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Wismar Letzte Rock- und Popnacht
Mecklenburg Wismar Letzte Rock- und Popnacht
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00:00 17.11.2016
Geprobt wird bei der „West Port Band“, da es sich um rein akustische Gitarrenmusik handelt, meist auch oft daheim im privaten Wohnzimmer. Die Bandmitglieder: René Fink. Harald Kaiser, Helmut Meier, Marek Wolowitz und Doris Scharleni (v. l.). FOTO: HORST LOTHAR

. Am kommenden Sonnabend heißt es Abschied nehmen von einem für Amateurmusiker aus der lokalen Szene interessanten Projekt des kulturellen Lebens in der ländlichen Region rund um Wismar: Im Lokal „Ringelrein“ in der Hauptstraße 7 neben dem Gemeindehaus in Hornstorf wird zum Finale geblasen. Ab 20 Uhr wird hier zur letzten Rock- und Pop-Nacht eingeladen. Anschließend stellt die Gaststätte seine von vielen Musikern aus der Umgebung geschätzten Aktivitäten ein und macht zu. „Das sehen wir mit einer ganz dicken Träne im Knopfloch“, so Helmut Meier, einer der Mitbegründer der „West Port Band“ aus Wismar, einer Amateurband, die sich der Pflege akustischer Gitarrenmusik verschrieben hat. „Wieder bricht da etwas weg, das mit privaten Initiativen allein eben nicht zu halten ist, nämlich im ländlichen Bereich rege kulturelle Aktivitäten zu entwickeln“, ergänzt Meier. „Ebenso erging es uns auch mit den hoffnungsvollen musikalischen Treffpunkten auf der Märchenwiese am Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg, woraus der Museumsverein sich leider wegen finanzieller Nöte zurückziehen musste und nun Falko Hohensee sich auf rein privater Basis trotzdem weiter privat stark engagiert, ein kleines Flämmchen zur Bewahrung kultureller Aktivitäten im ländlichen Raum nicht gänzlich sterben zu lassen“, meint der Hobbymusiker. „Wir haben in den zurückliegenden Jahren leider die Erfahrung machen müssen, dass von der kommunalen Ebene keinerlei Unterstützung für so etwas zu erwarten ist. Schade“, resümiert Helmut Meier enttäuscht.

„Das sehen wir mit einer ganz dicken Träne im Knopfloch.“Helmut Meier, Hobbymusiker

An diesem Abschiedsabend in Hornstorf mit dabei ist auch die Band „Quo Vadis“ mit ihrem Gründer Thomas Wiek aus Maßlow, der mit seinem Bandprojekt trotz mehrfacher Umbesetzungen über ein erstaunliches Durchhaltevermögen nun schon seit Jahren an den Tag gelegt hat und mangels öffentlicher Aufträge trotzdem immer wieder noch zu einem privaten Hoffest mit viel Musik einlädt, auch ohne Gagen zahlen zu können. Als Dritter im Bunde bei diesem Abschiedsabend ist DJ „T.K.“ dabei, der seine heißesten Scheiben mitbringen will, damit keiner mit kalten Sohlen seiner Tanzschuhe nach Hause gehen muss. Am Sonnabend ist der Einlass ab 19 Uhr. „Es wäre schön, wenn alle Fans, die uns bisher die Treue gehalten haben, zur Abschiedsparty wieder dabei sind“, so Helmut Meier, der sich bei „West Port“ seit Jahren als Multi-Instrumentalist engagiert einbringt.

Horst Lothar

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