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Mehr Geld für alle Kitas im Kreis

Wismar Mehr Geld für alle Kitas im Kreis

Die Kindertagesstätten in Nordwestmecklenburg erhalten zusätzlich mehr als eine Million Euro / Die Kinderbetreuung soll verbessert werden

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In der Kita „Spatzenhaus“ im Hornstorfer Ortsteil Rohlstorf lernen die Kinder, was gesunde Ernährung ausmacht. Damit hat die Einrichtung 2016 den Gesundheitspreis des Landes gewonnen.

Quelle: Foto: Sylvia Kartheuser/archiv

Wismar. Gute Nachrichten für die Kitas in Nordwestmecklenburg: Es gibt Geld – und zwar für alle! 1033528,80 Euro bezahlt das Land vom Kreis für die Verbesserung der Kindertagesbetreuung. „Dieses Geld ist ein reiner Zusatz“, betont Beate Dellin, Fachdienstleiterin Jugend in Nordwestmecklenburg. „Wir werden darauf achten, dass diese Summe auch wirklich für die Kinder eingesetzt wird.“ Wie das Geld nun aufgeteilt werden soll, das hat nun der Jugendhilfeausschuss beschlossen.

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Die Kindertagesstätten in Nordwestmecklenburg erhalten zusätzlich mehr als eine Million Euro / Die Kinderbetreuung soll verbessert werden

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Vertraglich festgelegt ist, dass die Hälfte des Geldes an die Gemeinden im Landkreis ausgezahlt wird – ganz gleich, ob es in dem Ort eine Kindertagesstätte gibt oder nicht. Entscheidend ist, wie viele Kinder im Alter von null bis zehn Jahren in der Gemeinde leben. So sollen alle 13 392 Kinder im gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg (Stand Ende 2015) von dem Geld profitieren.

„Wichtig ist, dass die Gemeinden das Grundziel nicht vergessen. Dieses Geld ist ausschließlich für die Verbesserungen der Kinderbetreuung gedacht und nicht, um irgendwelche Straßen zu flicken“, betont die Fachdienstleiterin. „Für den Bau von neuen Einrichtungen darf das Geld ebenfalls nicht genutzt werden“, betont Beate Dellin: „Diese Vorgaben sind vertraglich geregelt, und wir werden das kontrollieren. Außerdem müssen wir einen Bericht abgeben, was mit dem Geld realisiert wurde.“ Die Beträge werden an die jeweiligen Ämter verteilt, diese überweisen dann an die Gemeinden. „Wir werden dazu einige Vorschläge mitschicken, wofür das Geld eingesetzt werden kann“, sagt Beate Dellin. So könne eine Gemeinde, die keine eigene Einrichtung hat, das Geld beispielsweise an die Kita weiterleiten, die von den Kindern im Ort besucht wird. „Ganz viele Einrichtungen haben auch richtig tolle Ideen und Projekte, die finanziell unterstützt werden können“, sagt Beate Dellin.

Die zweite Hälfte des Geldes wird direkt an die Träger der Kindertageseinrichtungen im Landkreis verteilt. Um dabei nicht die großen Kindertagesstätten zu bevorzugen, bekommt jede der 103 Kitas einen Grundbetrag von 2500 Euro. Das restliche Geld in Höhe von knapp 260 000 Euro wird je nach Kapazität unter den Einrichtungen aufgeteilt. Für die Kitas bedeutet das, dass sie pro Platz mit zusätzlichen 23,93 Euro rechnen können. „Alle Einrichtungen im Landkreis sind nahezu komplett ausgelastet, und der Bedarf ist weiterhin da“, berichtet Beate Dellin. Auch für die Kitas hat der Landkreis Vorschläge ausgearbeitet, wofür das Geld genutzt werden kann, so beispielsweise für zusätzliche Fach- und Praxisberatung, für Fort- und Weiterbildungen der Erzieher oder weitere Qualifizierungen der Mitarbeiter. „Gerade für kleinere Kitas ist das hilfreiches Geld“, sagt Wibeke Mantei, Geschäftsführerin der Felicitas gGmbH und Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Weiterbildungen sind teuer. Doch für die Erzieher sind sie Pflicht, um stets auf dem neuesten Stand zu sein.“ Judith Keller (Die Linke), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, begrüßt den Beschluss, den die Mitglieder einstimmig angenommen haben, ebenfalls: „Den Pauschalbetrag finde ich super. So rutschen uns die kleinen Kitas nicht weg“

Tagesmütter profitieren von den zusätzlichen Geldern nicht. Der Landkreis bekommt jährlich weitere Landesmittel, die speziell für die Förderung von Kindern unter drei Jahren gedacht sind und auch die Tagesmütter bedenken.

Insgesamt erhalten die Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr 10,356 Millionen Euro aus dem nicht verbrauchten Betreuungsgeld. Im Jahr 2018 gibt es weitere 11,64 Millionen Euro.

Vanessa Kopp

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