aufgabe der Gemeinden. Auch größere Unternehmen im Landkreis planen Betriebskindergärten. „Die Inanspruchnahme der Ganztagsplätze nimmt zu“, freute sich Birgit Hesse. Für sie ein Zeichen wirtschaftlichen Aufschwungs in der Region. „Die Leute haben Arbeit.“

Zur Umsetzung von Betreuung, Förderung und Erziehung stehen im Landkreis 102 Kindertageseinrichtungen und 184 Tagespflegepersonen zur Verfügung. „Die Tagesmütter sind uns wertvolle Partner“, betonte Beate Dellin. „Wer Probleme hat, einen Platz zu finden, kann sich an uns wenden. Wir unterstützen.“ Der 1. August wird regional keine großen Umbrüche bringen. „Wir sind gut vorbereitet“, informierte die Fachdienstleiterin. „Die Bedarfsprüfung geht kontinuierlich weiter.“

Ina Schwarz

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