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Wismar Miteinander essen, tanzen, laufen, reden und lachen
Mecklenburg Wismar Miteinander essen, tanzen, laufen, reden und lachen
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00:00 19.09.2016
Musik und Menschen wie Gemeindepädagogin Meike Schröder im Clownskostüm schaffen es, Kinder über Sprachbarrieren hinweg zusammen zu bewegen und zu begeistern. Fotos (5): Nicole Hollatz

Trommelrhythmen im Hof der Heiligen-Geist-Kirche. Gelächter. Unterhaltungen in allen möglichen Sprachen. Seit vielen Jahren ist das Begegnungsfest „Ein Klang aus vielen Tönen“ im Kirchhof ein Höhepunkt der interkulturellen Wochen in Wismar. Jeder bringt etwas fürs Büfett mit: iranisches Hackfleisch mit Pflaumen, russischer Borschtsch, Reis mit Knoblauch, Blätterteignaschereien süß und scharf, Kürbis- und Gurkensuppe und vieles mehr. Jeder ist willkommen, jeder isst mit. Zuvor gibt es ein gemeinsames Gebet in mehreren Religionen.

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„Vielfalt - das Beste gegen Einfalt!“ – Interkulturelle Wochen in Wismar mit Begegnungsfest im Heiligen-Geist-Kirchhof und Charity-Walk im Bürgerpark fortgesetzt

Das Essen bietet die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Du hast das Essen mit dem Hackfleisch gemacht?“, fragt Rita Schellhase aus Wismar die Iranerin Mehri Yazdi. Die nickt und freut sich über das folgende Lob. „Reis, Hackfleisch, Linsen, Kräuter, Eier, Zwiebeln und Pflaumen", erklärte Mehri, die mit ihren beiden Kindern seit fünf Jahren in Deutschland lebt. „Iranisches Essen ist immer sehr scharf, aber weil ich dachte, dass viele Deutsche nicht so scharf essen, habe ich es nicht so scharf gemacht“, erzählt sie weiter und staunt, als sie hört, dass viele Deutsche auch gerne sehr würzig essen. Rita Schellhase staunt, wie gut Mehri spricht, dass sie ein Rezept erklären kann. Wenn sie ein Wort nicht weiß, fragt sie ihre Tochter Niousha Balouchi.

Die 17-Jährige war zwölf, als sie mit dem kleinen Bruder und der Mutter nach Deutschland kam. „Der Anfang war sehr schwer“, erzählt sie akzentfrei. „In der Schule habe ich nichts verstanden und niemand hat mich verstanden.“ Mittlerweile gehört sie mit einem Notendurchschnitt von 1,7 zu den Besten und möchte Abitur machen.

Miteinander ins Gespräch kommen, statt Vorurteile zu haben, das ist ein Anliegen der Interkulturellen Wochen in Wismar. „Die Menschen sollen miteinander reden, nicht übereinander“, fasst Nadeem Ahmad das zusammen, was für ihn ein gutes Miteinander über verschiedene Kulturen, Religionen und Hintergründe hinweg ausmacht. Nadeem Ahmad gehört zur Ahmadiyya-Gemeinde in Deutschland. „Ahmadiyya-Muslime zeigen, dass der Islam grundsätzlich eine tolerante Religion ist. Wir stellen unsere Dienste für das Land und die Menschen zur Verfügung“, erklärt Nadeem Ahmad.

Die „Reformgemeinde im Islam“ veranstaltete am Sonnabend zum dritten Mal einen „Charity-Walk“ im Bürgerpark. Unter dem Motto „Liebe für alle, Hass für keinen!“ liefen 68 Teilnehmer für den guten Zweck. Viele waren extra aus Hamburg angereist, Wismarer starteten kaum. Dabei sollten zwei Vereine der Stadt unterstützt werden, „TiL - Treff im Lindengarten“ und „Das Boot“. 1059 Euro aus Startgeldern und Spenden im Vorfeld kamen zusammen. Beeindruckt von dem Engagement beider Vereine, gab die Ahmadiyya-Gemeinde einiges dazu, sodass sich jeder Verein über je 1000 Euro freuen kann.

„Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“, zitierte Iman Laeeq Ahmad Munir von der Ahmadiyya-Gemeinde in Hamburg. Deshalb würden sich die Gläubigen mit den deutschlandweit stattfindenden Charity-Walks für ein friedliches Miteinander engagieren.

Nicole Hollatz

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