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Marode Rohrleitungen werden für Gemeinden teuer

Neuburg Marode Rohrleitungen werden für Gemeinden teuer

Die Gemeinde Neuburg müsste für notwendige Sanierungen etwa 2,1 Millionen Euro zahlen. Doch das Land unterstützt die Baumaßnahmen bis zu 80 Prozent.

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Der Farpener Bach, hier an der Brücke der Kreisstraße 33, zählt in Neuburg zu den Gewässern zweiter Ordung, deren Rohrleitungen erneuert werden müssten.

Quelle: Hoffmann, Heiko

Neuburg. Der Wasser- und Bodenverband Wallensteingraben-Küste betreut 886 Kilometer Gewässer von Teich bis Bach, von der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein bis hinter Blowatz. Etwa 250 Kilometer der Gewässer fließen unterirdisch durch Rohre. Rund 20 Kilometer liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Neuburg – und die Gemeinde ist für den Erhalt zuständig. „Über Jahre haben wir Bürgermeister uns nicht damit beschäftigt, doch nun müssen wir es“, erklärte Verbandsvorsteher Elmar Mehldau, zudem Bürgermeister von Benz, den Gemeindevertretern von Neuburg.

Ein Drittel der Rohre ist verschlissen

Uwe Brüsewitz, Geschäftsführer des Verbandes, zeichnete ein bedenkliches Bild: „Wir haben die über 250 Kilometer Rohre, soweit wir konnten, mit der Kamera abgefahren – etwa ein Drittel ist marode und muss demnächst ausgebessert oder ausgetauscht werden.“ Das betreffe im Prinzip alle Verbandsmitglieder gleichermaßen, die mit stärkerer Verrohrung zugegebenermaßen stärker als die mit geringerer.

300 Euro pro laufender Meter Rohr

Der Wasser- und Bodenverband, der schon Rohrleitungen saniert hat, veranschlagt bei der Berechnung der Kosten eine Pauschale von 300 Euro pro laufender Meter Rohr. „Als wir in Benz die Summe hörten, habe ich nur gedacht: Hoppla!“, sagte Elmar Mehldau. Der etwa 23 Quadratkilometer großen Gemeinde mit knapp 650 Einwohnern würde die Erneuerung der Rohrleitungen ihrer Gewässer 1,2 bis 1,4 Millionen Euro kosten. 

80 Prozent zahlt das Land

„Nach der Drittel-Rechnung des Wasser- und Bodenverbands müssten wir von unseren 20 ungefähr sieben Kilometer Rohr erneuern. Da kämen wir auf eine Summe von etwa 2,1 Millionen Euro“, rechnete Gemeindevertreter Bernd Hartwig (CDU) für das 44 Quadratkilometer große Neuburg mit 2068 Einwohnern vor. Uwe Brüsewitz versuchte, den Schock zu mildern. Das Land habe seine Förderrichtlinie geändert. Ab sofort würde es Gemeinden mit bis zu 80 Prozent brutto unterstützen, „zumindest beim Austausch von Rohren mit zu kleinem Durchmesser“, so der Verbandsgeschäftsführer.

Beispiel „Roter See“ in Metelsdorf

Als Beispiel nannte Uwe Brüsewitz Metelsdorf aus dem Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen. Dort werde derzeit der Vorflutgraben vom „Roten See“ bis zur Bundesstraße 208 erneuert. Beziehungsweise werde er zur Verbesserung des Binnenhochwasserschutzes ausgebaut. Die Kosten liegen laut Amtsleiter Eckhard Rohde bei 800000 Euro. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt würde einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent geben. Uwe Brüsewitz gibt auch zu bedenken, dass eine Gemeinde ja nicht alle Rohrleitungen auf einmal machen müsse, sondern ein Prioritätenliste aufstellen könne. „Je nach Aufwand liegen die Kosten pro Maßnahme zwischen 150000 und 700000 Euro", erklärte er. Zu den Anlagen des Wasser- und Bodenverbands gehören außer den Rohren noch vier Kilometer Deich, neun Schöpfwerke (davon vier außer Betrieb) sowie 60 Wehre und Stauwerke.

Der Wasser- und Bodenveband:

Der Wasser- und Bodenverband Wallensteingraben-Küste wurde am 30. Oktober 1992 gegründet und hat 49 Mitglieder, überwiegend Gemeinden und Städte des Landkreises Nordwestmecklenburg. Das Verbandsbebiet umfasst alle Einzugsgebiete der Gewässer, die der Küste zufließen, von der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein, einschließlich vom Zufluss aus dem Schöpfwerkspolder Pötenitz bis zum Zufluss des Blowatzer Baches. Hinzu kommen alle Einzugsgebiete die dem Wallensteingraben zufließen, außer dem Schweriner See. Der Verbandsvorstand hat sieben Mitglieder. Vorstandsvorsitzender und Verbandsvorsteher ist Elmar Mehldau, Bürgermeister von Benz.

Sylvia Kartheuser

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