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Wismar Miteinander ohne Ängste und Vorurteile
Mecklenburg Wismar Miteinander ohne Ängste und Vorurteile
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11:01 11.04.2013
Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (l.), Kerstin Weiss, 2. Stellvertreterin der Landrätin, und Dr. Bernd Sponheim machen auf die Wochen der Gemeindepsychiatrie aufmerksam. Quelle: Norbert Wiaterek

Eine Veranstaltungsreihe mit Tradition: Am 24. April starten die neunten „Wochen der Gemeindepsychiatrie in der Hansestadt Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg“.

Bis zum 11. Juni sind in Wismar, Grevesmühlen, Neukloster, Nisbill, Ravensruh und Gadebusch 13 Termine geplant. Willkommen sind nicht nur Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen, sondern alle Interessierten. Elf Akteure bereiten die Veranstaltungen mit dem Motto „Aufeinander zugehen“ vor.

Los geht es am 24. April im Wismarer Zeughaus mit der Lesung „Irre irren nicht“. Ab 15 Uhr berichten die Sozialpsychiater Helmut F. Späte und Klaus-Rüdiger Otto auf humorvolle Art und Weise über ihre Erfahrungen in der psychiatrischen Anstalt Brandenburg-Görden. Es lädt der Öffentliche Gesundheitsdienst des Landkreises Nordwestmecklenburg ein. Weitere Höhepunkte sind das „Fest der Demokratie“ am 25. Mai in der Wismarer Innenstadt und die Veranstaltung „Heiteres aus der Entspannungskiste“ am 14. Mai in Grevesmühlen. Tanztherapeutin Guiomar Morales gibt in der Malzfabrik einen Einblick in die Tanztherapie, Reiki-Meisterin Beatriz Costa Rocha spricht über „Heilung mit universeller Reiki-Energie“. Und Darsteller des Theaterzirkels aus dem Psychiatrischen Pflege- und Förderheim Neubukow des Diakoniewerks im Nördlichen Mecklenburg strapazieren die Lachmuskeln und begeistern mit ihrer Lebensfreude.

Das Gerontopsychiatrische Symposium findet am 30. Mai in der Fachpflegeeinrichtung „Haus am Bibowsee“ in Nisbill statt. Am 6. Juni liest Nora Ludwig im Reha-Zentrum Neukloster aus ihrem autobiografischen Buch „Selbstmord auf Raten“. Thematisiert wird die Alkoholsucht. Am 7. Juni gibt es in Wismar ein Volleyball-Turnier um den „Boots-Pokal“, am 11. Juni folgt ein Bowlingturnier in Gadebusch.

„Es gibt hier große Fortschritte. Aber dennoch dürfen wir nicht aufhören, uns um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu kümmern“, erklärte gestern Sandra Rieck vom Vorstand des Vereins „Das Boot“

Wismar. „Mit den Wochen der Gemeindepsychiatrie möchten wir Vorurteilen und Ängsten gegenübertreten und über die Vielfalt des menschlichen Seins informieren.“ Viele Menschen, die psychisch erkrankt sind, seien in der Lage, am öffentlichen Leben teilzunehmen und sich einzubringen. Dr. Bernd Sponheim, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Sana Hanse-Klinikum Wismar, freut sich über die vielen Partner. „Das Miteinander ist ein wichtiges Signal. Alle Akteure versuchen, im Interesse der betroffenen Bürger gemeinsam Wege zu beschreiten.“ Laut Gudrun Wolter von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen ist es „in den letzten Jahren immer besser gelungen, Betroffene bei den Veranstaltungen mit einzubeziehen“.

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD), Schirmherr der Themenwochen, meinte: „Schon morgen kann jeder selbst von einer psychischen Krankheit betroffen oder ein betroffener Angehöriger sein. Man denke nur an das Thema Demenz.“ Deshalb sei es wichtig, an den vielfältigen Veranstaltungen der Wochen der Gemeindepsychiatrie teilzunehmen und dazuzulernen sowie psychische Erkrankungen immer wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken.

Engagierte Partner
11 Partner gestalten die Wochen der Gemeindepsychiatrie: die Vereine „Das Boot“ Wismar und „Die Insel“ Grevesmühlen, die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Sana Hanse-Klinikum Wismar, die Fachpflegeeinrichtung „Haus am Bibowsee“ Nisbill, die Selbsthilfegruppe Alzheimer/Demenz, die Wismarer Werkstätten GmbH, das Reha-Zentrum Neukloster, der Öffentliche Gesundheitsdienst des Landkreises, die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen, das Therapiezentrum Ravensruh und die Helios-Kliniken Schwerin.

5000 Programmhefte liegen in Ämtern, Bürgerbüros, Stadtinformationen, bei Pflegeeinrichtungen, Therapeuten, Selbsthilfegruppen, in Arztpraxen und Apotheken aus.

Norbert Wiaterek

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