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Landrätin hält weiterhin an Fördergesellschaft fest

Wismar Landrätin hält weiterhin an Fördergesellschaft fest

Risiken sind nach Aussage von Kerstin Weiss gering / Personalvermittler soll Geschäftsführer suchen

Wismar. Probleme und Diskussionen rund um die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg mbH (WFG) gibt es seit Jahren. Nachdem sie Anfang der 1990er-Jahre Gewerbegebiete wie in Schönberg und Upahl erschloss und sie in einem positiven Licht dastehen ließ, war zuletzt mehrfach sogar deren Sinn angezweifelt worden. Die Risiken durch die WFG seien aber gering und überschaubar, wie Landrätin Kerstin Weiss (SPD) vor dem Wirtschafts- und Tourismusausschuss erklärte.

 

OZ-Bild

Wir haben der Wirtschafts- förderungs- gesellschaft neues Leben eingehaucht.“Wolfgang Glaner (SPD)

Quelle:
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Die Beset- zung des Ge- schäftsführer- postens erfolgt durch einen Headhunter.“Kerstin Weiss (SPD), Landrätin

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Wir haben der Wirtschafts- förderungs- gesellschaft neues Leben eingehaucht.“Wolfgang Glaner (SPD)

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Die Beset- zung des Ge- schäftsführer- postens erfolgt durch einen Headhunter.“Kerstin Weiss (SPD), Landrätin

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„Die Risiken können wir beziffern“, erklärte Weiss. Das bezog sie vor allem auf die Gewerbegebiete in Lüdersdorf und Schönberg. Die Erschließungsstraße in Lüdersdorf hat mittlerweile erhebliche Bodenwellen, die beseitigt werden müssen. Die Sanierung ist mit etwas über 100 000 Euro (ohne Planungs- und Bauleitungskosten) aber überschaubar, wie jetzt ein gerichtlich bestellter Gutachter feststellte. Der Sachverständige regte deshalb an, dass sich die Gemeinde Lüdersdorf und die WFG einvernehmlich einigen. Das könnte so aussehen, dass die WFG an die Gemeinde einen Betrag von 3000 Euro zahlt. Kommt ein entsprechender Vergleich zustande, wären damit sämtliche Ansprüche der Gemeinde gegen die WFG in Bezug auf die Bodenunebenheiten abgegolten.

Ein vom Landkreis beauftragter Fachanwalt habe, so die Landrätin, außerdem festgestellt, dass die von der Gemeinde Lüdersdorf entsprechend eines Vertrages zur Entwicklung des Gewerbegebietes geforderten Ausgleichsmaßnahmen erfüllt wurden. Hier kämen also keine Forderungen mehr auf die WFG zu. Jörg Autrum bezweifelte das stark. Nach seiner Aussage seien keinerlei Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt worden.

Nur in Schönberg könnten noch höhere Forderungen als ursprünglich angenommen auf die WFG zukommen. 100 000 Euro waren nach Aussage der Landrätin als Rückstellungen für die restliche Erschließung im Gewerbegebiet Sabower Höhe gebildet worden. Letzte Kostenschätzungen für eine Resterschließung der Technology-Straße gehen von etwa 150 000 Euro aus.

Aus den genannten Gründen mache es laut Landrätin wenig Sinn, die Grundstücke der Wirtschaftsförderungsgesellschaft an den Landkreis zu übertragen. Zumal dann der Landkreis auch noch eine Grunderwerbssteuer in Höhe von 50 000 Euro zu zahlen hätte. Außerdem würde das an die WFG ausgereichte Darlehen von 500 000 Euro nicht benötigt und könnte in Eigenkapital umgewandelt werden.

„Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Umwandlung in Eigenkapital halte auch ich für sinnvoll“, so Karl Heinold Buchholz. „Wir haben der WFG neues Leben eingehaucht“, meinte Wolfgang Glaner angesichts dieser neuen Daten und Fakten der Landrätin. Hans-Martin Helbig hatte so seine Zweifel, ob die 200 000 Euro, die der Landkreis im Haushalt für die WFG eingestellt hat, für eine qualitativ gute Arbeit ausreichen würde. Denn davon müsse ja auch der Geschäftsführer bezahlt werden. Diese Frage stellte sich für den Ausschussvorsitzenden Heiner Wilms so nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt reiche das aus. Außerdem würden die Mitglieder des Kreistages jedes Jahr neu über die Höhe der Zuwendungen für die WFG entscheiden.

Notwendig, so die Landrätin, sei die Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch heute noch, um Werbung für den Landkreis zu betreiben und Arbeitsplätze zu schaffen. Denn nach wie vor wünschten sich Investoren eine direkte Begleitung. Das könne die Verwaltung auch fachlich nicht leisten. Wichtig ist Weiss in diesem Zusammenhang auch die Besetzung des Geschäftsführers. Sie soll durch einen sogenannten Headhunter, einem externen Dienstleister, erfolgen.

Dirk Hoffmann

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