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Millionen für Wismarer Schulen

Wismar Millionen für Wismarer Schulen

Sanierungsstau und Platzmangel erfordern erhebliche Investitionen

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Wismar. Mehrere Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in Wismarer Schulen investiert. Es geht konkret um zwei Grundschulen in Verantwortung der Stadt, einen Schulneubau in Trägerschaft der evangelischen Schulstiftung und die Goethe-Gesamtschule des Landkreises. Diese Vorhaben stehen zeitnah an. Auch die Komplettsanierung des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums, zuständig ist der Landkreis, steht auf der Prioritätenliste. Die OSTSEE- ZEITUNG stellt die Vorhaben vor.

OZ-Bild

Sanierungsstau und Platzmangel erfordern erhebliche Investitionen

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Neue Grundschule

Die Stadt plant an der Bürgermeister-Haupt-Straße im Bereich der früheren Berufsschule eine neue Grundschule. Die Kapazitäten in den vorhandenen Grundschulen reichen nicht mehr aus. Das Innenministerium hat den Nachtragshaushalt der Stadt genehmigt, damit ist nach Angaben von Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) der Weg für die Finanzierung frei. 5,34 Millionen Euro werden an Efre-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) beim Land beantragt.

Baubeginn soll im Herbst 2018 sein, die Fertigstellung voraussichtlich zum Schuljahr 2019/20. Parallel wird die Turnhalle am Friedenshof 1, alte Brechthalle, saniert. Die wird für den Sportunterricht genutzt. Für den Schulneubau werden 7,131 Millionen Euro veranschlagt, für die Sanierung der Turnhalle rund 3,4 Millionen Euro.

Fritz-Reuter-Grundschule

Nach den Herbstferien beginnen die Arbeiten am denkmalgeschützten Gebäude der Fritz-Reuter- Grundschule. Zusätzlich entstehen auf dem Gelände in der Dahlmannstraße eine Turnhalle und ein neuer Hort.

Das Vorhaben kostet insgesamt 11,6 Millionen Euro, gut acht Millionen Euro davon sind Fördermittel.

220 Mädchen und Jungen werden während der Sanierung in einer ehemaligen Kita an der Schiffbauerpromenade am Friedenshof bis August 2019 unterrichtet. Das Gebäude „Kombi 10“ wird einschließlich Nebenanlagen für 500000 Euro hergerichtet.

Robert-Lansemann-Schule

Am Lenensruher Weg entsteht eine neue Schule. Träger ist die Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung ist zum Schuljahr 2018/19 vorgesehen, so Matthias Fischer vom Vorstand der Schulstiftung. Eventuell werde es eine Übergangslösung geben müssen. Fischer: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Mit dem Neubau vergrößert sich die evangelische Schule Robert Lansemann. Derzeit besuchen Mädchen und Jungen in den Klassen eins bis sechs die Einrichtung. Die Grundschüler werden im Gebäude am Lenensruher Weg unterrichtet, die Schüler der Orientierungsstufe in einem nahegelegenen Verwaltungsgebäude in der Kanalstraße. Die dortige Nutzung soll entfallen, die jetzige Grundschule ist vor allem für den Hort gedacht. Das neue Gebäude ist für alle Schüler. Die Kapazität liegt bei 330 Schülern.

Der Schulneubau kostet etwa 4,7 Millionen Euro. Die Hansestadt beantragt Fördermittel für die Schulstiftung beim Land. Es geht um 3,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) hatte die Stadt gebeten, den Förderantrag zu stellen. Vor Monaten hatte das Land die Förderung über Städtebaufördermittel versagt. Nun also die Lösung.

Differenzen mit der Stadt habe es nicht gegeben, so Matthias Fischer: „Wir sind von der Stadt immer sehr gut unterstützt worden.“

Goethe-Gesamtschule

Das vierte Vorhaben ist die Komplettsanierung der Gesamtschule Johann Wolfgang von Goethe in der Altstadt. Träger ist der Landkreis. Die Gesamtkosten für die Goethe-Schule (490 Schüler) belaufen sich auf über zehn Millionen Euro. Schüler und Lehrer müssen für die Bauzeit von etwa zwei Jahren in Container ausweichen (die OZ berichtete). Die Container-Schule soll auf dem nicht mehr genutzten Sportplatz am Friedenshof zwischen Promenade und Friedrich-Wolf-Straße errichtet werden. Die Sanierungsarbeiten sollen im Sommer 2018 beginnen. Gesichert ist das noch nicht Die Stadt beantragt für den Landkreis Städtebaufördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Nach Angaben des Bürgermeisters ist dieser Förderweg – durch das Land eröffnet – einmalig. Denn Landkreise sind bei Städtebaufördermitteln nicht förderfähig.

Hauptmann-Gymnasium

Ein großer Sanierungsfall ist auch das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium (GHG) am Altstadtring. Im Raum stehen Kosten von 10,6 Millionen Euro. Träger ist der Landkreis. Die Arbeiten werden wahrscheinlich nicht vor dem Jahr 2020 beginnen. Die Schule wird voraussichtlich freigezogen. Im Gespräch ist ebenfalls eine Containerlösung. Gut möglich, dass das GHG die Schulcontainer am Friedenshof nach dem Auszug der Goethe- Schüler weiter nutzt. Diese Variante wird vom Kreis erwogen.

13 Schulen gibt es in Wismar: Die vier Grundschulen „Fritz Reuter“, „Rudolf Tarnow“, Seeblick und am Friedenshof, die Freie Schule der Awo (Klasse eins bis sechs), die evangelische Schule „Robert Lansemann“ (Klasse eins bis sechs), die Regionalen Schulen „Bertolt Brecht“ und Ostsee, die Goethe-Gesamtschule, die beiden Gymnasien „Gerhart Hauptmann“ und „Geschwister Scholl“, die Claus-Jesup-Förderschule und die Astrid-Lindgren-Förderschule der Wismarer Werkstätten.

Heiko Hoffmann

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