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Mit einem Roboter die Welt verbessern

Wismar Mit einem Roboter die Welt verbessern

Michel Jensen (13) wurde bei „Jugend hackt Nord“ ausgezeichnet / Er war der jüngste von 70 Teilnehmern

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Stolz präsentiert Michel Jensen seine Urkunde mit der Auszeichnung „Bestes Design“.

Quelle: Vanessa Kopp

Wismar. Mit Code die Welt verbessern – das haben sich die Organisatoren von „Jugend hackt Nord“ als Ziel gesetzt. 70 Jugendliche haben an dem Projekt zur Förderung des Programmier-Nachwuchses Mitte Juni in Hamburg teilgenommen. Unter ihnen der 13-jährige Michel Jensen aus Heidekaten bei Blowatz. „Ich war der Jüngste“, erzählt der Schüler stolz. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich ausgewählt werde. Ehrlich gesagt konnte ich noch nicht viel, als ich mich beworben habe.“ Ende April hat er sich trotz dieser Befürchtung angemeldet und wurde ausgewählt.

Hamburg war ein richtiges Schlaraffenland. Da gab es einfach alles an Materialien.“Michel Jensen (13)

„Als ich die Zusage bekommen habe, bin ich durch die Wohnung getanzt.“ Vom 10. bis 12. Juni reiste Michael Jensen dann mit seiner Mutter Sabine nach Hamburg. Sein Projekt: Ein Roboter, der per Datenbrille, einer sogenannten Virtual-Reality-Brille, gesteuert werden kann.

„Der Nutzer setzt sich die Brille auf, die an einen Computer angeschlossen ist. Dreht der Mensch seinen Kopf, dann macht es ihm der Roboter quasi nach“, erklärt der Siebtklässler am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar. „Die Idee ist mir erst in Hamburg gekommen“, erzählt er. „Dort standen uns so viele Materialien zur Verfügung. Ein richtiges Schlaraffenland!“ Schnell hatte er Mitstreiter für seine Idee gefunden. Gemeinsam mit einem 18-jährigen Kollegen schrieb der Mecklenburger an der Software, während sich die anderen Teamkollegen um den Roboter kümmerten. Betreut wurden die Teilnehmer von Mentoren. „Wir haben alles selbst gemacht, wurden aber von diesen sehr gut unterstützt“, erklärt der 13-Jährige. „Leider haben wir in der kurzen Zeit nicht alles geschafft. Da war das Wochenende dann doch zu knapp.“ Sein Team wurde trotzdem mit dem Preis für das beste Design ausgezeichnet.

Der Nachwuchsprogrammierer, der in seiner Freizeit Klavier und Geige spielt, weiß genau, was für ihn den Reiz am Programmieren ausmacht: „Das Entwickeln! Zu verstehen, wie Dinge funktionieren.“ Angefangen habe diese Leidenschaft vor vier Jahren. Richtig Blut geleckt hat der Schüler dann, als er vor zwei Jahren sein erstes eigenes Computerspiel produziert hat. „Ich dachte mir, dass das doch nicht so schwer sein kann und habe es einfach ausprobiert.“ Mit Erfolg. „Den Hackern eilt leider immer ein schlechter Ruf voraus“, erklärt Michel Jensen. „Es gibt aber einen richtigen Kodex. Es geht nicht darum, Leuten zu schaden, sondern die Welt zu verbessern.“ So eben auch bei „Jugend hackt“. „Wenn unser Roboter mal fertig ist, dann kann er beispielsweise zu Absicherung von Gebäuden genutzt werden“, erklärt Michel Jensen. Dass das Projekt noch vollendet wird, steht außer Frage: „Ich denke, spätestens in einem Jahr ist er fertig.“ Das Gerät soll noch mit Kameras ausgestattet werden und fahren können. Und dann hat Michel Jensen Zeit für die nächste Idee, die das Leben ein Stückchen besser machen soll.

Das Programm „Jugend hackt“

„Jugend hackt“ ist ein Programm zur Förderung des Programmier-Nachwuchses im deutschsprachigen Raum. Während Wettbewerbe wie „Jugend musiziert“ und „Jugend forscht“ seit Jahrzehnten etabliert sind, finden junge Talente aus dem Bereich der Soft- und Hardwareentwicklung laut Organisatoren kaum Platz in den staatlich geförderten Initiativen.

Seit 2013 veranstalten die „Open Knowledge Foundation Deutschland“ und „mediale pfade“ deshalb „Jugend hackt“ mittlerweile an fünf Orten.

Vanessa Kopp

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