Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Mädchen und Jungen teilen so wie Martin
Mecklenburg Wismar Mädchen und Jungen teilen so wie Martin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 14.11.2016
Sie spielten eine Szene aus dem Leben des heiligen Martin nach: Mathilde (10), Clara (6), Luk (9), Helene (6), Alvar (6), Salome (10), Mette (7), Peer (10) und Henning (10, v. l.) von der Eisbären-Klasse der Evangelischen Grundschule „Robert Lansemann“ Wismar. Fotos (4): Norbert Wiaterek

„Ein bisschen so wie Martin möcht’ ich manchmal sein“: Dieses Lied sangen 250 Kinder und Erwachsene in der Neuen Kirche in Wismar. Sie erinnerten am Martinstag an die guten Taten des Mannes, der vor 1700 Jahren im heutigen Ungarn geboren wurde, Offizier im römischen Heer war, später als Einsiedler lebte und ab 372 bis zu seinem Tod im Jahr 397 als Bischof von Tours (Frankreich) wirkte.

Zur Galerie
Kinder bringen Weihnachtspäckchen für Gleichaltrige in Albanien in die Neue Kirche und brechen Hörnchen

Besonders bekannt ist eine Geschichte: Der Soldat Martin soll im Jahr 334 am Stadttor von Amiens einen Mantelumhang mit einem frierenden Bettler geteilt haben. Diese Szene spielten Kinder aus der Evangelischen Schule „Robert Lansemann“ in der Neuen Kirche nach. Luk Walker (9) stellte Martin dar, Peer Holbe (10) wirkte als Bettler. Weitere Kinder hatten sich als Soldaten, Engel und Pferde verkleidet. „Geprobt haben wir seit Beginn des Schuljahres. Die Kulissen wurden im Hort angefertigt“, erzählte Hortleiterin Nicole Schmidt, die von Erzieher Chris Klich unterstützt wurde.

Auch beim Ökumenischen Fest in der Neuen Kirche wurde geteilt: Noch vor der Darbietung der jungen Schauspieler aus der Eisbären-Klasse zeigten Kinder und Erwachsene ein Herz für Menschen, denen es nicht so gut geht. Sie legten 14 Weihnachtspäckchen für albanische Mädchen und Jungen vor den Altar. Frieder Weinhold und sein Team von der Albanienhilfe wollen diese und viele weitere Geschenke in Kürze auf dem Balkan verteilen.

Nach dem Segen ging es mit Laternen und Martinslichtern zum benachbarten Marienkirchplatz, wo ein Feuer loderte, der Posaunenchor aus Wismar spielte, weitere Martins- sowie Mond-Lieder gesungen und 200 Martinshörnchen, die die Bäckerei Tilsen gespendet hatte, geteilt wurden. Besondere Freude bereitete auch das Reiten auf vier Shetland-Ponys des Reit- und Fahrvereins Strameuß.

„Ich bin froh, dass wir Christen Kerzen als besonderes Symbol entdeckt haben und verwenden. Das Martinslicht ist ein kleines Zeichen der Hoffnung, das wir in die Welt tragen“, so Pastor Thorsten Markert während der Andacht. „Wenn wir etwas für andere Menschen tun, wird es heller. Beim Teilen geht ganz viel Licht auf. Ich wünsche mir, dass wir erkennen, wo Menschen Hilfe brauchen.“

An den heiligen Martin und seine guten Taten wurde in den vergangenen Tagen nicht nur in der Neuen Kirche erinnert. Martinsfeste mit Laternenumzügen waren unter anderem auch am Friedenshof II in Wismar, in Dambeck, Neukloster, Hohen Viecheln, Gressow, Warin und Dreveskirchen beliebt.

Norbert Wiaterek

Kolt is’t buten worden. Mi kümmt so vör, as wier de Sommer dit Johr wedder väl tau fix vergahn, so, as’t mi alle Johr geiht.

14.11.2016

In den eigenen vier Wänden eine neue Kultur entdecken – diese Erfahrung können Familien aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg ab Februar 2017 machen.

14.11.2016

Heute ist es soweit: Zum ersten Mal wird der Erhard-Bräunig-Preis verliehen. Die Bürgerstiftung der VR-Bank hat im Gedenken an den 2015 tödlich verunglückten ehemaligen ...

14.11.2016
Anzeige