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Wismar Mehr Beschäftigung im Frühjahr — weniger Arbeitslose
Mecklenburg Wismar Mehr Beschäftigung im Frühjahr — weniger Arbeitslose
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11:31 01.04.2016

Der beginnende Frühling ist auch auf dem Arbeitsmarkt zu spüren. Nach dem milden Winter und vor der einsetzenden Saison stellen die Unternehmen wieder Arbeitskräfte ein. Auch die gute Konjunktur sorgt für mehr Beschäftigung. Die Zahl der Arbeitslosen ging im März zurück, in Nordwestmecklenburg sind jetzt insgesamt 7182 Menschen ohne Job, in Wismar und Umgebung 4259. Die Quote sank jeweils um vier Prozent auf 8,6 im Landkreis und 10,3 Prozent im Geschäftsstellenbezirk Wismar.

Agenturchef Peter Dumonti
Jobcenterchef Martin Greiner
Agenturchef Peter Dumonti
Jobcenterchef Martin Greiner

„Haben sich hier im Januar noch 615 Personen aus Beschäftigung arbeitslos gemeldet, waren es im März nur noch 241“, berichtete gestern Peter Dumonti, Verbundgeschäftsstellenleiter der Arbeitsagentur. Im Nordwestkreis verloren insgesamt 982 Frauen und Männer zu Jahresbeginn ihren Job, im März waren es 413. „Ein umgekehrtes Bild ergibt sich aus den Abmeldungen in Beschäftigung“, erklärte Dumonti. Fanden im Januar 376 Nordwestmecklenburger Arbeit, waren es jetzt im März bereits 691. Baufirmen, Landwirtschaftsbetriebe und zunehmend Unternehmen im Gastgewerbe würden jetzt Arbeitskräfte einstellen, Zeitarbeitsfirmen sowieso. Im März hatte die Wismarer Arbeitsagentur 789 Stellen im Angebot, im gesamten Landkreis gab es 1383.

Im Jobcenter Nordwestmecklenburg erhielten im März 9663 Arbeitsuchende Leistungen zur Grundsicherung. Ein Rückgang um 6,5 Prozent gegenüber 2015. Geschäftsführer Martin Greiner bewertet die Situation als relativ stabil. „Kunden, die jetzt zu uns kommen, sind vor allem Asylberechtigte.“ Der Jobcenterchef spricht von einer Zugangswelle. Aktuell sind es 683 Menschen, die vor allem aus Syrien und Afghanistan geflüchtet sind, unter ihnen viele Jugendliche. Daher steige die Zahl der jungen Arbeitslosen. Von derzeit 395 gemeldeten unter 25-Jährigen sind 183 anerkannte Asylberechtigte.

Greiner sieht in ihnen eine große Chance für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Landkreis. „Betriebe können sich auf Potenzial freuen“, sagt er und prophezeit, dass sich schon 2017 das Verhältnis von Nachfrage und Lehrstellenangebot umkehren könnte. Von den 683 Migranten befindet sich bereits ein gutes Drittel in Qualifikationsmaßnahmen für Sprache und Arbeit. Eine Aufgabe, die das Jobcenter zu bewältigen habe, ohne dass es die einheimischen Kunden vernachlässige.

Von Haike Werfel

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