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Wismar Mister Kreisvolkshochschule geht in den Ruhestand
Mecklenburg Wismar Mister Kreisvolkshochschule geht in den Ruhestand
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00:05 28.04.2016
Sabine Oswald (57), neue Leiterin der Kreisvolkshochschule, erhält von ihrem Vorgänger Roland Hollmann (65) die Schlüssel. Quelle: Sylvia Kartheuser
Wismar

Roland Hollmann ist die personifizierte Kreisvolkshochschule (KVHS). 25 Jahre war er in der Kreisverwaltung tätig, die meisten davon an der Spitze der KVHS. Am 1. Mai geht der 65-Jährige in den Ruhestand. Gestern wurde er in Wismar offiziell verabschiedet. Der Klassenraum bei der KVHS war proppenvoll. Auch Leiter der anderen Kreisvolkshochschulen im Land waren gekommen, zum Zeichen der Hochachtung.

Eine Powerpoint-Präsentation zeigte, dass es im Arbeitsleben von Roland Hollmann durchaus komische Momente gab. Etwa auf der Eisbahn oder in Fahrgeschäften eines Freizeitparks. „Ich kann nur sagen, du hast immer eine gute Figur gemacht“, lobte seine Nachfolgerin Sabine Oswald (57). Landrätin Kerstin Weiss (SPD) würdigte den Fast-Rentner als einen Menschen, „der sich nie gescheut hat, neue Aufgaben zu übernehmen“. Sie hob seinen Einsatz für die Flüchtlinge, sein Engagement bei der Zertifizierung der Natur- und Landschaftsführer und seine ruhige Art beim Zusammenführen der Kreisvolkshochschulen von Nordwestmecklenburg und Wismar hervor.

Kerstin Weiss erinnerte sich zudem an die gemeinsame Zeit. Berufsschullehrer Roland Hollmann war am 6. Juli 1990 Jugendamtsleiter geworden. Die jetzige Landrätin kam 1991 als ABM-Kraft (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) ins Jugendamt — und Roland Hollmann wurde ihr Chef. „Was konnten wir damals noch alles aufbauen, ohne von Bürokratie gebremst zu werden“, sagte sie wehmütig und erinnerte an Bustouren mit Jugendlichen zu Konzerten von Genesis, Marius Müller-Westernhagen und Phil Collins. Gestern wünschte sie dem scheidenen KVHS-Leiter, „dass der neue Lebensabschnitt ebenso spannend werde“.

Sabine Oswald, die von 2002 bis 2011 die Volkshochschule Wismar geleitet hatte, und Mitarbeiterinnen der Standorte Grevesmühlen und Gadebusch stellten Roland Hollmann ein gutes Zeugnis aus. Bewertet hatten sie zum Beispiel Arbeitsverhalten, Leistungsbereitschaft, Mitarbeit, Kooperationsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Konfliktfähigkeit. In keinem Punkt schnitt er schlechter als mit Note gut ab. Besonders angeführt wurden jedoch seine langen Telefonate. „Hätten wir keine Flatrate, hätten wir wohl Anträge auf außerplanmäßige Ausgaben stellen müssen“, sagte Beate Lindow, Leiterin der Außenstelle Grevesmühlen, und alle lachten.

In seinem Ruhestand will sich Roland Hollmann Zeit für die Dinge nehmen, die in den vergangenen Jahren zu kurz kamen. Er und seine Frau Astrid wollen reisen, mehr Fahrrad fahren „und ich will mich endlich mehr um meine beiden Enkel kümmern“.

Von Sylvia Kartheuser

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