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Wismar Maler verschenkt Kirchengemälde
Mecklenburg Wismar Maler verschenkt Kirchengemälde
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00:00 06.12.2017
Bildübergabe in der Friedrichshagener Kirche: Ingeborg Schneider, Wolf Schindler, Joachim Schünemann, Gunhild Hanf und Jana Böttcher (v. l.). Quelle: Foto: Annett Meinke
Friedrichshagen

Seit 16 Jahren, immer im Frühling, besucht der Weilheimer Maler Wolf Schindler (76) gemeinsam mit Künstlerkollegin Ingeborg Schneider (77), ebenfalls aus Weilheim, das Mecklenburgische Künstlerhaus Schloss Plüschow. Vier Wochen lang mieten sich Schindler und Schneider in den Ateliers dort ein, um konzentriert an ihren Werken zu arbeiten. Nun sind die beiden zu ungewöhnlicher Zeit zurückgekehrt. Anlass: die Schenkung zweier Gemälde an den Förderverein zum Erhalt der Friedrichshagener Kirche und die Kirchengemeinde Gressow. Motive der Bilder, die Wolf Schindler gemalt hat, sind die Friedrichshagener und die Gressower Kirche.

„In einem Künstlerjournal habe ich im Jahr 2001 entdeckt, dass die Möglichkeit besteht, in Plüschow Ateliers auf Zeit zu mieten“, erzählt Schindler zu dieser Gelegenheit. Der Maler stammt ursprünglich aus dem Schleswig-Holsteinischen, bevor es ihn dann in das Oberbayerische verschlug. Seit 24 Jahren widmet er sich ausschließlich der Kunst. Zuvor hat er in anderen Berufen gearbeitet, berichtet er weiter. Die Kunst habe er zwar nie wirklich nebenbei – aber eben lange nicht hauptberuflich ausüben können.

Schindler und seine Kollegin verliebten sich in das Plüschower Schloss und in die nordwestmecklenburgische Landschaft. „Wir streifen natürlich immer ausgiebig durch die Gegend, wenn wir hier sind“, sagt Ingeborg Schneider. Dass für Maler „Umherstreifen“ wohl immer auch gleichzeitig Motivsuche bedeutet, ist ja schon klar. Und weil Schindler nicht nur die Natur, sondern unter anderem auch die schlichten norddeutschen Kirchen besonders liebt und er die Friedrichshagener Kirche irgendwann entdeckte – auch die in Gressow –, malte er sie.

Die Gemälde der beiden Bauwerke (Acrylfarbe auf Papier) überreichte Wolf Schindler nun offiziell in der Friedrichshagener Kirche. Joachim Schünemann, Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Friedrichshagener Kirche, der gemeinsam mit Organistin Gunhild Hanf und Jana Böttcher, Mitglied im Vorstand des Fördervereins, die beiden Bilder entgegennahm, bedankte sich bei dem Maler – nicht nur für die Gemälde. „Wir freuen uns natürlich sehr über die Würdigung unserer beiden schönen Kirchen, die zu einer Kirchengemeinde gehören. Wir bedanken uns aber auch für die Postkarten mit diesen beiden Motiven, die uns der Künstler geschenkt hat, ebenso für die CD mit den Motiven.“ Eine gute Werbung, wie Schünemann, Böttcher und Hanf finden – für die beiden Kirchen und die Arbeit der Ehrenamtlichen, die für ihren Erhalt sorgen. Wo die Gemälde der Gressower und Friedrichshagener Kirche letztendlich hängen und vielleicht auch zu besichtigen sein werden, darüber wollen die Kirchengemeinde und der Friedrichshagener Förderverein noch beraten. Angedacht war zunächst, so Schünemann, das Gemälde der Friedrichshagener Kirche vielleicht einmal im Turm – nach seiner erfolgten Restaurierung – zu präsentieren. Aus Gründen der Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ist das allerdings problematisch. Bis zur Entscheidung finden beide Bilder Platz im Gemeinderaum des Pfarrhauses in Gressow.

„In meiner Kunst geht es mir nicht so sehr um das konkret Gegenständliche“, sagt Maler Wolf Schindler. „Ein Bild zu malen, ist für mich immer eine Reise. Das Ergebnis oft überraschend.“ Im Fall der beiden Nordwestmecklenburger Kirchen überrascht vor allem die Farbgebung der Bilder. Blau und Rot in verschiedensten Schattierungen verleihen den Kirchen etwas zauberhaft Magisches.

Info: http://www.wolf-schindler.de/

Annett Meinke

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