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Wismar Landkreis prüft Sanierung und Neubau für Wismarer Gymnasium
Mecklenburg Wismar Landkreis prüft Sanierung und Neubau für Wismarer Gymnasium
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06:00 07.02.2018
Die Schülerzahlen am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium steigen. Der Kreis prüft derzeit, ob ein Neubau am Friedenshof mit mehr Platz sinnvoll wäre. Quelle: Hoffmann Heiko
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Wismar

Der Landkreis arbeitet an einem Entscheidungsvorschlag für die Politik zu den Schulen in Wismar. „Wir haben mehrere Optionen, die wir prüfen. Wir sind in einem sehr frühen Stadium“, so Karla Krüger (SPD), zuständig für Schulen beim Landkreis, im Bildungsausschuss.

Die zentrale Frage lautet: Wird das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium komplett saniert oder entsteht ein Neubau am Friedenshof? Lange Zeit galt die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes als sicher. Die ist unbestritten dringend erforderlich. Das GHG zählt aktuell 511 Schüler und ist damit am obersten Limit. Bei den Kosten der Sanierung wird von etwa zwölf Millionen Euro ausgegangen.

Die Schülerzahlen steigen

Doch steigende Schülerzahlen bei den Gymnasien führen zu neuen Überlegungen. Im Bereich des früheren Helene-Weigel-Gymnasiums und der Bertolt-Brecht-Schule (beide abgerissen) könnte an der Erich- Weinert-Promenade am Friedenshof das Gerhart-Hauptmann- Gymnasium als Neubau entstehen.

Im Bildungsausschuss des Kreises war von 24 Millionen Euro für eine Kapazität von 600 Schülern die Rede. Das könne der Landkreis nicht alleine aufbringen, Fördermittel müssten eingeworben werden. Karla Krüger sprach zum jetzigen Zeitpunkt von Kaffeesatzleserei.

Kreisverwaltung untersucht Bedarf an Räumen

Der Entscheidungsvorschlag der Verwaltung soll Angaben zu Kosten, Raumbedarf und Auswirkungen an den Schulen aufführen. Veränderungen bei den Schülerströmen will der Kreis bei der Integrierten Gesamtschule Johann Wolfgang von Goethe herbeiführen. Weniger Schüler in den Klassen fünf und sechs, dafür mehr Gymnasiasten – so lautet das erklärte Ziel. „Den Zugang kanalisieren“, nennt es Karla Krüger. Die IGS erfülle den Zweck, Beschulungstor für Wismar zu sein, wenn die Eltern im Landkreis wohnen, aber in Wismar arbeiten. Krüger: „Das ist nicht der Sinn der IGS.“

Drittes Gymnasium ist nicht geplant

Die Klassenstufen fünf und sechs besuchen an der IGS 135 bzw. 127 Schüler. Ab Stufe sieben sind es weniger als die Hälfte. Der größte Teil dürfte an die beiden Wismarer Gymnasien wechseln. Außerdem wundert sich der Kreis, dass Schüler aus Wismar-Wendorf nicht die Regionale Ostsee-Schule nutzen, stattdessen in die Altstadt zur Gesamtschule fahren. Die Lösung wird voraussichtlich sein, dass weniger fünfte Klassen gebildet werden. Jetzt sind es fünf.

Parallel will der Kreis die beiden Wismarer Gymnasien entlasten, indem mehr Schüler ihr Abitur direkt an der Gesamtschule ablegen.

Und: Den Bedarf für ein drittes Gymnasium in Wismar sieht der Kreis derzeit nicht.

Mehr lesen Sie in der OZ Wismar vom 7. Februar.

Hoffmann Heiko

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