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„Laska“ durfte nach fast zwei Monaten Wismar verlassen

Wismar „Laska“ durfte nach fast zwei Monaten Wismar verlassen

Der nicht seetüchtige Frachter wurde zur Reparatur nach Kaliningrad geschleppt. Die Hafenbehörde und der Reeder fanden einen Kompromiss.

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Die „Laska“ lag seit Mitte Januar an der Wismarer Stockholm-Pier. Gestern wurde das „Geisterschiff“ in die Werft nach Kaliningrad geschleppt. Der russische Schlepper „Norsund“ nahm den Frachter an den Haken.

Quelle: Hans-Joachim Zeigert

Wismar. Es war nicht Freitag der 13., sondern der gestrige Mittwoch, der die Wismarer Hafenbehörde von einer Last befreite. Grund war die „Laska“, die seit Mitte Januar den Liegeplatz am Stockholm-Kai blockierte und gestern Nachmittag von zwei Schleppern an den Haken genommen wurde. Ziel des Schleppzuges mit dem manövrierunfähigen und unbesetzten Frachter ist ein Reparaturdock in Kaliningrad.

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Was am 23. Januar begann, hat nun ein gutes Ende genommen.“Harald Forst, Hafenkapitän

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„Uns allen fällt natürlich ein Stein vom Herzen, denn es gibt genug Beispiele, wie sich so etwas zu einer endlosen Geschichte entwickeln kann“, zeigte sich Wismars Hafenkapitän Harald Forst sichtlich erleichtert. Vorsorglich hatte die Hafenbehörde schon für den Fall der Fälle einen Plan B entwickelt. „Wäre das Objekt tatsächlich zum ‚Geisterschiff geworden‘ müssten wir Maßnahmen zum Verholen des Schiffes auf einen möglichst wenig benutzen Liegeplatz ergreifen, wo es nicht den Hafenablauf behindert.“ Doch dies blieb nun allen erspart.

Rückblende: Seit Mitte Januar lag der knapp 90 Meter lange Frachter „Laska“ fest vertäut an der Stockholm-Pier (die OZ berichtete). An die Kette gelegt, sagt der Fachmann in einem solchen Fall, wenn es Probleme mit ausstehenden Verbindlichkeiten gibt oder aber das Schiff nicht die Anforderungen an die international vorgeschriebene Seetüchtigkeit erfüllt.

Letzteres war der Fall, nachdem sich der Frachter aufgrund von Auffälligkeiten einer sogenannten Hafenstaat-Kontrolle durch dafür zuständigen Organe unterziehen musste. Ein Team aus Fachleuten wurde fündig und beauflagte den im Klaipeda (Litauen) ansässigen russischen Reeder, entsprechende Reparaturmaßnahmen zu veranlassen, um den geforderten, internationalen Sicherheitsstandard wiederherzustellen. Da dies in Wismar offensichtlich nicht möglich war, arbeiteten die Behörden an einer anderen Lösung — Abschleppen in Richtung Kaliningrad. Dazu erreichte bereits am gestrigen Vormittag der russische Hochseeschlepper „Norsund“ den Wismarer Hafen. Am frühen Nachmittag verließ der Schleppverband die Hansestadt. Der russische Kapitän und seine sechsköpfige Crew hoffen, mit ihrem 31 Meter langen Kraftpaket von 2000 PS bei günstigen Wetterbedingungen den Einsatz innerhalb von drei Tagen gemeistert zu haben. Die „Fairplay II“ der gleichnamigen Rostocker Reederei gab zusätzliche Assistenz.

Für den Hafenkapitän hätte es weit schlimmer kommen können. Letztendlich habe sich dank intensiver Kommunikation in einem relativ vertretbaren Zeitraum eine einvernehmliche Lösung gefunden. „Was am 23. Januar begann, hat heute am 13. März ein gutes Ende genommen, sodass für uns die Akte ,Laska‘ geschlossen werden konnte“, so Forst.

Am Rande des Geschehens freute sich der Wismarer Angler Rüdiger Queda, der die Aktion im Hafen beobachtete: „Gott sei dank wird damit unsere beste Angelstelle jetzt wieder frei.“ Der Hering lässt zwar noch etwas auf sich warten, aber es soll bald losgehen.

Hans-Joachim Zeigert

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Die norwegische, nicht seetüchtige „Laska" wurde am Mittwoch von zwei russischen Schleppern aus dem Wismarer Hafen geholt, um in Kaliningrad repariert zu werden.

Die norwegische, nicht seetüchtige „Laska" wurde am Mittwoch von zwei russischen Schleppern aus Wismar geholt, um in Kaliningrad repariert zu werden.

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