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Wismar Mit Lego und Computer durch Parcours
Mecklenburg Wismar Mit Lego und Computer durch Parcours
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00:45 04.07.2014
Robert Spindler (16), Schwester Sonja (13), Wolf Engehard (17) und Dominik Eichler (17, von links) aus Wismar tüfteln an ihren Robotern. Lehrerin Bärbel Madeia (58) schaut im Hintergrund zu. Quelle: Bruno Lübbers
Hasenwinkel

Im Kindesalter wird meistens der Grundstein gelegt, um den Nachwuchs an Ingenieuren und in anderen technischen Berufen zu sichern. Das wissen auch die Vertreter von Nordmetall, dem Verbund der Metall- und Elektroindustrie. Im Rahmen der Initiative Create MV veranstaltet dieser gemeinsam mit dem Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern einen Roboter-Wettbewerb für Schüler. So auch am Mittwoch in Schloss Hasenwinkel.

Die Regeln sind denkbar einfach: Die Schülergruppen haben ein Jahr Zeit, ihren eigenen Roboter zu konstruieren, der dann bei dem Wettbewerb selbstständig einen Parcours bewältigen muss. Geradeaus über eine weiße Fläche, eine Wende und zurück über eine kleine Rampe und die Ziellinie. Klingt einfach, ist es aber nicht. Weshalb zwischen den insgesamt vier Versuchen, die jedes Team hat, noch fleißig an den Eigenkonstruktionen und deren Programmierung herumgetüftelt wird. Manchmal sind es Kleinigkeiten, wie bei Tim Kindler und Simon Kusnezow vom Wismarer Gerhart-Hauptmann-Gymnasium (GHG).

„Wir hatten bei der Programmierung einen kleinen Haken nicht gesetzt und schon fuhr unser Roboter im ersten Durchgang plötzlich rückwärts statt vorwärts“, grinst Tim. Die beiden 16-Jährigen sind schon zum dritten Mal dabei.

Andere Eigenkonstruktionen scheitern schon an der Startlinie und befördern sich selbst schwungvoll in die Seitenbegrenzung. Bei manchen, wie bei den Geschwistern Sonja und Robert Spindler aus Wismar, hilft auch noch Papa mit — gemeinsam wird am Laptop gebrütet, um den nächsten Versuch ins Ziel zu bringen. Insgesamt fünf Teams aus Wismarer Schulen traten in diesem Jahr unter der Federführung des GHG in Hasenwinkel an. „Die Kinder zum Mitmachen zu bringen, ist nicht schwer, die meisten sind begeistert dabei“, so GHG-Lehrerin Bärbel Madeia, die die Teams betreut.

Bei einer Rekordzahl von 27 Teams war Nordmetall zufrieden. „Es ist schön zu sehen, wie motiviert sie zur Sache gehen, und wir hoffen, dass einige dadurch vielleicht angeregt werden, sich auch beruflich in eine technische Richtung zu orientieren“, so Melanie Kerker, Bildungsreferentin des Verbandes. Die erforderliche Technik können sich Schulen von Nordmetall zur Verfügung stellen lassen.

Aber auch eigene Technik ist erlaubt. Egal, ob vollständige Eigenkonstruktion oder beliebte Technikbaukästen von Lego. Trotz des starken Starterfeldes aus Wismar — die Siege in den zwei Kategorien unter und über 14 Jahre gingen nach Friedland und Parchim. Wismar konnte bislang noch keinen Titel erringen. Motivation für die Tüftler-Teams der Hansestadt, gleich fürs nächste Jahr weiterzubasteln.



Bruno Lübbers

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