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Milchbauer informiert über seine Sorgen

Kleinfeld Milchbauer informiert über seine Sorgen

Beim Tag des offenen Hofes erklärte Arndt Burmeister das Problem mit zu niedrigen MilchPreisen / Ministerpräsident sagt Hilfe zu

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Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zeigte seinem einjährigen Sohn Matti zum ersten Mal Kühe.

Quelle: Steffen Oldörp

Kleinfeld. Hoher Besuch gestern für Arndt Burmeister in Kleinfeld. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) besuchte den Milchbauern aus dem kleinen Dorf bei Schönberg aus Anlass des Tages des offenen Hofes. Mit dabei beim Hofrundgang mit dem Ministerpräsidenten war auch der im April gewählte neue Bauernpräsident Detlef Kurreck.

Die Landes- regierung tut alles, um den Betrieben zu helfen und Liquidität zu ermöglichen.“ Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD)

Arndt Burmeister zeigte Sellering, Kurreck und den anderen Besuchern, wie aufwendig es ist, Milch zu produzieren. Der Ministerpräsident stieg in ein Güllefahrzeug und ließ sich alles erklären. „Ich komme nicht aus der Landwirtschaft, möchte deshalb möglichst viel wissen“, erklärte Sellering.

Arndt Burmeister freute sich über das Interesse des Ministerpräsidenten. „Gerade jetzt, wo der Milchpreis am Boden und die wirtschaftliche Situation der Milchviehhalter angespannt ist.“ Neben Milchbauern befinden sich auch Schweinefleischerzeuger seit Monaten in zum Teil „existenziellen Schwierigkeiten“. Sellering sagte Burmeister und seinen Berufskollegen beim Besuch in Kleinfeld Unterstützung zu: „Die Landesregierung tut alles, um den Betrieben zu helfen und Liquidität zu ermöglichen.“

Wichtig ist dem Ministerpräsidenten, dass die Landwirte ordentlich bezahlt werden. „Denn was hier hergestellt wird, ist sein Geld wert.“ Sellering fordert von den Molkereien einen fairen Milchpreis und erwartet auch von der Bundesregierung Hilfe für die Bauern. „Ich werde mich für eine Lösung auf Bundes- und EU-Ebene einsetzen“, versprach er den Landwirten.

Worte, die Arndt Burmeister gerne hört. Für den Milchbauern aus Kleinfeld ist es nach 2008 das zweite Mal, dass er beim Tag des offenen Hofes mitgemacht hat. „Ich möchte einfach, dass die Verbraucher sehen, was wir hier leisten“, sagt er. „Viele Verbraucher denken nach der oft negativen Berichterstattung doch: Mensch, die Landwirte, die sind nur am Rumjammern.“ Dabei sei es keineswegs so.

Schließlich würden Burmeister und seine Berufskollegen aus der Viehwirtschaft 365 Tage im Jahr arbeiten. „Wir haben keinen Urlaub, keinen Feiertag, nichts.“ Schließlich müssten die Tiere jeden Tag gefüttert werden. „So einen Riesenaufwand hat man sonst nur in ganz wenigen Berufen“, so Burmeister. Für ihn sei deshalb wichtig, mit einem Tag des offenen Hofes zu zeigen, „wie aufwendig das alles ist und das Milch einfach mehr wert ist als die 23 Cent, die wir im Moment bekommen.“

Nicht nur für die vielen Erwachsenen war der offene Hof in Kleinfeld interessant, auch viele kleine Gäste waren begeistert. Besonders begehrt bei den Besuchern war das Kälber streicheln und das Kuhstyling, bei dem die Gäste zuschauen konnten, wie einer Kuh die Haare geschnitten und sie hübsch gemacht wurde.

Der Tag des offenen Hofes in M-V ist eine Aktion des Bauernverbandes und des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. In Nordwestmecklenburg haben sich gestern drei Betriebe beteiligt.

Steffen Oldörp

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Sigrid Herzog aus Broderstorf, OT Fienstorf

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