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„Lesen ist das A und O für das ganze Leben“

Wismar „Lesen ist das A und O für das ganze Leben“

Beim Vorlese-Wettbewerb der Ostsee-Schule in der Bibliothek übergab Dekan Achim Hack neue Hochschul-Publikationen / Die Bücher sind die neue Attraktion im Zeughaus

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Dieses Buchpaket hat es in sich: Uta Mach, Leiterin der Stadtbibliothek, nimmt von Professor Achim Hack, Dekan der Hochschule Wismar, zahlreiche Publikationen entgegen. Die teils aufwendig gestalteten Bücher können demnächst angesehen und ausgeliehen werden. Fotos (5): Kay Steinke

Wismar. Die Kinder der Hansestadt stehen auf Bücher. Dies zeigte sich gestern beim Vorlese-Wettbewerb der Ostsee-Schule in der Stadtbibliothek Wismar.

 

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Das eBook hat sich als Tendenz zerschlagen. Bücher kommen noch immer vor — und sind gerade bei den Kindern beliebt.“Inge Peplau, Buchhändlerin

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Vor einer Jury und rund 50 Kindern traten die sechs besten Leser der fünften Klassen gegeneinander an. Die beste Leistung zeigte dabei Rowena Drewing, die Elfjährige sicherte sich den ersten Platz.

Im Anschluss an den Wettstreit übergab Professor Achim Hack, Dekan der Hochschule Wismar (HSW), der Bibliothek ein Buchpaket, mit Publikationen der HSW, die besonders optisch und haptisch beeindruckten.

„Unsere Bücher sollen euer Interesse wecken“, sagt Achim Hack. Für den Vertreter der Fakultät Gestaltung, zu der die Fachrichtungen Architektur, Design und Grafikdesign gehören, haben die gestifteten Bücher eine spezielle Funktion: Sie inszenieren die Arbeit der Studenten und Hochschulabsolventen. „Viele unserer Arbeiten werden in Büchern vorgestellt“, erklärt Hack und fügt hinzu:

„Unter den Büchern sind die besten Studienarbeiten der letzten sechs Jahre. Aber auch ein Buch mit Sagen und einer grafischen Umsetzung dieser und ein Buch zur regionalen Architektur und Baukultur.“

„Die Übergabe des Buchpaketes fand so zum ersten Mal statt“, sagt Bibliotheksleiterin Uta Mach. „Wir wollten den Kindern zeigen, was es für unterschiedliche Bücher gibt.“ Einige der HSW-Publikationen würden bald zu den neuen Attraktionen unter den rund 80 000 Einheiten im Zeughaus gehören. Die 20 Mitarbeiter müssten diese nur noch ins System einpflegen, dann könnten Nutzer diese betrachten und ausleihen.

Eine längere Tradition hat der Vorlese-Wettbewerb mit der Ostsee-Schule. Nach Angaben der Veranstalter fand dieser zum zehnten Mal statt. Die Jury kürte Rowena Drewing zur besten Vorleserin. Dabei überzeugte sie in beiden Kategorien. Zuerst las sie einen Abschnitt aus „Streifensterns Bestimmung“, dem vierten Teil des Fantasy-Epos „Warrior Cats“ (Krieger-Katzen) vor, anschließend nahm sie auch bei den „unvorbereiteten Texten“ mit ihrer Vorlese-Leistung das Publikum mit. Über die Auszeichnung freute sich Rowena riesig. „Ich habe meinen Text in den letzten vier Tagen immer wieder geprobt“, sagt sie. „Ich bin überglücklich und kann das selber noch nicht fassen.“ Die Elfjährige geht regelmäßig in die Bibliothek, die Lieblingsbücher kauft sie sich selbst. „Ich habe schon ein richtiges Regal voll“, sagt sie. „Ich mag Bücher. Auf dem Smartphone lese ich eher nicht.“ Auf Platz zwei landete Freundin Sina Mulson (11), den dritten Platz belegte Leonie Kühn (11).

„Vor Publikum in der Bibliothek zu lesen, ist für die Kinder eine neue, wichtige Erfahrung“, sagt Lehrerin Petra Magholder. „Man hat gemerkt, wer aufgeregt war.“ Der Saal im Zeughaus sei für die Schüler eine ungewohnte Umgebung. „Es zeigt sich, wer gut lesen kann“, sagt Magholder. „Gutes Lesen hilft im Leben weiter.“

Ähnlich sieht dies auch Prof. Heinz-Herbert Büttner vom Förderverein der Stadtbibliothek. „Durch das Lesen werden die Kinder rhetorisch fitter und können auch besser schreiben“, stellt das Jury-Mitglied fest. Daher sei das gedruckte Wort für den Nachwuchs auch so wichtig. „Bücher bestehen gegen die digitale Revolution“, sagt er.

Von Kay Steinke

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