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Grevesmühlen Lernen mit Handys und Tablets

Grevesmühlener Gymnasium darf sich Referenzschule für Medienbildung nennen

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Lernen mit dem Handy – für die Gymnasiasten Philipp Dietrich (15, l.) und Paul Lange (14) mittlerweile völlig normal.

Quelle: Jana Franke

Grevesmühlen. Handyverbot? Darüber können die Schüler am Gymnasium „Am Tannenberg“ nur lachen. Handys, Tablets und Laptops gehören seit 2011 zum Schulalltag. Seinerzeit bewarb sich die Einrichtung für den Schulversuch „Auf dem Weg zur Medienschule“. Jetzt erhielt sie das Gütesiegel und darf sich nun „Referenzschule für Medienbildung“ nennen. 16 Schulen in MV bekamen damals vom Bildungsministerium einen positiven Bescheid – darunter das Grevesmühlener Gymnasium, das bis heute einiges auf den Weg brachte. Ein Team von Lehrern – Torsten Fischer, Bernd Mickan, Thomas Podella, Ulf Stegmann, Andrea Großmann und Ute Debold – nahm an Fortbildungen teil, arbeitete mit anderen Schulen des Schulamtsbereiches und dem Schulträger zusammen. Plötzlich waren auch für die sonst Technikabstinenten mobile Endgeräte im Arbeitsalltag normal. Auch bei Schülern sind die nicht mehr wegzudenken. „Wir recherchieren Begriffe oder arbeiten im Internet Dinge aus, die nicht in Schulbüchern stehen“, berichtet Paul Lange.

Lernen die Schüler dadurch besser oder schneller? „Nein“, verdeutlicht Thomas Podella. „Aber sie lernen mit Technik, die das tägliche Leben bestimmt.“ 60 Prozent der Eltern habe sich sogar für eine Tablet-Klasse ausgesprochen, 30 Prozent hätten für ihr Kind ein eigenes Gerät angeschafft. „Dann hätten wir aber eine komplett neue Klasse bilden müssen“, so Podella.

Für Schulleiterin Ute Debold steht fest: Obwohl der Schulversuch offiziell beendet ist, die Einrichtung wird nicht auf die neuen Medien verzichten.

Jana Franke

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