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Wismar Landkreis soll attraktiver werden
Mecklenburg Wismar Landkreis soll attraktiver werden
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00:01 14.01.2015
Wir müssen um die Berufsschüler kämpfen.“Landrätin Kerstin Weiss

Ein Ort zum Leben und Arbeiten, nicht nur zum Urlaubmachen: Das hat sich Landrätin Kerstin Weiss (SPD) für den Landkreis Nordwestmecklenburg auf die Fahne geschrieben. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt sie während eines Vortrages vor Vertetern des Landesverbandes des Wirtschaftsrates Deutschland. Dennoch gebe es Handlungsbedarf, um die Attraktivität des Landkreises zu steigern.

„Der demografische Wandel ist auch in Nordwestmecklenburg spürbar“, sagt Weiss. Hatte der alte Landkreis vor zehn Jahren noch mehr als 18 000 Schüler, sind es derzeit 4400 Kinder und Jugendliche weniger. „Ohne die Schüler der Stadt Wismar, die seit der Kreisgebietsreform dazuzählen, wäre der Rückgang noch viel höher“, weiß die Landrätin. „Wir müssen um die Schüler kämpfen, auch in den Beruflichen Schulen. Denn auch dort muss die Mindestanzahl an Auszubildenden erfüllt sein.“ Der Standort in Wismar sei wichtig, besonders bei den Ausbildungsberufen in den Bereichen Holz und Metall.

„Generell versucht der Landkreis seit 2006 alle Schulen zu halten“, so Kerstin Weiss. Fast ist ihm das gelungen: Von 58 Einrichtungen wird in diesem Jahr eine geschlossen. „Das ist die Grundschule in Damshagen“, erklärt die Landrätin. „Die Anzahl der Schüler ist zu gering. Das ist schmerzlich, aber leider unvermeidbar.“

Ein positives Fazit zieht die Landrätin bei der Kinderbetreuung im Landkreis. „Wir haben 102 Kitas und 189 Tagesmütter in Nordwestmecklenburg“, berichtet sie. „Damit können wir den rechtlichen Anspruch auf Betreuung sehr gut erfüllen.“ Knapp 14 000 Kinder zwischen null und zehn Jahren nutzen diese Einrichtungen. „Die Betreuungsquote liegt damit bei 68 Prozent“, sagt die Landrätin. „Bei den Kindern zwischen drei und sechseinhalb Jahren erreichen wir sogar 99,18 Prozent.“

Um die Einwohner im Landkreis zu halten, braucht es ansprechende Freizeitangebote. „Im gesamten Landkreis haben wir 164 Vereine mit mehr als 19000 Mitgliedern“, sagt Kerstin Weiss. „Durch die Arbeit des Kreissportbundes sind wir in dem Bereich gut aufgestellt.“ Fast 10 000 der Vereinsmitglieder sind jünger als 26 Jahre.

„Außerdem haben wir die Kreisvolkshochschule, die an drei Orten Kurse anbietet“, zählt die Landrätin weiter auf. Im vergangenen Kursjahr nutzten 4500 Teilnehmer die 400 Angebote. „Nicht zu vergessen die vier Musikschulen. Davon sind zwei in öffentlicher und zwei in privater Trägerschaft“, so die Landrätin. „16 Bibliotheken stehen den Einwohnern zur Verfügung, die gut genutzt werden.“

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 617 200 Bücher ausgeliehen.

Auch kulturell findet Kerstin Weiss ihren Landkreis abwechslungsreich. „Wir haben in Wismar ein saniertes Theater sowie in nächster Nähe die Spielorte Lübeck, Schwerin und Rostock“, sagt Kerstin Weiss. Das Angebot an verschiedenen Museen und Künstlerhäusern sei ebenfalls gegeben.

Ein Problem sieht die Landrätin bei den Arbeitslosen. „Erfreulich ist, dass wir im November erstmals eine Arbeitslosenquote von unter acht Prozent hatten“, sagt die SPD-Politikerin. „Dennoch haben wir im Jobcenter viele Langzeitarbeitslose, deren Anzahl zunimmt. Auch bei den unter 25-Jährigen.“ Darum sei es wichtig, die Jugendlichen beim Übergang zwischen Schule und Beruf an die Hand zu nehmen. „Denn dort haben wir noch die Chance, den Großteil zu erreichen“, sagt die Landrätin.



Vanessa Kopp

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