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Maritimer Bestattungsgarten in Wismar

Wismar Maritimer Bestattungsgarten in Wismar

Thematische Inseln für 74 Urnen und sechs Erdgräber / Genossenschaft verwaltet die Gemeinschaftsanlage

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Ein Anker bildet den Mittelpunkt des Bestattungsgartens auf dem Wismarer Westfriedhof. Direkt neben dem gut 200 Kilogramm schweren Schiffsanker sind sechs bunt bepflanzte und mit individuellen Grabsteinen versehene Urnenflächen angelegt. Fotos (2): Norbert Wiaterek

Wismar. Ein schwarzer Anker ist das Wahrzeichen des neuen Bestattungsgartens auf dem Wismarer Westfriedhof, der gestern eröffnet wurde. Senator Michael Berkhahn (CDU) sowie die Friedhofsgärtner Thomas Dänhardt aus Dorf Triwalk und Mark Sommer aus Wismar trennten symbolisch ein violettes Band durch. Für Flächen auf dem knapp 300 Quadratmeter großen Areal gibt es laut Friedhofsverwalterin Grit Schaller-Uhl bereits erste Interessenten.

OZ-Bild

Thematische Inseln für 74 Urnen und sechs Erdgräber / Genossenschaft verwaltet die Gemeinschaftsanlage

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Um den zentral aufgestellten, etwa 200 Kilo schweren Anker sind sechs mit Granitsteinen eingefasste Grabinseln mit den Bezeichnungen „Düne“, „Heimathafen“ und „Strandgut“ angeordnet, auf denen Platz für insgesamt 74 Urnengräber ist. Daneben gibt es eine „Gezeiten“-Fläche für sechs Erdbegräbnisse, alles durch geschwungene und mit Kieselsteinen bedeckte Wege verbunden. Zu dieser maritimen Gemeinschaftsanlage gehören eine ansprechende Bepflanzung und individuelle Grabsteine, auf denen die Namen der Toten geschrieben werden. „Mit dem attraktiven Bestattungsgarten ,Zum Anker’ gehen wir einen neuen Weg in der Gestaltung der Wismarer Friedhofskultur und erweitern das Angebot an abwechslungsreichen Grabanlagen. Die Nachfrage nach pflegefreien Grabmodellen ist hoch“, erklärte Grit Schaller-Uhl. Senator Berkhahn sprach von einer interessanten und würdevollen Anlage, die zum Besichtigen und Verweilen einlädt.

Die Friedhofsgärtnereien Dänhardt und Sommer sowie die Steinmetze Ulf Bork aus Neukloster und Klaus-Peter Götzke aus Kritzow hatten sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und das Areal entwickelt. Vorbild war eine Friedhofsanlage in Lübeck. Nach dem ersten Spatenstich Mitte Dezember vergangenen Jahres ging es in Wismar zügig voran. Auf den sechs Urnenflächen blühen jetzt bunte Blumen neben grünen Stauden und Bodendeckern. Die schon aufgestellten Grabsteine, viele aufwändig gestaltet, können genutzt werden. „Aber auch andere Lösungen sind möglich“, wie Thomas Dänhardt betonte. Interessant sind die Details: Auf einigen Steinen sind derzeit kleine Segelboote, Muscheln und ein sich umarmendes Paar zu entdecken. Zum Bereich „Düne“ gehören mehrere niedrige Holzpalisaden, die durch ein Tau miteinander verbunden sind. Sitzbänke sollen noch folgen.

Die Friedhofsverwaltung vergibt eine Wahlgrabstätte in der Gemeinschaftsanlage „Zum Anker“ nur, wenn die Nutzungsberechtigten einen Dauergrabpflegevertrag mit der Friedhofsgärtner Lübeck eG – in der Genossenschaft sind auch Wismarer Friedhofsgärtner organisiert – abgeschlossen haben. „Die Dauergrabpflege sichert die gestalterische Qualität der Grabstätte bis zum Ende der Ruhefrist ab“, informierte Michael Berkhahn. „Angehörige bekommen ein Rundum-sorglos-Paket. Sie müssen sich also um die Pflege keine Sorgen machen“, erklärte Thomas Dänhardt. „Das übernehmen Profis.“

Vier Preiskategorien

74Urnen- und sechs Sarggräber gibt es im neuen, etwa 300 Quadratmeter großen Bestattungsgarten „Zum Anker“ auf dem Wismarer Westfriedhof.

7Grabinseln , darunter sechs für Urnen, wurden unterschiedlich gestaltet und in vier Preiskategorien unterteilt. Die Dauergrabpflege in den Urnenflächen „Heimathafen“, „Strandgut“ und „Düne“ kostet inklusive Basis-Grabstein 145 Euro, 187,50 Euro beziehungsweise 225 Euro pro Jahr bei einer Ruhefrist von insgesamt 20 Jahren. Pro Grab können bis zu vier Urnen beigesetzt werden. Im Bereich „Gezeiten“ ist Platz für jeweils einen Sarg und ein bis zwei Urnen, die Dauergrabpflege kosten dort 260 Euro pro Jahr. Ruhezeit: 25 Jahre.

Norbert Wiaterek

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