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Wismar Mehr als 2300 Wismarer haben Briefwahl beantragt
Mecklenburg Wismar Mehr als 2300 Wismarer haben Briefwahl beantragt
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07:07 17.04.2018
Dort, wo noch bis Freitagmittag Briefwähler empfangen werden, werden am Sonntag die Ergebnisse aus den 32 Wahllokalen zusammenlaufen. Quelle: Nicole Buchmann
Wismar

Kurz vor halb neun am Morgen gestern im Ordnungsamt in der Scheuerstraße: Kristina und Jörn Timmermann steigen die Treppen in die oberste Etage hinauf. Auf das leise Klopfen an der grauen Tür mit dem Schild „Briefwahlbüro“ folgt ein munteres „Herein“.

Am Sonntag steht in der Hansestadt die Wahl zum Bürgermeister an. Neben Amtsinhaber Thomas Beyer (SPD) bewerben sich Hans-Martin Helbig (FDP, unterstützt von CDU, FDP/Grüne, Für-Wismar-Fraktion), Horst Krumpen (Die Linke) und Angelo Tewes (AfD) um das Amt des Verwaltungschefs.

Briefwahl schon bei Bundestagswahl beliebt

Die Timmermanns sind die ersten, die an diesem Tag vor der langen Tischreihe mit den vier Computermonitoren Platz nehmen. „Wir sind am Wahltag nicht da, deshalb erledigen wir das schon heute“, sagt Kristina Timmermann. Wahlschein, Stimmzettel, Ausweispapiere, die eidesstattliche Versicherung, dass sie selbst den Stimmzettel ausfüllen - all das ist vor dem Gang in die Wahlkabine zu klären. Und auch, wie welcher Zettel in welchen Umschlag gehört.

„Mehr als 2300 Wismarer haben bislang ihre Briefwahlunterlagen im Ordnungsamt beantragt“, sagt Sachgebietsleiterin Sophie Tarras. Zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr hätten mehr als 4000 Wismarer die Möglichkeit genutzt, ihre Stimme per Briefwahl oder direkt im Briefwahllokal abzugeben.

„Wählen ist demokratische Pflicht“

So machen es auch die Timmermanns. Nach der Einweisung verschwinden sie hinter den grauen Stellwänden der Wahlkabine, setzen ihr Kreuz und werfen die sorgfältigen verklebten und ineinander gesteckten Umschläge in die Wahlurne.Eine Viertelstunde später haben bereits zehn weitere Wismarer ihre Stimme abgegeben.

Eine von ihnen ist Maren Klußmann-Fricke. „Wir sind am Sonntag nicht da. Und Wählen zu gehen, ist für mich sowohl demokratisches Grundrecht als auch Pflicht“, sagt sie. „Jetzt - ein paar Tage vor der Wahl - nutzen die Leute mehr die Möglichkeit, direkt im Briefwahllokal zu wählen“, sagt Tarras. Anfangs seien mehr Anträge auf die Briefwahlunterlagen per Mail und Post eingegangen.

Vorbereitungen für Wahlsonntag laufen

Eine Etage tiefer sind die Vorbereitungen für Wahl längst in vollem Gange. 32 Umhängetaschen stehen aufgereiht auf dem Boden - eine für jedes Wahllokal. Darin unter anderem Stifte, Schreibblöcke, das Wahlgesetz, Packpapier und: eine große Dose voller Gummibärtütchen. „Die sind für unsere Erstwähler“, erklärt Tarras. Dann geht die Tür auf, der Schlüssel fürs Wahllokal in Dargetzow ist eingetroffen.

Ergebnisse werden im Bürgerschaftssaal präsentiert

Dort, wo noch bis Freitag 12 Uhr Briefwähler empfangen werden, wird am Sonntag die Wahlzentrale sein. Nachdem Punkt 18 Uhr die Wahllokale geschlossen haben und die Wahlhelfer beginnen werden, die Stimmen der mehr als 35000 Wahlberechtigten auszuzählen, laufen dort unter dem Dach die sogenannten Schnellmeldungen ein. „Wir rechnen gegen 19 Uhr mit den ersten Ergebnissen“, sagt Tarras. Die werden auf Computern für die Präsentation bereitgestellt und können von Interessierten im Bürgerschaftssaal im Rathaus mitverfolgt werden.

Buchmann Nicole

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