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Landkreis verdient mit Blitzern 600000 Euro pro Jahr

Wismar Landkreis verdient mit Blitzern 600000 Euro pro Jahr

2015 kamen durch Geschwindigkeitsmessungen in Nordwestmecklenburg rund zwei Millionen Euro zusammen / 1,4 Millionen Euro kosteten die Messungen

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Klaus Schmidt, Geschäftsführer der Vetro GmbH aus Wismar, hat die Anlagen 2014 im Landkreis installiert.

Quelle: Fotos: Michael Prochnow

Wismar. Die Behörden sprechen von Maßnahmen zur Unfallverhütung, Autofahrer haben einen anderen Begriff: Abzocke. Fakt ist, die mobilen und stationären Messanlagen haben im vergangenen Jahr rund 600000 Euro in die Kreiskasse gespült. Wie Petra Rappen, Sprecherin des Landkreises, auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG mitteilte, beliefen sich die Einnahmen durch die Geschwindigkeitsmessungen auf knapp zwei Millionen Euro, die Ausgaben für die Messungen betrugen 2015 etwa 1,4 Millionen Euro. Bleibt unterm Strich ein dickes Plus für die Kreiskasse.

Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es keine genauen Zahlen für alle Messstellen. Lediglich für die ältesten stationären Blitzer-Anlagen im Landkreis, in Mallentin und Lützow, liegen die Statistiken vor. Und die sind wirklich beeindruckend: 2015 wurden in Mallentin 993742 Fahrzeuge gemessen, 12316 davon waren zu schnell unterwegs. In Lützow ist die Verkehrsdichte fast doppelt so hoch: Dort haben im vergangenen Jahr 1852742 Autos den Blitzer passiert, 12973 erhielten anschließend Post vom Landkreis. In 55000 Fällen wurde nach den Messungen ein Verwarngeld (zwischen 5 und 35 Euro) erhoben, 6000 Mal wurde ein Bußgeldbescheid (ab 35 Euro) verschickt.

Die Anlagen in Mallentin und Lützow wurden beide im August 2014 in Betrieb genommen — und dürften die Anschaffungskosten in Höhe von rund 150000 Euro pro Stück bereits wieder eingebracht haben.

Der Landkreis hat auf die neue Technik gesetzt, da die alten Starenkästen erhebliche Mängel aufwiesen. Denn die neuen Säulen können sehr viel mehr als nur Fotos machen — unter anderem sind sie sehr viel länger im Einsatz als die alten Geräte. Denn 2013 zum Beispiel wurden in Mallentin nach Aussage der Kreisverwaltung nur 7401 Fahrzeuge geblitzt, das sind erheblich weniger als 2015 mit der neuen Technik. Auch benötigen die neuen Säulen keine elektronischen Schleifen mehr in der Fahrbahn. Sie messen stattdessen direkt auf dem Fahrstreifen, die Technik unterscheidet zudem zwischen den Fahrzeugtypen, ob es sich um einen Lkw oder um ein Auto handelt. Was die Säulen allerdings, ebenso wie ihre Vorgänger, auch nicht können, das sind die Messungen von Motorrädern. Weil der Fahrer durch den Helm nicht eindeutig nachzuweisen ist, gibt es dort noch Nachholbedarf.

Das kostet es im Ort . . .

Bei Geschwindigkeitsübertretung:

bis zu 10 Stundenkilometer 15 Euro  

11 bis 15             25 Euro

16 bis 20             35 Euro     21 bis 25             80 Euro

26 bis 30             100 Euro und 1 Monat Fahrverbot möglich

31 bis 40             160 Euro und 1 Monat   Fahrverbot

41 bis 50             200 Euro und 1 Monat Fahrverbot

51 bis 60             280 Euro und 2 Monate Fahrverbot

61 bis 70             480 Euro und 3 Monate Fahrverbot

über 70             680 Euro und 3 Monate Fahrverbot

• Quelle: www.bussgeldkatalog.org

. . . und so viel kostet es außerhalb von Ortschaften

bis 10 Stundenkilometer     10 Euro 11 bis 15               20 Euro   16 bis 20               30 Euro   21 bis 25               70 Euro 26 bis 30               80 Euro (1   Monat Fahrverbot sind möglich)   31 bis 40             120 Euro und 1 Monat Fahrverbot

41 bis 50             160 Euro und 1 Monat Fahrverbot  

51 bis 60             240 Euro und 1 Monat Fahrverbot

61 bis 70   440 Euro und 2 Monate Fahrverbot

über 70             600 Euro und 3 Monate Fahrverbot

Von Michael Prochnow

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