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Leben auf einem alten Dominialhof

Roxin Leben auf einem alten Dominialhof

Familie Schnieder gehört seit 1993 der Hof Roxin, der 1669 erbaut wurde / Besitzer pflegen Tradition der Bauernzäune

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Alte Bauernzäune umrahmen malerisch den Hof Roxin.

Roxin. „14 Jahre Bauzeit brauchte es, um den Hof zu restaurieren.“, berichtet Wilhelm Schnieder, der gemeinsam mit seiner Frau Margot den alten, denkmalgeschützten Dominialhof am Dorfeingang von Roxin – von Mallentin aus kommend – gleich neben der Stepenitz im Jahr 1993 erwarb. Im Lauf der Bauzeit eignete sich Wilhelm Schnieder viele Kenntnisse an – unter anderem im Lehmbau. Das tat der Optikermeister zum einen, um mit anzupacken, zum anderen, um die Bauleute aus der Region, die er für die Restaurierung anstellte, anzuleiten.

 

OZ-Bild

Wilhelm und Margot Schnieder leben seit zehn Jahren in Roxin.

Schnieders haben sich zudem genauestens über den Hof informiert, auf dem sie seit über 10 Jahren nun auch leben. „Das Landesarchiv Schwerin war so liebenswürdig uns Kopien vieler alter Schriftstücke anzufertigen.“, erzählt Wilhelm Schnieder. In einem dieser Schriftstücke vom 17. September 1649 bekundet der Landesfürst Friedrich Herzog zu Mecklenburg gegenüber einem Antragsteller seine Absicht, diesen Hof errichten zu lassen. Der Hof selbst, die sogenannte Hufe III zu Roxin, soll schon im 13. Jahrhundert entstanden sein.

„Es ist etwas ganz Besonderes für uns, hier in all der Historie zu leben“, sagt Wilhelm Schnieder. Dass er und seine Frau sich auch ansonsten für alte Traditionen erwärmen können, liegt nah. So liegt ihnen nicht nur eine ökologisch unbedenkliche, nachhaltige Landwirtschaft und Viehhaltung auf den zum Hof gehörenden Flächen am Herzen, sondern unter anderem auch das traditionelle Handwerk.

Die Schnieders haben sich bewusst dafür entschieden, ihren Hof mit alten Bauernzäunen zu umrahmen. Ein Mitarbeiter des Hofes stellt diese Bauernzäune auch für all jene her, die ihre historischen Höfe damit ausstatten wollen.

„Wir bauen nach altem Vorbild ökologische Bauernzäune aus Edelkastanie, lateinisch ’castanea sativum’.“, erklärt Wilhelm Schnieder. Das Holz wird in nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen, von Hand gespalten und zum Zaun verarbeitet. „Die Haltbarkeit der Edelkastanie ist vergleichbar mit der von Eiche und Robinie. Ohne jede Behandlung können diese Bauernzäune mehr als 20 Jahre stehen, wobei ein Bauernzaun mit den Jahren immer schöner wird.“, so Schneider. Für Gärten zum Beispiel können auch Rosenbögen und Rankhilfen angefertigt werden, ebenfalls aus Edelkastanie.

Info: www.bauernzaun.de

am

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